News

Wegen Siri: Patentverwerter droht mit iPhone-Verkaufsstopp

Siri. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

iPhone, iPad, Mac, Apple Watch, Apple TV und Homepod – alle Apple-Geräte mit Siri-Integration sind von einem US-Verkaufsstopp bedroht. Grund ist eine Klage des Patentverwerters Portal Communications.

Das US-Unternehmen Portal Communications hat in den USA eine Patentklage gegen Apple eingereicht – ausgerechnet bei einem texanischen Bezirksgericht, das als Patentinhaber-freundlich gilt, wie heise.de berichtet. Laut der 52-seitigen Klageschrift, die von Appleinsider veröffentlicht wurde, geht es bei der Klage um drei zwischen 2004 und 2008 eingereichte Patente.

iPhone, Mac und mehr: Wegen Siri droht jetzt ein Verkaufsstopp für Apple-Geräte

Diese drei Patente (7,376,645, 7,873,654 und 8,150,872) sieht Portal Communications durch Apples Sprachassistentin Siri verletzt. Beschrieben wird dort ein „multimodales System zur Erkennung natürlicher Sprachanfragen und eine Architektur zur Verarbeitung von sprach- und ortsbasierten Anfragen“. Die Technologie soll dafür sorgen, dass per GPS erfasste Standortdaten bei einer Suchanfrage mit herangezogen werden, um standortbasierte Ergebnisse zu liefern oder den Kontext der Frage besser einzuschätzen.

Siri im iPhone: Apple wegen angeblicher Patentverletzung im Visier. (Bild: Apple)

Portal hat diese Patente offenbar erst Anfang dieses Jahres von dem eigentlichen Erfinder Dave Bernard erworben. Daher erfolgt die Patentklage erst jetzt. Sollte der Patentverwerter Recht bekommen, könnte das für Apple weitreichende Folgen haben. Denn Portal Communications fordert neben einem Schadensersatz in bisher nicht bekannter Höhe auch einen Einfuhr- und Verkaufsstopp in den USA von Apple-Produkten mit Siri-Integration. Das sind neben iPhone und iPad auch Mac, Apple Watch sowie Apple TV und Homepod.

iPhone X: 10 Tipps und Tricks zum neuen Apple-Phone
Apple iPhone X. (Foto: t3n.de)

1 von 21

Im Sommer 2017 war Apples Siri schon einmal ins Visier eines Patentstreits wegen Spracherkennungstechnologien geraten. Die Ein-Mann-Firma Word to Info hatte damals auch weitere Tech-Konzerne wie Amazon, Google, Microsoft und Nuance wegen angeblicher Verletzung von entsprechenden Patenten verklagt.

Mehr zum Thema:

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung