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Slack will an die Börse – à la Spotify

Slack-Zentrale in San Francisco. (Foto: DJSinop/Shutterstock)

Büro-Chat-Anbieter Slack möchte sich Kapital an der Börse besorgen – und zwar auf die Art von Spotify. Das US-Unternehmen strebt eine Direktplatzierung an. Das hat Vor- und Nachteile.

Bei den Behörden sei ein Antrag für die Platzierung von Aktien gestellt worden, teilte Slack am Montag in San Francisco mit. Weitere Details nannte das Unternehmen nicht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will das Unternehmen dabei wie schon Spotify vergangenes Jahr die Anteile direkt an Investoren verkaufen und damit das relativ teure klassisches Verfahren über Investmentbanken (Initial Public Offering, kurz IPO) umgehen. Die Börsennotiz sei bis zur Jahresmitte geplant.

Slack will beim Börsengang über Direktplatzierung Gebühren sparen

Bei der Bewertung strebe das Unternehmen mehr als 7 Milliarden US-Dollar (knapp 6,1 Milliarden Euro) an, berichtete Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person weiter. Bei der vorerst letzten Finanzierungsrunde im August vergangenen Jahres über etwas mehr als 400 Millionen Dollar wurde das Unternehmen mit 7,1 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen wollte die Details zu den Börsenplänen nicht kommentieren. Eine Direktplatzierung gilt als riskant, da Banken nicht als Zwischenhändler beziehungsweise Kursstabilisator auftreten. Andererseits spart es die Gebühren für die Banken.

Bei Spotify hat das Vorgehen zumindest in den ersten Monate dem Kurs nicht geschadet. Das Papier startete Anfang April mit einem Kurs von 165,90 Dollar und damit deutlich über dem vom Unternehmen festgelegten Referenzpreis von 132 Dollar. Bis Mitte Juli legte die Aktie dann auf knapp 200 Dollar zu, bevor es im Zuge der allgemeinen Schwäche von Tech-Werten bis auf 103 Dollar zum Jahresende abstürzte. Zuletzt lag der Kurs mit 138 Dollar wieder etwas über dem Referenzpreis. Spotify wird damit an der Börse mit rund 25 Milliarden Dollar bewertet.

Auch Uber und Lyft streben Börsengang an

Neben Slack stehen einige weitere US-Tech-Unternehmen vor dem Gang an die Börse. So hatte der Fahrdienst-Vermittler Uber im Dezember laut Medienberichten mit einem vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung den ersten Schritt gemacht. Den Informationen zufolge könnte es einen Uber-Börsengang bereits im ersten Quartal 2019 geben. Uber hatte in den vergangenen Jahren rund 20 Milliarden Dollar an Investorengeldern und Krediten eingesammelt. Laut Medieninformationen stellten Banken für einen Börsengang eine Bewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht.

Zuvor hatte der kleinere Rivale Lyft mitgeteilt, dass er ebenfalls einen vertraulichen Antrag hierfür eingereicht habe. Der bisher nur in den USA und in Kanada aktive Uber-Konkurrent soll den März oder April ins Auge fassen. Darüber hinaus wird auch schon seit längerem über einen Börsengang des Unterkunfts-Vermittlers Airbnb spekuliert. dpa

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