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Siri kann die Hilfe gebrauchen: Apple schnappt sich Googles KI-Chef

(Foto: dpa)

Aus personeller Sicht ist Apple ein großer Coup gelungen: Der iPhone-Hersteller konnte Googles bisherigen KI-Chef John Giannandrea abwerben. Der dürfte jetzt vor allem dem von der Konkurrenz abgehängten Sprachassistenzsystem Siri Beine machen.

Einen Tag nachdem John Giannandrea seinen Abschied von Google erklärt hat, wissen wir jetzt auch wieso. Giannandrea wird ab sofort bei Apple den Bereich maschinelles Lernen und KI-Strategie betreuen und direkt Firmenchef Tim Cook unterstehen. Das hat der Computerhersteller aus dem kalifornischen Cupertino gegenüber der New York Times bestätigt. Giannandrea übersah bei Google die Bereiche Suche und künstliche Intelligenz.

Für Apple könnte sich die Einstellung des 53-jährigen Schotten als Glücksgriff erweisen. Obwohl das Unternehmen mit dem Sprachassistenzsystem Siri schon recht früh am Markt war, gilt die Software heute als deutlich weniger ausgereift als die Konkurrenzprodukte von Google oder Amazon. Das dürfte auch mit der Firmenpolitik bei Apple zutun haben. Erst seit Ende 2016 erlaubt Apple seinen Mitarbeitern, wissenschaftliche Aufsätze zum Thema KI zu veröffentlichen, was viele Top-Talente als unnötige Einschränkung empfunden haben. Zumal andere Tech-Konzerne deutlich offener mit ihren Forschungsergebnissen umgehen.

John Giannandrea war federführend beim Ausbau von Googles KI-Fähigkeiten

Giannandrea kam 2010 zu Google, nachdem das Unternehmen das Startup Metaweb übernommen hatte, wo er die Rolle des CTO innehatte. Der Metaweb-Technologie verdanken wir es, dass die Google-Suche heute viele einfache Fragen direkt beantwortet, statt nur passende Links anzuzeigen. Später half Giannandrea dabei, weitere Google-Produkte wie Gmail mit KI-Fähigkeiten auszubauen.

Die großen Tech-Konzerne tun derzeit einiges, um KI-Experten an sich zu binden. Auch Giannandrea dürfte sich den Wechsel gut bezahlen lassen, zumal sein früherer Arbeitgeber viel Geld für qualifiziertes Personal springen lässt. So arbeiten bei Googles KI-Forschungszentrum Deepemind beispielsweise etwa 400 Mitarbeiter und die Personalkosten liegen jährlich bei 138 Millionen US-Dollar. Dementsprechend liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei 345.000 Dollar.

Ein Manager wie Giannandrea dürfte allerdings weit mehr verdienen. Sein Gehalt könnte sich an dem von Anthony Levandowski orientieren, der bis 2016 Googles Abteilung für selbstfahrende Autos geleitet hat und dafür 120 Millionen Dollar jährlich bekam. Genaue Zahlen werden aber vermutlich weder Giannandreas neuer noch sein alter Arbeitgeber verraten.

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