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Tool-Tipp

Diese Enterprise-Bewerbersoftware kostet dich wahrscheinlich keinen Cent

Die Recruiting-Software Smartstart. (Bild: Smartrecruiters)

Der Markt für Bewerbersoftware ist umkämpft, gute Lösungen sind teuer. Jetzt bietet ein namhaftes US-Unternehmen seine Software kostenlos für bis zu 250 Mitarbeiter an.

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren auch vor dem Umgang mit Bewerbern nicht Halt gemacht. Inzwischen wird in fast jedem Unternehmen das komplette Recruiting – von der Talentsuche bis zum Vorstellungsgespräch – über Software abgewickelt. Wer für sein Unternehmen nach einer entsprechenden Lösung sucht, hat eine riesige Auswahl. Personio, Workable oder das kürzlich von Xing aufgekaufte Prescreen sind hier nur einige Beispiele.

Smartrecruiters bietet Software kostenlos an

Gemein ist allen Lösungen allerdings der oft hohe Preis. Hinzu kommt: Durch den Vorstoß von Google und Facebook, jeweils eigene Jobportale zu starten, wird sich der Wettbewerb in den kommenden Monaten wohl noch zusätzlich verschärfen.

Aus diesem Grund hat sich das US-Unternehmen Smartrecruiters zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden: Es bietet seine Human-Resources-Software Smartstart für Firmen komplett kostenlos an – sofern sie nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Insofern dürfte das Angebot vor allem für Startups und KMUs interessant sein.

Was die Bewerbersoftware der Amerikaner kann

Aber was leistet die Software für Personalverantwortliche? Mit Smartstart lassen sich beispielsweise Stellenausschreibungen mit nur wenigen Klicks auf mehr als 200 Jobplattformen wie Monster, Indeed oder Linkedin veröffentlichen. Ebenfalls an Bord ist eine Funktion für das Sharing von Vakanzen in sozialen Netzwerken.

Darüber hinaus können Smartstart-Nutzer die Software auch als eine Art Baukasten für das Aufsetzen einer Karriereseite verwenden. Ein Widget ermöglicht hierzu etwa die Einbindung von Mitarbeitervideos oder Unternehmensinformationen. Da Bewerber ihre Unterlagen direkt durch ein Applicant-Tracking-System hochladen können, stehen Personalverantwortlichen nach Angaben des Unternehmens auch einige Analysefunktionen zur Verarbeitung und Interpretation von Bewerberdaten zur Verfügung. Eine komplette Übersicht der Funktionen findet sich hier.

Und was ist mit dem Datenschutz?

Smartrecruiters ist in San Francisco angesiedelt. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 700 Unternehmen die Software, darunter Visa, IKEA oder Atlassian. Mit Blick auf die bevorstehende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gibt Deutschland-Sprecher Michael Lazik an: „Smartstart wird wie alle Smartrecruiters-Lösungen in Deutschland gehostet und erfüllt die deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen inklusive der ab Mai 2018 in Kraft tretenden DSGVO. Unser Rechenzentrum und unser internen Prozesse sind ISO27001 zertifiziert und erfüllen höchste Anforderungen in Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit“.

Die Wartung der Software sowie das Release-Management erfolge außerdem aus dem Entwicklungszentrum im polnischen Krakau. „Es findet also kein Datentransfer ausserhalb der EU statt“, sagt Lazik auf Anfrage. „Der einzige Fall, in dem ein Datentransfer in die USA nötig wäre, wäre ein Supportvertrag mit 24-stündigem Telefonsupport. Für Smartstart, das sich an kleinere Unternehmen richtet, wird dieser Support generell nicht angeboten, ein Datentransfer in die USA findet also nicht statt.“

Technologie aus Deutschland dabei

Ein Teil der Technologie hinter der Software kommt übrigens aus Deutschland. Im Januar hatte Smartrecruiters das Berliner Human-Resources-Startup Jobspotting für einen Millionenbetrag übernommen. Das von Hessam Lavi, Jan Backes, Manuel Holtz und Robin Haak gegründete Unternehmen verstand sich als eine Art Spotify für Jobs.

Nach Einrichtung eines Nutzerprofils schlug das Online-Portal personalisierte Stellenangebote vor, die sich über die Zeit mithilfe von Nutzerfeedback und selbstlernender Algorithmen kontinuierlich verbesserten. Die Stellenangebote bezog Jobspotting über die Datenbanken gängiger Jobbörsen wie Monster oder Xing.

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