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E-Commerce

Die dunkle Seite des E-Commerce: Silk Road soll als Peer-to-Peer-Netzwerk wieder auferstehen

DarkMarket. (Screenshot: Wired)

Der Online-Marktplatz Silk Road galt bis zur Festnahme seines Betreibers als „eBay für illegale Drogen“. Mit DarkMarket soll das Konzept auf Peer-to-Peer-Basis wiederbelebt werden.

DarkMarket könnte die Nachfolge von Silk Road antreten. (Screenshot: Wikimedia Commons)
DarkMarket könnte die Nachfolge von Silk Road antreten. (Screenshot: Wikimedia Commons)

Von Silk Road zum DarkMarket: Wie Drogen im Netz verkauft werden

E-Commerce hat in den letzten Jahren einen enormen Aufstieg erlebt. Von Büchern bis hin zu Möbeln gibt es kaum noch eine Produktkategorie, für die sich im Netz nicht der passende Online-Shop finden lässt. Dass die so gehandelten Waren nicht notwendigerweise legal sein müssen, bewies vor allem ein Mann: Ross William Ulbricht, der vermeintliche Gründer von Silk Road, dem vermutlich größten Drogen-Handelsplatz im Netz. Versteckt im Tor-Netzwerk startete der Dienst 2011 und erlaubte es Händlern, alle möglichen Güter zu verkaufen. Drogen dürften dort aber die Produktgattung mit den höchsten Umsätzen gewesen sein.

Obwohl der Silk-Road-Server als Hidden-Tor-Service betrieben wurde und alle Transaktionen über Bitcoins abgewickelt wurden, konnte das FBI Ulbricht 2013 als vermeintlichen Betreiber der Seite festnehmen. Er steht derzeit wegen Geldwäsche, Hacking, Verschwörung zum Drogenhandel und sechs – vermutlich nie ausgeführten – Auftragsmorden vor Gericht. Offensichtlich besteht aber nach wie vor ein großes Bedürfnis in gewissen Kreisen, ungeachtet geltender Gesetze, Drogen bequem über das Netz zu kaufen und zu verkaufen. Damit es den Betreibern nicht so ergeht wie Ulbricht, soll das Ganze zukünftig auf Peer-to-Peer-Basis funktionieren. Zumindest, wenn es nach den Machern von DarkMarket geht.

DarkMarket: Die nächste Generation des digitalen Schwarzmarkts gewinnt 20.000 US-Dollar Preisgeld

Anfang April 2014 hat der Anarchist Amir Taaki zusammen mit Damian Cutillo und William Swanson DarkMarket auf einem Bitcoin-Hackathon in Toronto vorgestellt. Für ihr Konzept eines unregulierbaren Online-Marktplatz bekam das Team den ersten Platz und gewann damit 20.000 US-Dollar – in Bitcoins natürlich. Bei der P2P-Plattform handelt es sich zunächst nur um einen Prototypen. Da jeder Nutzer die IP-Adressen der anderen Nutzer einsehen kann, dürfte es sich vorläufig kaum als Handelsplattform für illegale Substanzen eignen. Was DarkMarket allerdings mitbringt, ist ein interessantes Konzept um Betrugsfälle zu verhindern, wie sie auf Silk Road nicht selten vorkamen.

Einigen sich ein Käufer und ein Verkäufer auf einen Handel, suchen sie zunächst nach einem Mittler. Wird der Kauf durchgeführt, wandern die Bitcoins des Käufers in eine spezielle Wallet, deren Schlüssel aus den drei öffentlichen Schlüsseln des Käufers, des Verkäufers und des Mittlers erstellt wird. An das Geld kommen die Beteiligten nur, wenn zwei der drei involvierten Personen die erfolgreiche Transaktion mit ihrem privaten Schlüssel bestätigen. Damit könnten die Macher ein großes Problem anonymer Handelsplätze gelöst haben. Damit DarkMarket aber tatsächlich zu einer Alternative zu Silk Road werden kann, müssten die Macher Tor oder einen anderen Mechanismus integrieren, um die Anonymität der Nutzer sicherzustellen. Das wollen die Entwickler selbst aber nicht tun. Sie kümmern sich lieber um legale Projekte. Allerdings findet sich der Quellcode zum DarkMarket auf GitHub. Dass andere Entwickler das Projekt vorantreiben könnten, ist daher nicht ausgeschlossen.

via www.wired.com

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