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Milliarden-Markt: Das Smartphone-Ökosystem wächst und wächst

(Foto: Apple)

Um das Smartphone ist ein erfolgreiches Ökosystem entstanden. Anbieter von Apps, mobilen Diensten oder Telekom-Provider profitieren von dem Markt. Aber es gibt auch erstmals Probleme.

Das Smartphone hat in Deutschland einen Milliarden-Markt etabliert. Insgesamt werden laut Digitalverband Bitkom in diesem Jahr rund um das Smartphone 33,3 Milliarden Euro etwa mit Datendiensten, Apps und Infrastruktur sowie den Geräte in Deutschland generiert.

Der weltweite Markt mit den intelligenten Telefonen ging laut Zahlen der Marktforschung Gartner im vierten Quartal jedoch erstmals zurück. Mit 408 Millionen Geräten wurden 5,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verkauft. Für den Rückgang gebe es zwei Gründe: Die Upgrades von einfachen Handys auf Smartphones hätten sich verlangsamt, weil sehr günstige Smartphones in guter Qualität fehlten. Außerdem wählten Nutzer, die ihre Smartphones ersetzen, teurere Modelle mit hoher Qualität, die sie länger behalten.

„Noch nie ist in so kurzer Zeit ein so großer Markt entstanden.“ 

Dem Bitkom zufolge entfallen in Deutschland knapp 60 Prozent der Umsätze auf Daten- und Sprachdienste 20 Milliarden Euro). Zehn Milliarden Euro nehmen die Hersteller der Endgräte ein, in die Netzinfrastruktur fließen zwei Milliarden Euro, auf Apps entfallen 1,5 Milliarden Euro. „Wohl noch nie in der Wirtschaftsgeschichte ist in so kurzer Zeit rund um einen einzelnen Gerätetyp ein so großer Markt entstanden“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas.

Smartphone-Umsatz wird 2018 wieder zulegen

Nach Schätzungen des Verbandes wird der Umsatz mit Smartphones in diesem Jahr leicht um 1,9 Prozent zulegen, der Absatz dürfte nur gering um 0,1 Prozent steigen. Der Durchschnittspreis der Geräte liegt demnach bei 426 Euro. „Der Preismix wird breiter“, sagte Haas. Abgesehen von vielen günstigen Einsteiger- und Mittelklassegeräten fänden die führenden Flaggschiff-Modelle ebenfalls ihre Kunden, die für bessere Ausstattung deutlich mehr Geld ausgeben.

Der Nutzungszeitraum eines Smartphones bleibt dabei weiter gering. Jeder zweite Nutzer gab in einer repräsentativen Befragung des Bitkom an, immer das neueste Modell zu kaufen. Sechs von zehn haben demnach ein Gerät, das maximal ein Jahr alt ist. Laut Berechnungen von Gartner führte Samsung weltweit die Liste der größte Smartphone-Anbieter im vierten Quartal 2017 deutlich an (Marktanteil 18,2 Prozent), gefolgt von Apple (17,9 Prozent) und Huawei (10,9 Prozent). Samsungs neues Flaggschiffmodell Galaxy S9, das das Unternehmen auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorstellen will, dürfte die Verkaufszahlen des Konzerns im ersten Quartal 2018 auch weiter antreiben, schätzt Gartner-Analyst Anshul Gupta. Gute Zuwächse verzeichneten derzeit jedoch aktuell nur die chinesischen Anbieter Huawei und Xiaomi. dpa

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