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Das war’s für den Silk-Road-Gründer: Gericht bestätigt lebenslange Haftstrafe

Gerichtszeichnung. (Quelle: dpa)

Der Gründer des Drogen-Marktplatzes Silk Road muss lebenslänglich hinter Gittern. Ein US-Gericht bestätigt das Urteil aus erster Instanz – Berufung ist nicht möglich.

Silk Road: Gründer geht lebenslang ins Gefängnis

Er war der wohl erste Drogen-Kingpin der Bitcoin-Ära: Über Ross Ulbrichts Online-Marktplatz Silk Road wurden illegale Drogen im Wert von mindestens 183 Millionen US-Dollar verkauft. Im Oktober 2013 war damit jedoch Schluss. Das FBI nahm Ulbricht fest, schloss die im Tor-Netzwerk operierende Silk-Road-Website und beschlagnahmte 26.000 Bitcoins, was damals in etwa einem Wert von 3,2 Millionen US-Dollar entsprach.

Am 29. Mai 2015 wurde Ulbricht unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Drogenhandel, Hacken von Computern und Geldwäsche zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Seine Anwälte hatten das Urteil als zu hart kritisiert und waren in Berufung gegangen – allerdings ohne Erfolg. Ein US-Gericht hat jetzt entschieden, dass die ursprüngliche Strafe angemessen ist.

Mit diesem Hinweis hat das FBI Silk-Road-Nutzer nach Übernahme der Tor-Website begrüßt. (Screenshot: silkroad6ownowfk.onion)

Silk Road: So erklärt das Gericht die Entscheidung gegen Ulbricht

„Der Umstand dass Ulbricht statt, wie ein typischer Drogenboss, von einem Computer aus operiert hat, macht seine Verbrechen nicht weniger ernst oder gefährlich“, so das Berufungsgericht. Außerdem weisen die Richter in ihrer Urteilsbegründung darauf hin, dass Ulbricht auf Silk Road neben Drogen auch beispielsweise den Verkauf von Zyanid erlaubt hat. Dafür wiederum dürften die meisten Menschen außerhalb von Mord und Selbstmord kaum Verwendung haben.

Das Gericht verweist in seiner Erklärung auch darauf, dass Ulbricht zum Schutz seiner finanziellen Interessen mindestens fünf Morde in Auftrag gegeben hat. In der Berufungsentscheidung heißt es dazu: „Die versuchten Auftragsmorde trennen diesen Fall von dem eines ordinären Drogendealers [...] und unterstützen den Befund des Bezirksgerichts, dass Ulbrichts Verhalten und Charakter außergewöhnlich destruktiv waren.“

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