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E-Commerce

Single-Page-Onlineshop: Stripe macht seine Lösung Open Source

(Screenshot: Stripe)

Single-Page-Checkout ist ja sowas von 1990, jetzt kommt der Single-Page-Onlineshop. Wenn nur wenige Produkte angeboten werden sollen, ist der Open-Source-Shop des Payment-Anbieters Stripe eine interessante Alternative zu einem klassischen Shopsystem.

Der Payment-Provider Stripe ist durch eine einfach zu integrierende Lösung für Kreditkarten-Zahlungen bekannt geworden und setzt das logisch mit der Entwicklung eines einfachen Mini-Onlineshops weiter. Dabei handelt sich nicht um ein komplettes Shopsystem mit allem drum und dran, sondern eher um den kleinstmöglichen Nenner bei Shopsystemen: eine einzelne Produktseite mit einem integrierten Check-Out-Prozess. Die Lösung dürfte sich vor allem für den Vertrieb eines Mini-Sortiments lohnen, entweder bei Anbietern, die eben nur über ein einzelnes Produkt verfügen, oder als Landingpage im Rahmen einer Produkt-Kampagne. Setzt man wie bei Stripe ein bildschirmfüllendes Bild als Produktseite ein, erhält man einen Single-Page-Shop in einem modernen, interessanten Look. Übrigens: Der Shop war eigentlich nur zum Vertrieb der Stripe-eigenen Merchandising-Artikel gedacht. Nachdem in der Vergangenheit mehrfach wegen des Single-Page-Shops angefragt wurde, hat sich Stripe kurzerhand entschlossen, das Projekt als Open-Source-Shop unter der MIT-Lizenz zu veröffentlichen.

    Stripe nutzt den Single-Page-Shop zum Vertriebs der eigenen Merchandising-T-Shirts. (Screenshot: Stripe)
Stripe nutzt den Single-Page-Onlineshop zum Vertrieb der eigenen Merchandising-T-Shirts. (Screenshot: Stripe)

Stripe Shop: Single-Page-Onlineshop

Wie Stripe schon angekündigt hat, steht der Code für den Single-Page-Shop jetzt bei Github zur Verfügung, der Code ist von Stripe auch in der Code-Cloud von Parse hinterlegt worden. Aus diesem Grund empfiehlt Stripe die Nutzung von Parse, dort würde das Backend quasi in der Cloud laufen und das Frontend kann einzeln lokal gepflegt werden. Parse ist sozusagen ein Backend-as-a-Service-Anbieter und soll hautpsächlich App-Entwicklern Kosten für eigene Server-Infrastrukturen ersparen. Der Basis-Account ist bei Parse gratis. Nach der Schilderung im Stripe-Blog scheint es mit nur sechs Handgriffen möglich zu sein, eine Instanz des Shops als Parse-App zu starten. Im zweiten Gang dürfte dann etwas Entwicklungsarbeit nötig sein, um den Shop auf eigene Produkte anzupassen, denn vom Produkt bis zur Plausibilitätsprüfung der Eingabe ist alles im Quelltext „hardcoded“ – und auf den T-Shirt-Shop von Stripe angepasst. Auch SEO-Optimierungen werden noch nötig sein – ganz altmodisch von Hand im Quelltext eingetragen. Trotzdem dürfte sich der Anpassungsaufwand eher gering halten. Ein Demo-Shop ist auch vorhanden, mit Hilfe der Dummy-Kreditkarten-Nummer „4242-4242-4242-4242“ kann man dort eine Test-Bestellung durchführen.

Stripe nutzt den Single-Page-Shop zum Vertriebs der eigenen Merchandising-T-Shirts. (Screenshot: Stripe)

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Fazit: Cooler Single-Page-Onlineshop – Payment-Anbindung für Deutschland fehlt leider noch

Man kann den Stripe-Shop als nützliche Grundstruktur nutzen. um einen eigenen, kleinen, aber schicken Single-Page-Onlineshop aufzubauen. Die kostenfreie Möglichkeit, aus der Entwickler-Plattform Parse heraus eine laufende Instanz zu generieren, hält auch den Aufwand für den Start gering – auch wenn manch einer das Backend doch lieber auf einem eigenen Server oder Webspace laufen lassen will. Stripe hat verständlicherweise den eigenen Zahlungsdienst integriert – den man zwar nicht nutzen muss, aber kann. Da Stripe noch nicht in Deutschland verfügbar ist, muss also erst noch ein deutscher Dienst implementiert werden, bevor es mit dem Verkaufen losgehen kann. Allerdings ist Stripe in Deutschland bald auch soweit, die Closed-Beta für den Payment-Dienst in Deutschland läuft schon. Falls Stripe dann noch den Zahlungsmix wenigstens um das Lastschriftverfahren erweitern würde, wäre  ich fast zufrieden.

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5 Reaktionen
Ivan O. Schmid

Mittlerweile gibt es den besten One Page Shop mit Stripe Anbindung (und über 20 weiteren Zahlungsprovidern) als kostenlose Cloud Version bei http://www.payrexx.com/

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Jochen G. Fuchs

@marcas
Vielen Dank für's nachliefern des korrekten Links, ich habe das jetzt korrigiert. :-)

@fimbim
Ja, ein Wordpress-Plugin ist auch eine Möglichkeit.

@Benny Lava
Ich denke nicht dass Stripe irgendeine Anpassung für den deutschen Markt vornehmen wird, es handelt sich ja nicht wirklich um ein Produkt von Stripe, ist ja mehr oder weniger nur nebenher entstanden das Teil. Und als Entwickler-Werkzeug finde ich es bereits jetzt interessant, ich sehe da jetzt keinen extrem großen Aufwand um das Ganze für Deutschland anzupassen.

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Benny Lava

Mal sehen, ob sie den deutschen Regel- und Gesetzesdschungel hinbekommen. Vorher ist es einfach uninteressant wie 100.000 andere ausländische Angebote dieser Art.

Hier noch der Link zum von fimbim erwähnten WP-Plugin: http://wpshopgermany.maennchen1.de

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marcas

Der Link zum Shop müsste lauten: https://shop-demo.parseapp.com/

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fimbim

Das kann man sich doch auch ganz einfach und DE rechtssicher selber bauen. Z.B. mit einem WP Shopplugin (Wp Shop Germany). Gerade bei kleineren Produktpalette bietet sich da ja ein Onepager an. Die Produktansicht anpassen und den Checkout bisschen ummockeln und schon hat man ein updatefähiges Ergebnis mit deutlich mehr Möglichkeiten als hier. Falls sie mal gewollt sind…

PS: Link Demoshop not found.

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