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Smart-Vehicle-Architecture: Zulieferer Aptiv will das Fahrzeug der Zukunft vereinfachen

Aptivs SVA-Präsentation auf der CES in Las Vegas. (Foto: Aptiv)

Auf der CES in Las Vegas stellt der global operierende Automotive-Zulieferer Aptiv seine Smart-Vehicle-Architecture (SVA) vor. Die soll es Autobauern ermöglichen, Steuerungsintelligenz zu vereinfachen.

Aptivs Idee einer Smart-Vehicle-Architekture, also einer Architektur für intelligente Autos, soll ein Problem lösen, das mit zunehmendem Automatisierungsgrad immer größer werden wird. Schon heute wird für jedes Fahrassistenzsystem im Auto ein Steuergerät mit eigener Software benötigt. Mit der Zahl der Systeme steigt auch die Zahl weiterer Boxen mit zusätzlicher Software. Die Interoperabilität der Boxen untereinander ist nicht der Hauptfokus der jeweiligen Entwickler.

Moderne Fahrzeuge bekommen Komplexitätsprobleme

So entstehen Fahrzeuge mit überkomplexen Steuerungssystemen, die sich teils untereinander stören können, aber jedenfalls Platz wegnehmen und die übergreifende Steuerung des Autos als Gesamtsystem verkomplizieren. Software-Innovation ist in einem solchen Szenario schwerlich zu erwarten.

Aptivs SVA ist ein Ansatz, der das Problem ganzheitlich angehen will und von einem Endausbauzustand ausgeht, anstatt auf ein System immer noch das nächste aufzusatteln. So ist die SVA software-seitig in der Lage, autonomes Fahren bis Level 5 zu unterstützen und dabei erforderliche Elektronik zu integrieren.

Aptivs SVA ist eine Client-Server-Lösung fürs Auto

Auf der Hardware-Seite arbeitet sie nicht mit Boxen für jedes einzelne System, sondern mit sogenannten Zonencontrollern, die Steuerungsaufgaben gebündelt abarbeiten können und ihrerseits wieder von einem Server gesteuert werden. Die Software kommt dabei nicht – wie bisher – ausgehend vom System zum Einsatz, sondern ist ein selbstständiger Stack, in den Systeme integriert werden können.

IT-ler könnten die SVA am ehesten mit einem NoSQL-Datenbanksystem vergleichen, dessen Leistungsfähigkeit einfach durch das Anschließen eines weiteren Rechners statt durch das Aufrüsten des bestehenden Hardwaresystems erhöht werden kann.

Aptiv verspricht eine skalierbare Lösung für jeden Bedarf, die zudem noch Gewicht des Fahrzeugs und Kosten senken soll. Der Software-Stack ist dabei sogar unter der Open-Source-Lizenz freigegeben.

Autohersteller müssten einiges an Kontrolle abgeben

Was Aptiv nun braucht, sind Autohersteller, die sich darauf einlassen, ihre gesamte Fahrzeugsteuerung – oder wie es Aptiv-Chef Kevin Clark formuliert, das „Gehirn und das Nervensystem“ eines Autos – einem externen Anbieter zu überlassen. Hier sehen Experten die größten Probleme.

Das ist Aptiv

Aptiv ist ein weltweit operierender Zulieferer, der aus dem Unternehmen Delphi Automotive hervorgegangen ist und allein in Deutschland rund 2.900 Mitarbeiter, davon 700 in der Wuppertaler Zentrale, beschäftigt.

Das Unternehmen konzentriert sich auf Fahrzeugelektronik, Vernetzung und autonomes Fahren und betreibt seit 2016 eine Teststrecke für autonom fahrende Autos auf öffentlichen Straßen in Wuppertal.

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