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Siri-Mitgründer überrascht, was Apples Sprachassistent alles noch nicht kann

(Foto: Shutterstock)

Der Sprachassistent Siri ist bei Apple seit 2011 im Einsatz. Seitdem dümpelt er auf allen Geräten des iPhone-Konzerns herum. Einer der Mitentwickler zeigt sich überrascht, wie wenig Siri acht Jahre nach Vorstellung kann.

Siri-Mitentwickler Norman Winarsky zeigte sich im Gespräch mit dem Magazin Quartz überrascht, wie wenig der Sprachassistent in den letzten acht Jahren gelernt hat. Als Apple Siri 2010 vom Startup SRI International übernommen hatte und 2011 erstmals im iPhone 4S einsetzte, glaubte er an nicht weniger als eine neue Revolution.

Siri: Revolution mit Hindernissen

Norman Winarsky: Der Siri-Mitgründer ist mittlerweile Berater von Venture-Groups und Consultant. (Foto: Norman Winarsky)

Sieben Jahre nach dem Launch im iPhone 4S mute Siri noch unfertig an. Spracheingaben werden nicht immer korrekt verstanden oder erwartungsgemäß beantwortet, so Winarsky. Ferner habe der Sprachassistent Schwierigkeiten, viele Dinge, die Siri über euch wissen sollte, in sinnvolle Antworten zu schnüren. Die erwartete Revolution entpuppt sich bislang als schwieriger als angenommen.

Siri sei zwar laut Verto Analytics (Stand: Mai 2017) der am häufigsten genutzte Sprachassistent (in den USA), werde aber vom Google Assistant und Amazons Alexa allmählich eingeholt. Winarsky hätte erwartet, dass der Entwicklungsstand von Siri nach acht Jahren weiter fortgeschritten sei. Die derzeitigen Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz des Dienstes blieben in mehrfacher Hinsicht hinter den früheren Erwartungen zurück.

Siri: Gut für Erinnerungen und das Wetter

Siri sei gut zum Einstellen von Erinnerungen, für die Ansage des Wetters, zum Versenden von Textnachrichten und anderen eher banalen Dingen. Wenn es aber um Nutzerpräferenzen und frühere Anfragen geht, zeigt der Sprachassistent sich als nicht perfekt. Seine „vorausschauende Intelligenz“ sei limitiert – so sei Siri nicht dazu in der Lage, Dinge zu wissen was der Nutzer wolle, bevor er es selbst wisse. Darüber hinaus sei Siri kein guter Gesprächspartner und lasse laut Winarsky „Überraschung und Freude“ vermissen.

Apple sei nach Meinung des Mitgründers am eigenen Anspruch gescheitert. Denn Siri sei ursprünglich speziell für nur zwei Einsatz-Bereiche entwickelt worden: Der Assistent sollte bei Reisen und Entertainment helfen.

Apple wollte aus dem Assistenten mit fokussiertem Einsatzbereich einen Helfer für alle Lebensbereiche machen wollen. Mit diesem großen Vorhaben habe Apple sich eine Großbaustelle vorgenommen, die bei der Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehme, aber nicht unlösbar sei, so Winarsky. Die Mitbewerber wie Google und Amazon hätten diesen Weg auch eingeschlagen, sind in vielen Bereichen aber schon weiter.

Apples Homepod kommt in weiß und schwarz. (Foto: Apple)
Siri ist bei Apples Homepod das primäre  Steuerelement. (Foto: Apple)

Apple setzt Siri mittlerweile in all seinen vier Betriebssystemen als optionales Steuerelement ein. Auf dem smarten Lautsprecher Homepod wird der Assistent als primäre Eingabemethode verwendet. Kurioserweise besitzt Siri auf dem Lautsprecher noch weniger Funktionen als auf den anderen Apple-Produkten. Apple wird an Siri mit Sicherheit weiterentwickeln – ob der Assistent jemals an die Fertigkeiten der Konkurrenz herankommt, bleibt abzuwarten. Auf Apples nächster Entwicklerkonferenz, der WWDC 2018, die im Juni veranstaltet wird, dürfte das Unternehmen für Siri neue Tricks ankündigen.

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