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Gadgets & Lifestyle

Google kauft Nest: Das sagt die deutsche Smart-Home-Branche

Auch die deutschsprachige Smart-Home-Branche boomt. (Foto: digitalSTROM)

Die Übernahme des Smart Home-Unternehmens Nest durch Google hat selbst Brancheninsider überrascht. Jetzt, wo sich die erste Aufregung gelegt hat, wird es Zeit zu fragen, was der Deal für den heimischen Markt bedeutet.

Muss die Smart Home-Branche zittern?

Nest-CEO Tony Fadell hat gegenüber GigaOM seine Ambitionen deutlich gemacht:

„Wenn du als Unternehmen die Welt verändern willst, muss du dir Märkte außerhalb der USA ansehen. (…) Wir müssen nach Europa und in den Rest der Welt.“

Eine klare Ansage, wie wir finden – was sagen die Unternehmen auf dem deutschsprachigen Markt dazu? Wir stellen fünf von ihnen vor.

KISI – nie wieder den Schlüssel verlieren

Mit KISI wird der Haustürschlüssel überflüssig. (Foto: KISI – via Facebook)
Mit KISI wird der Haustürschlüssel überflüssig. (Foto: KISI – via Facebook)

KISI ist eine Plattform zur digitalen Schlüsselverwaltung. Das Besondere: Wer KISI nutzt, braucht nur noch sein Smartphone, um Türen zu öffnen. Die mitgelieferte Hardware funktioniert mit Schließsystem sowie mit Gegensprechanlagen und ersetzt dort, einmal installiert, den Schlüssel(-knopf). Per App kann der User bestimmen, wann die Tür sich öffnet, auch, wenn er selbst nicht vor Ort ist. Er kann sowohl permanente als auch temporäre Schlüssel anlegen, die in der Cloud gespeichert werden, und sie über die App verwalten. KISI hat Büros in München und New York und wurde 2013 mit dem SmartHome Deutschland Award ausgezeichnet.

Bernhard Mehl, KISI Inc.:

Welche Auswirkungen hat der Google Deal auf die Smart Home-Branche?

„Der Deal zeigt, dass große Exits in der Branche möglich sind. Gleichzeitig steigen die Erwartungen anderer Smart Home Startups an solche Exits sowie die Suche der Technologiekonzerne nach innovativen Smart-Home-Unternehmen wie Nest, die einen Fokus auf Technologie und User-Experience legen.“

Seht ihr in der Nest-Übernahme eine Bedrohung für euer Geschäftsmodell?

„Die Übernahme stellt keine Bedrohung dar, vielmehr wird sich unserer Ansicht nach die Zusammenarbeit zwischen Startups und Großkonzernen erhöhen.“

War es die richtige Entscheidung von Nest, an Google zu verkaufen? Hättet ihr dasselbe getan?

„Die Entscheidung war richtig, weil Nest - im Gegensatz zu Snapchat - große Investitionen braucht, um im gleichen Tempo weiter zu wachsen und mit den Technologiekonzernen mitzuhalten. Die Übernahme hat sich lange angekündigt, da Google Ventures bereits die letzten zwei Finanzierungsrunden von Nest größtenteils selbst übernommen hat und es damit auch für Nest nicht überraschend gekommen sein dürfte. Das Wichtigste aber ist: Google und Nest teilen die gleiche Vision von Technologie, die den User verstehen lernt: Google im Browser, Nest zu Hause. Warum sollte man da gegeneinander arbeiten?“

tado° – persönlicher Heiz-Assistent

Der Heizassistent von tado° passt sich deinen Gewohnheiten an. (Foto: tado)
Der Heizassistent von tado° passt sich deinen Gewohnheiten an. (Foto: tado)

Das Münchener Startup tado° hilft seinen Nutzern, effizienter zu heizen. Mit der Kombination aus Hardware – einer Box, die das reguläre Thermostat ersetzt – und Software können die User ihr Heizverhalten beobachten, analysieren und entsprechend ihrer Gewohnheiten optimieren. Die App berücksichtigt Wetterbericht, Sonneneinstrahlung und weitere Eigenschaften des Hauses und lernt mit der Zeit auch selbst, wie sich die Wohnung optimal heizen lässt.

Christian Deilmann, Gründer und CEO:

Welche Auswirkungen hat der Google-Deal auf die Smart Home-Branche?

„Die Trägheit der Bevölkerung zu überwinden ist grundsätzlich die größte Herausforderung.“

„Nest hat im letzten Jahr beträchtlich dazu beigetragen, die Wahrnehmung der Branche aus der Nische in den Massenmarkt zu bringen. Durch klar kommunizierte Produkte und Nutzen finden Internet-of-Things-Anwendungen in den Markt. Die Google Übernahme wird es Nest ermöglichen, diese Verbreitung noch schneller voranzutreiben.

Da der Markt insgesamt noch ganz am Anfang steht, ist es sehr gut, dass Nest und jetzt auch Google diesen Bereich treiben. Die Trägheit der Bevölkerung zu überwinden ist grundsätzlich die größte Herausforderung. Alles was dazu beiträgt, diese Trägheit zu überwinden, damit der Ball "Home Automation" ins Rollen kommt, ist super für alle Beteiligten.

Seht ihr in der Nest-Übernahme eine Bedrohung für euer Geschäftsmodell?

„Nein, absolut nicht. Die oben genannten Aspekte überwiegen stark. tado° ist die einzige Firma, die in Europa Heizungen herstellerübergreifend anschließen kann. Aktuell haben wir noch einen großen zeitlichen Vorsprung bis Nest Konkurrenz für uns in Kontinentaleuropa werden kann. In England könnte es aufgrund der einfacheren Heizungsschnittstellen schneller gehen bis wir Nest begegnen.

tado° ist eine deutlich intelligentere Lösung als das Learning Thermostat von Nest. tado° integriert die Smartphones der Nutzer in die Regelung und nutzt so das Internet-of-Things zur Optimierung. Für uns ist es jetzt also wichtiger denn je, schnell in die Verbreitung zu kommen.“

War es die richtige Entscheidung von Nest, an Google zu verkaufen? Würdet ihr dasselbe tun?

„Wir waren überrascht zu sehen, dass Nest jetzt an Google verkauft. Wir hätten gedacht, dass Nest seinen eigenen Weg geht und sich Kapital über einen IPO verschafft.

Es ist uns daran gelegen das beste Produkt an so viele Kunden wie möglich zu bringen. Wenn der Weg dahin über eine Partnerschaft vielversprechender ist, würden wir dies in Erwägung ziehen. Die Werte unserer Firma und unseres Produktes müssen in einem solchen Fall definitiv bestehen bleiben. 3,2 Milliarden als Kaufpreis und große Liquidität für weiteres Wachstum machen den Google Deal natürlich attraktiv.“

tado° ist einer der prominentesten Anbieter im Bereich Home-Automation in Deutschland und hat ein dem Nest-Thermostat sehr ähnliches Produkt, so ist das Unternehmen in weiteren Medien zu Wort gekommen, etwa beim Intmag oder wiwo.de.

digitalSTROM – intelligente Vernetzung der heimischen Elektrik

Das Smart Home System von digitalSTROM vernetzt alle Elektrogeräte im Haushalt. (Grafik: digitalSTROM)
Das Smart Home System von digitalSTROM vernetzt alle Elektrogeräte im Haushalt. (Grafik: digitalSTROM)

„Mehr Komfort und ein völlig neues Wohngefühl“ verspricht digitalSTROM seinen Kunden auf seiner Website. Und das alles dank intelligentem Strom. Mit kleinen, Lüsterklemmen-ähnlichen Komponenten, die in die bestehenden Stromkreisläufe integriert werden können, vernetzt das Schweizer Unternehmen alle elektrischen Geräte im Haushalt und macht sie über PC und Smartphone steuerbar. Gestern hat digitalSTROM eine auf Google Now basierende Funktion vorgestellt, mit der Nutzer ihr Smart Home per Sprachsteuerung bedienen können.

Martin Vesper, CEO digitalSTROM:

Welche Auswirkungen hat der Google-Deal auf die Smart Home-Branche? 

„Die Übernahme von Nest durch Google wird die Smart Home-Branche beflügeln. Nicht zuletzt in dem beeindruckend hohen Kaufpreis zeigt sich das enorme Potenzial der Branche. Durch den prominenten Käufer werden sicherlich nun auch andere auf die Entwicklungen im Smart Home-Bereich aufmerksam, die uns vorher noch nicht so auf dem Schirm hatten.“

Siehst du in der Nest-Übernahme eine Bedrohung für euer Geschäftsmodell?

„Nein, eher im Gegenteil. Die Services von Nest gibt es derzeit nicht ohne Grund nur in den USA. Beispiel Thermostat: Das funktioniert momentan über die spezifische Heiz-Infrastruktur im typischen amerikanischen Haus, die über eine Niedervolt-Leitung gespeist und durch ein einzelnes Thermostat reguliert wird. Diese Gegebenheiten gibt es in Europa so nicht. Hier wird jeder Raum einzeln reguliert, es gibt eine Vielzahl an Thermostaten pro Wohnung und Haus. Nest ist ein Service, der in Europa vor allem im Infrastruktur-Bereich nachrüsten müsste. Dadurch ergeben sich für Anbieter wie digitalSTROM eher potenzielle Kooperationsmöglichkeiten als Konkurrenzen.“

War es die richtige Entscheidung von Nest, an Google zu verkaufen?

„Ich bin kein absoluter Nest-Insider, daher halte ich mich hier lieber mit Kommentaren zurück.“

LOXONE – Smart Home über den Miniserver

Hardware-Kern des Loxone Smart Home: Der Miniserver. (Foto: Loxone)
Hardware-Kern des Loxone Smart Home: Der Miniserver. (Foto: Loxone)

Der Smart Home Anbieter Loxone aus Oberösterreich hat sich vorgenommen, zum „Apple der Heimautomatisierung“ zu werden. Hier bei soll der selbst entwickelte Miniserver helfen, über den sich Licht, Beschattung, Heizung, Sprechanlage, Alarm und weitere Haushaltsfunktionen bis hin zu Musik und Sauna zentral kontrollieren lassen. Die Steuerung des Loxone Smart Homes erfolgt über die zugehörige kostenlose Software, auch per Smartphone oder Tablet. Für die Gründer Martin Öller und Thomas Moser ist es wichtig, ein flexibles und erweiterbares System anzubieten, so dass sich für jedes Budget ein Smart Home realisieren lässt.

Florian Wöss, Loxone Management:

Welche Auswirkungen hat der Google-Deal auf die Smart Home-Branche?

„Google hat erkannt, dass der Smart-Home-Markt die Zukunft ist. Der Google/Nest-Deal wird viel Aufmerksamkeit auf das Thema Smart Home ziehen. Davon können alle Anbieter profitieren.“

„Google lebt von Daten. Für uns ist es fraglich, ob der Kunde von der Übernahme profitiert.“

Seht ihr in der Nest-Übernahme eine Bedrohung für euer Geschäftsmodell?

„Nein. Nest verfolgt mit seinem Geschäftsmodell lediglich die Steuerung einzelner Inseln im Eigenheim. Loxone bietet mit der Miniserver-basierten Smart-Home-Lösung eine Komplettlösung für das Eigenheim.“

War es die richtige Entscheidung von Nest, an Google zu verkaufen?

Google lebt von Daten und wird versuchen, mit Nest Daten aus dem Eigenheim zu sammeln. Für uns ist es fraglich, ob der Kunde davon profitiert.

en:key – Selbstlernende Heizregulierung für jeden Raum

Raumsensor und Ventilregler von en:key erlauben die automatisierte Regulierung jedes einzelnen Raumes.
Raumsensor und Ventilregler von en:key erlauben die automatisierte Regulierung jedes einzelnen Raumes.

Der Anbieter en:key unterstützt seine Nutzer beim Sparen von Heizkosten. Das en:key-System besteht aus einem Raumsensor und einem Ventilregler, die in jedem Raum der Wohnung angebracht werden. Der Raumsensor erkennt, ob der Raum genutzt wird und kommuniziert dem Ventilregler per Funk, ob das System auf Komfort- oder Spartemperatur schalten soll. Zusätzlich lernt der Sensor im Zeitverlauf das Heizverhalten der Raumnutzer kennen und passt sich darauf an. Diese selbstlernende Einzelraumregelung wurde 2013 mit dem SmartHome Deutschland Award ausgezeichnet.

Uwe Asbach, Leiter des Geschäftsbereichs beim Dachunternehmen Kieback&Peter:

Welche Auswirkungen hat der Google-Deal auf die Smart Home-Branche?

„Wir gehen davon aus, dass Smart-Home-Lösungen durch den Kauf auch in Europa deutlich bekannter und Smart-Home-Lösungen zu Massenprodukten werden. Mit der Produkteinführung von en:key haben wir festgestellt, dass es der Branche nur dienlich sein kann, wenn Standards gesetzt werden und anwenderfreundliche Konzepte mit hohem Nutzen und hoher Akzeptanz für den Endanwender entstehen. Von daher begrüßen wir es, wenn marktbekannte Unternehmen das Thema aufgreifen.“

Seht ihr in der Nest-Übernahme eine Bedrohung für euer Geschäftsmodell?

„Wir sehen uns in der Arbeit an unserer Produktfamilie en:key bestätigt. Unser System ist dank Energy-Harvesting-Technologie energieautark unterwegs und spart selbstlernend Energie, ohne dass der Nutzer sein Verhalten ändern muss. en:key arbeitet als Standalone-Variante raumweise auf jeden Heizkörper und kann als Effizienzmaßnahme pro Raum nachgerüstet werden. In Verbindung mit Automationstechnologien bietet en:key umfängliche Lösung für ganze Wohnquartiere, Verwaltungs-/Bürogebäude und Schulen. Somit besetzen wir verschiedene Marktsegmente. Wir sehen große Potenziale für Energieeinsparungen im Bereich der smarten Technologien und glauben an ausreichendes Volumen für die Marktteilnehmer. Es zeichnen sich auch zunehmend technische Integrationsprozesse der Angebote ab, so dass sich aus dem Deal auch neue Lösungen entwickeln können.“

War es die richtige Entscheidung von Nest, an Google zu verkaufen?

„Smart Home-Lösungen sind immer im engen Zusammenhang mit Smartphone-Funktionen und Online-Diensten zu sehen. Von daher ist die Verkaufsentscheidung aus Sicht der Beteiligten verständlich, wenn eine ganzheitliche Lösung aus Produkt und Dienstleistung entsteht. Wenn mit diesem Kauf der flächendeckende Durchbruch gelingt, bleibt es allen Branchenpartnern allerdings nicht erspart, sich der Frage des Datenschutzes anzunehmen. Hier gilt es dann, eine qualifizierte Diskussion zu praktikablen Lösungen zu führen und die Bedenken der Betroffenen auszuräumen. Gelingt das nicht, könnte die Markterschließung in Deutschland und Europa mit smarten Online-Technologien ins Stocken geraten.“

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9 Reaktionen
Ralf

Ein Schelm wer schmunzelt, weil KEINER diesen Deal als Bedrohung für sich sieht ;o)

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Onlinemarketing_Agentur

Naja, warum sollte denn jemand sowas als "Bedrohung" ansehen? Alle geben doch eh schon so viel Daten von sich preis, egal ob über Whatsapp, Facebook und Konsorten. - Aber Du hast schon Recht, denn ich frage mich auch wie das in Punkto Datensicherheit aussieht. Weil der Komfort den eine solche Anwendung mit sich bringt, ist schon gigantisch. Wir haben auch so eine smarthome lösung (zwar nur für Elektrogeräte, nicht für Heizung) eigens programmiert...aber wer macht sowas schon. Aber wenn man dann bedenkt, dass uns Google demnächst Angebote für unser Heizverhalten nach Hause schicken kann, ist schon spooky.

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Alexio Vay

Ich weiß nicht, ob ich das ueberlesen habe, aber was ist, wenn der Akku leer ist?

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Yorgi

@Nester für alle schrieb:
"Ein Elektriker vom Stromanbieter meinte mal, er habe damals viele elektrische "intelligente" Stromzähler verbaut und als die Stromwerke dafür nach einem Jahr Geld wollten, wurden die alle gekündigt und durch Normalo-Zähler ersetzt. Vielleicht war das sogar noch rot-grün. Google-News hat ja eine Suchfunktion nach Datum. Da seht ihr mal ob das gut funktioniert. Ich vermutte "intelligente Stromzähler" wäre ein sinniges Suchwort."

Smart Grid / Smart Metering sind die Bezeichnungen, und das ganze wird kommen bzw. wird/ist bei großen Photovoltaikanlagen seit 2013 Pflicht (EEG). Smart Meter werden genutzt um die Einspeisung zu regeln bzw. komplett vom Netz zu nehmen. In privaten Haushalten sollen sie beim Strom sparen helfen, aber bis sie da kommen wird es wohl noch einige Zeit dauern.

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willwach

Wie "Nester für alle" schon schreibt.

Die Dinger müssen einfach viel günstiger werden. Wenn ich sehe das so ein blödes Thermostat 100-200 Euro kosten soll, rechnet sich das bei 10 Geräten gleich mal auf 1000-2000 Euro. Bluetooth LE Sensoren sind auch noch viel zu teuer und vor allem hier in Deutschland sehr selten, wenn überhaupt, zu erhalten.

Wenn die das Zeug endlich günstiger machen, werden die "trägen" Kunden vielleicht zugreifen. Allerdings muss auch ein Nutzen erkennbar sein (außer dem Geekfaktor), der ein Investition für den Kunden sinnvoll macht.

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Nester für alle

Nest ist schlau und wohl auch für desinteressierte User mit Vollkasko-Mentalität wohl sinnvoll nutzbar während andere Systeme zumindest ein Interesse und brauchbar nutzbare Apps brauchen. Wie der Artikel schreibt, haben US-Heizungen aber Faktoren welche hier nicht zum Tragen kommen.
Ein Elektriker vom Stromanbieter meinte mal, er habe damals viele elektrische "intelligente" Stromzähler verbaut und als die Stromwerke dafür nach einem Jahr Geld wollten, wurden die alle gekündigt und durch Normalo-Zähler ersetzt. Vielleicht war das sogar noch rot-grün. Google-News hat ja eine Suchfunktion nach Datum. Da seht ihr mal ob das gut funktioniert. Ich vermutte "intelligente Stromzähler" wäre ein sinniges Suchwort.

Was ich gerne hätte, wären Bluetooth-Sensoren (Licht, Temperatur, ...) welche an die Fritzbox die Daten melden und das Handy oder Fritzbox melden dann am Tablett das die Tür wohl offen steht oder ein Raum kälter ist als die anderen oder das Regen noch 5 Minuten weg sind.
Die Heizgewohnheiten und Anwesenheit der User weltweit auf Cloudservenr lagern braucht man dafür nicht. Man muss nur Wettervorhersagen haben.
Speziell im Frühjahr und Herbst könnte man Tagsüber die Wohnungen mit Wärme aufladen quasi überheizen um nachts nicht oder erst viel später die Heizung einschalten zu müssen. Häuser haben Löcher in den Wänden für die Wäschetrockner. Aber keine Löcher um die Kühlschränke/Tiefkühltruhen mit Aussen-Kälte zu versorgen und Zielwerte wie "4 bis 9 Grad" oder "-10 bis -20 Grad" einzuhalten. Dann bräuchte mein Kühlschrank vielleicht seit November keinen Strom mehr weil es aussen kalt genug war. Man schaltet ja auch nicht das Licht ein wenn die Sonne scheint.

Die Handwerker-Arbeiten an Heizungen oder Elektroanlagen sind so teuer das man hier sowas eher vergessen kann, auch wenn die Sache mit den Lüsterklemmen interessant klingt. Es gibt wohl nicht mal abschaltbare Unterputz-Steckdosen. So muss ich ständig das Kabel der Microwelle rausziehen. Und das Steckernetzteile ständig Strom ziehen obwohl die alle nur 5 bzw. 12 Volt liefern und damit zusammengelegt werden und über den Monitor/TV oder ein einziges Netzteil versorgbar wären, interessiert leider auch niemanden. USB-Steckernetzteile mit mehr als einem Anschluss sind auch selten und für Zigarettenanzünder-Anschlüsse im Auto häufiger anzutreffen als für Steckdose: Tablet, Handy, Kamera will man aufladen wenn man im Hotel oder auf der Arbeit ankommt. Macht 3 USB-Buchsen. Restaurants und Eisdielen und Warteräume (Eisenbahn), Haltestellen haben auch keine USB-Anschlüsse auf den Tischen bzw. Sitzbänken und die Eisenbahn auch nicht.

Bluetooth-Sensoren für 10-15 Euro(2 Stück) bei Lidl/Aldi/... wären sinnvoll. Per USB kontrollierbare Heizungsthermostat-Steuerungen gibts dort schon glaube ich.

Macht mal eine Liste der erfolgreichen Käufe/Projekte von Google:
- dodgeball
- dmoz
- orkut
- wave
- base
- froogle
- google-Wallet
- google-reader
~ google News könnte auch besser sein. Sucht z.B. mal nach Datum ältere Meldungen zu aktuellen Themen oder Personen-Namen.
~ Android ist nicht updatebar und die Handies nur 1-2 Jahre nutzbar. Auf einen Marktanteil wie damals Symbian sollte man nur stolz sein, wenn man besser ist als Symbian. Mit WIn95 und 32 Megabyte RAM konnte man damals (1995!) mehr machen als mit vielen Android-Handies mit 512-1024 MByte RAM, 5-10fache Taktrate, Multicores,....
...
+ Youtube
+ Google Mail
? Google Glass
? Robo-Cars
- Mini-Wifi-Router-Firma gekauft von google. Ganze Länder könnte man billig mit WiFi versorgen während woanders Milliarden für den Breitband-Ausbau von Luxus-Schlössern ausgegeben wird und das Volk vom Internet ferngehalten wird.
~ Nexus-Geräte die ein unteres Preislevel für Geräte mit fairer Ausstattung geben damit die Produzenten nicht abzocken. Die ersten Netbooks kosteten glaube ich auch nur 200 Euro aber stiegen dann auf 300 Euro. Android-Geräte-Preis-Abzocke unterbindet Google durch brauchbare Referenzgeräte zu fairen Preisen. Android selber hingegen ist verbesserungswürdig.

Also welche Google-Käufe sind noch verfügbar ? Na also.
Vielleicht spezialisieren sie sich auch auf B2B-Kunden weil das mehr Kohle bringt.

Bluetooth-Repeater wären auch ganz nett. Dann kann man im Studentenwohnheim im Treppenhaus und Gängen die Türklingeln, fertige Waschmaschine-Notification u.ä. weiterleiten. Nicht jeder hat Luftlinie und Holzwände wo Funk problemlos durchgeht und der Paketbote würde per Bluetooth seine Ankunft melden und man eine dringende Notification am Handy/Smartwatch angezeigt kriegen wenn man z.b. auf Pakete wartet und in einer anderen Wohnung oder im Waschkeller ist.

Wenn diese Lüsterklemmen für 10 Euro zu haben sind, könnte man z.B. Lampen damit einschalten und nie wieder für die Schalter Leitungen legen sondern nur noch mit Klettpunkten Bluetooth-Schalter an die Wände "kleben". Damit die Leute es kaufen braucht man immer noch einen Fallback mit mechanischer Einschaltung an der Lampe selber. Aber man muss die Kabel nicht mehr doppelt legen nämlich zur Lampe und zu den 1-2 Schaltern. Das spart gigantische Kosten. Aber Kabelkanäle werden ja auch nicht systematisch eingebaut. Die Horror-Bauruinen-Häuser aus den TV-Dokumentationen zeigen die Realität des Hausbaus und Horror-Homes from Hell o.ä. Serien gibts auch von England oder USA. Da braucht man über Home-Automatization und CO2-Einsparungen und Heizkosten-Einsparungen gar nicht erst nachdenken.
Miese Software, Miese Häuser,... Kosten überall...

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Jens

Kann mir jemand sagen was diese Nest so teuer und interessant gemacht hat? Es ist nur ein Thermostat und ein Rauchmelder wenn ich das richtig verstehe! Unglaubelich für heutzutage für Hype themen und produkte ausgegeben wird.

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Thomas

Ein US-Unternehmen würde seine Kunden selten der "Trägheit" bezichtigen. Erfolgreiche schon gar nicht - in D fehlen die wirklich kundenorientierten Angebote - die genannten Unternehmen machen alles "richtig" und kommen trotzdem nicht vom Fleck - vielleicht fehlt da bissl die Kreativität und ein wirkliches Problemverständnis.
Kapitalgeber sehen sich diese Kulturen genau an und investieren in die richtigen Typen - mit für den Kunden einsetzbarer Technologie.

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Mario

Zum Glück braucht man den ganzen Schnickschnack nicht, wenn man eine moderne Zentralheizung hat.

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