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Skincential Sciences: Warum die CIA dieses Kosmetik-Startup fördert

Skincential Sciences verspricht mehr als Hautpflege.

Mit seiner Werbung für „glatte und jugendhafte Haut“ klingt Skincential Sciences nach einem ganz gewöhnlichen Kosmetik-Startup. Gäbe es da nicht einen interessanten Investor.

 So viel sei gesagt: Hautpflege stand bei der CIA nicht im Vordergrund. (Screenshot: Skincential Sciences)
So viel sei gesagt: Hautpflege stand bei der Beteiligung an Skincential Sciences nicht im Vordergrund. (Screenshot: Skincential Sciences)

Skincential Sciences hat Geld von der CIA bekommen

Auf den ersten Blick klingt Skincential Sciences nach einer ganz gewöhnlichen Kosmetikfirma: Genau wie die großen Konzerne L'Oréal, Olaz oder Maybelline verspricht das Startup jüngeres Aussehen und bessere Haut. Interessant wird das 2010 gegründete Unternehmen bei einem Blick auf seine Investorenliste. Wie die Plattform „The Intercept“ berichtet, soll sich die CIA an dem Startup beteiligt haben.

Dass der US-Geheimdienst in junge Unternehmen investiert, ist erst einmal nichts Neues. Über seine Venture-Capital-Firma In-Q-Tel (IQT) hat sich die CIA Anteile an mittlerweile mehr als 100 Startups gesichert. Der Fokus des Investmentarms liegt nach eigenen Angaben auf kommerziellen Technologien, „die das Potenzial haben, der US-amerikanischen Intelligence Community (IC) heute und in der Zukunft einen Vorteil zu verschaffen“, wie es auf der Webseite heißt.

„Wir sind ein Ausreißer bei In-Q-Tel“

Das neue Interesse an Kosmetik hängt offenbar ebenfalls mit diesem Ziel zusammen. Zwar bewirbt Skincential Sciences sein Produkt als Jungbrunnen. Dahinter steckt aber eine patentierte Technologie, mit der sich eine dünne Schicht der Haut abziehen lässt. Dadurch sollen sich Biomarker, also biologische Merkmale, lösen, die wiederum für Tests herangezogen werden können – unter anderem für DNA-Tests. Alles, was dafür notwendig ist: Wasser, eine Art Reinigungsmittel und ein paar Wischbewegungen über die Haut.

„Unser Unternehmen ist ein Ausreißer bei In-Q-Tel“, sagte Russ Lebovitz, der Chef von Skincential Sciences, gegenüber „The Intercept“. Der Investitionsarm sei daran interessiert, einen einfachen Zugang zu Biomarkern zu erhalten. Warum sich der Wagniskapitalgeber der CIA für sein Unternehmen entschieden hat, darüber wisse der CEO allerdings auch nicht mehr, schreibt die Plattform. „Ich weiß nicht, wie In-Q-Tel arbeitet, aber sie sind sehr interessiert an reiner Wissenschaft“, so Lebovitz.

Warum die CIA auf Biotech setzt

Seiner Aussage zufolge kamen Mitarbeiter des Fonds auf ihn zu und zeigten Interesse daran, DNA mit Hilfe der Skincential-Lösung zu extrahieren. Lebovitz vermutet, dass die Technologie seines Startups für Tatorte oder Drogentests interessant sein könnte. Die CIA nahm gegenüber „The Intercept“ keine Stellung zu der Beteiligung. Diese Verschlossenheit ist typisch für IQT, auch über andere Investitionen ist wenig bekannt.

Dass sich der CIA-Ableger für Lösungen interessiert, mit denen sich Biomarker einfach analysieren lassen, hat der Investitionsarm allerdings bereits einmal ausführlich in einem Artikel beschrieben: Die biologischen Daten enthielten „verwertbare Informationen über die menschliche Identität“, hieß es darin. Mit Investitionen in die Biotech-Firmen Claremont Biosolutions und Biometrica sowie der strategischen Partnerschaft mit Bio-NEMS versucht IQT schon länger, mehr über diese Informationen herauszufinden. Der Text zu dem Thema ist heute übrigens nicht mehr online.

 

via theintercept.com

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