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„Es ist immer noch SEO”: Warum die Panik vor Mobile und Voice Search unbegründet ist

(Foto: SMX / Rising Media)

Mobile First und Sprachsuche gehören auch auf der SMX in München zu den großen Themen, die die Branche umtreiben. Warum deswegen aber niemand ausflippen muss, zeigen die Vorträge von Google-Sprachrohr John Müller und anderen SEO-Experten.

Den Auftakt der diesjährigen SMX in München machte SEO-Experte Greg Grifford mit dem Thema Voice Search und mobile Suche. Direkt im Anschluss widmeten sich Googles Webmaster-Trend-Analyst John Müller und Leslie To, Head of SEO bei 3Q Digital, dem Thema Mobile First.

SEO für Mobile und Voice Search ist nichts neues

SEO-Experte Greg Gifford eröffnete seine Keynote mit einer Bitte: Bloß keine Panik! Wer in den vergangenen Jahren sein SEO-Handwerk verstanden hat, wird auch mit der Umstellung auf den Mobile-First-Index und der Zunahme von Sprachsuchen klarkommen. Denn „mobil“ und „Voice Search“ sind lediglich Arten zu suchen, keine Strategien. Oder wie es Grifford in seiner Keynote ausdrückte: „Das ist derselbe Kram, den ihr seit Jahren macht!“

Da der Google-Index viele Jahre auf Desktop-Seiten beruhte, haben sich Seitenbetreiber und SEO kaum um Mobile geschert – und haben auch entsprechend wenig Ahnung davon. Umso größer ist die Panik durch die Umstellung auf den Mobile-First-Index, der allerdings bereits seit mehreren Jahren angekündigt ist. In Kombination mit mobiler Suche ändert die Sprachsuche die Art, wie Menschen suchen. Daher müssen die bisherigen SEO-Taktiken lediglich an diese neue Art der Suche angepasst werden. Niemand muss dafür die Suchmaschinenoptimierung neu erfinden.

Die Hälfte aller Smartphone-User nutzen bereits Sprachfunktionen auf ihren Geräten. Bis 2020 werden 50 Prozent der Suchanfragen über Voice- oder Image-Search getätigt werden. Da Sprachsuchen aber noch nicht einwandfrei funktionieren, stellen User nur einfache Suchanfragen. Dafür braucht es also simple Antworten. Diese liefern bei vielen Suchanfragen Featured Snippets. Mit Featured Snippets sichert man sich nicht nur in der traditionellen und mobilen Suche guten Traffic, sondern auch in der Sprachsuche. Griffords einfacher Tipp, sich für Featured Snippets zu qualifizieren: „Such bei Google passende Keywords aus deinem Umfeld, bis du eines mit einem Featured Snippet findest. Schau dir die Antwort im Rich Snippet an und schreib eine bessere!“

Zudem sollten sich Websitebetreiber bei der Optimierung für die mobile Suche auf Local SEO konzentrieren. 50 Prozent der mobilen Suchanfragen haben einen lokalen Bezug und 76 Prozent dieser lokalen Suchanfragen führen zum Besuch eines Geschäftes.

Mehr Informationen zu dem Vortrag von Greg Gifford findet ihr in der Präsentation zur Keynote.

John Müller und Leslie To über den Mobile-First-Index

Auch Googles John Müller und SEO-Profi Leslie To widmeten sich in ihrem gemeinsamen Vortrag der Suchmaschinenoptimierung für den Mobile-First-Index. Dabei erklärte John Müller, wie aktuell der Umzug von Seiten in den neuen Index abläuft: Zunächst überprüft der Google-Bot, ob Seiten bereits für den Mobile-First-Index gerüstet sind. Dann werden diese Seiten erneut gecrawlt und die indexierte Version dieser Seite wird durch die mobile Version ersetzt. Schließlich wird die Verbindung zur Desktop-Version hergestellt, sodass den Usern in den Suchergebnissen die passende Variante angezeigt werden kann.

Seiten gelten als bereit für den Mobile-First-Index, wenn:

  • sie den gleichen Inhalt auf der mobilen und der Desktop-Version bieten,
  • ausgehende Links vergleichbar sind,
  • Bilder und Alt-Tags auch in der mobilen Version verfügbar sind,
  • strukturierte Daten und andere Anmerkungen (zum Beispiel hreflang) vorhanden sind und
  • der Server leistungsfähig genug ist (für m.-Seiten).

Seiten, die Responsive Design nutzen und daher nur eine URL für beide Versionen haben, seien mobile-ready. Zwar verwenden auch Seiten mit Dynamic Serving nur eine URL, Seitenbetreiber sollen sie aber trotzdem auf die obengenannten Kriterien überprüfen, so Müller. Seiten, die für die mobile Ausspielung separate m.-URL nutzen, sind möglicherweise auch schon bereit für den Mobile-First-Index. John Müller empfiehlt jedoch einen genauen Check, insbesondere darauf, ob interne Links oder unterschiedliche Sprachversionen ebenfalls sauber und durchgängig auf m.-Seiten verweisen.

Was plant Google als nächstes?

Künftig will Google in weiteren Blogposts mehr Informationen über den Mobile-First-Index für Seitenbetreiber zur Verfügung stellen. Die mobile Indexierung soll dokumentiert werden und einige neue Seiten sollen in den Index umgezogen werden. Zudem werden Webmaster in der Search Console informiert, wenn ihre Seite übertragen wurde.

Mobile-First-Audit: Wie steht es um meine Seite?

Nach dieser theoretischen Einführung gab Leslie To, Head of SEO bei 3Q Digital, eine praktische Anleitung, wie Seitenbetreiber den Stand ihrer eigenen Seite überprüfen können. Mit verschiedenen Tools wie zum Beispiel Screaming Frog oder Botify können Webmaster überprüfen, wie effizient der Google-Bot mobile Seiten crawlt.

Den gesamten Inhalt von Leslie Tos Vortrag könnt ihr in ihrer Präsentation nachlesen.

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Eine Reaktion
Wolfgang Jagsch

Ich sehe da auch kein Problem. Die semantische Suche gibt es schon länger und auch, dass man Fragen von Nutzern in natürlicher Sprache auf der Webseite abbildet und entsprechend mit Anworten textualsiert ist per se nicht Neues. In meiner Praxis als SEO & Texter mache ich eigentlich bereits seit 2016. Ich habe auch einen langen Artikel (www.wortschmied.eu) dazu geschrieben, welcher erklärt auf was es im Detail ankommt.

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