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Sinkende Preise und mehr Modelle – Verkäufe von E-Autos sollen demnächst kräftig steigen

(Foto: Jan Faukner/Shutterstock)

In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen die Verkäufe von Elektroautos deutlich anziehen. Gründe sind laut Marktanalysten sinkende Preise sowie die Verfügbarkeit von mehr E-Auto-Modellen.

In den ersten drei Quartalen 2018 hat sich die Zahl der verkauften Elektro- und Hybridautos in den USA, China und den fünf wichtigsten europäischen Märkten um fast 50 Prozent erhöht. Mehr als 1,7 Millionen Neuzulassungen standen laut dem E-Mobility-Sales-Review von Pwc zu Buche. Bei reinen Stromern gab es sogar ein Plus von 77 Prozent. Die E-Auto-Verkäufe sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren sogar noch deutlich stärker zulegen, wie die Investfirma Blackrock gegenüber CNBC prognostiziert.

Prognose: Bis 2030 über 125 Millionen E-Autos auf der Straße

Für den erwarteten Boom macht Blackrock sinkende Preise für Elektrofahrzeuge sowie die zunehmende Verfügbarkeit von E-Auto-Modellen verantwortlich. Blackrock-Fondsmanager Evy Hambro ist der Meinung, dass sich der Markt jetzt am Wendepunkt befinde. Zahlen der International Energy Agency bestätigen diese Ansicht. Demnach sollen bis 2030 insgesamt über 125 Millionen Elektroautos auf dem Markt sein. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 3,1 Millionen E-Autos.

In Deutschland wird das Ziel der Bundesregierung, eine Million vollelektrische Fahrzeuge und Plugin-Hybride auf die Straße zu bringen, laut der Nationalen Plattform Elektromobilität wohl erst im Jahr 2022 erreicht werden. Allerdings machen die Verantwortlichen auch in Deutschland jetzt Dampf. So soll es im kommenden Jahr Steuervorteile für Elektro-Dienstwagen geben und Kommunen und Stadtwerke investieren verstärkt in die Lade-Infrastruktur.

Diese Elektroautos gibt es schon – oder erscheinen bald
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Derzeit wird der deutsche E-Auto-Markt laut PwC aber noch von dem knappen Angebot an elektrischen Fahrzeugen gehemmt. Die verfügbaren staatliche Kaufprämien würden auch weiterhin nicht ausgeschöpft. Schon 2019 könnte sich das aber ändern. „Dann werden endlich etliche Elektroautos der zweiten Generation verfügbar sein, die die heimischen Hersteller im Rahmen ihrer Elektromobilitätsoffensive seit langem ankündigen“, sagte Felix Kuhnert, Global Automotive Leader bei PwC.

Model 3 treibt E-Auto-Markt in den USA

In den USA trägt derzeit unter anderem die Verfügbarkeit des Model 3 dazu bei, dass sich die Zahl der Neuzulassungen vollelektrischer Fahrzeuge in den ersten drei Quartalen dieses Jahres fast verdoppelt hat. Marktbeobachter werten das laut PwC als Bestätigung des erwarteten exponentiellen Nachfragezuwachses, wie man ihn bisher nur aus der IT- und Technologieindustrie kannte.

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