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Getränke, Snacks und mehr – Amazon schmeißt Verlustbringer angeblich raus

(Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Amazon arbeitet Medienberichten zufolge daran, wenig Gewinn versprechende Produkte aus dem Angebot zu nehmen. Zu diesen als Crap bezeichneten Artikeln gehören etwa Snacks und Getränke.

E-Commerce-Riese Amazon stellt sich bei seinem Produktangebot offenbar neu auf. Einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) zufolge sollen Artikel wie Getränkeflaschen, Papierhandtücher oder Snacktüten aus den Regalen entfernt werden. Diese angeblich intern als Crap (Can’t realize a profit) bezeichneten Produkte seien mit Preisen von meist unter 15 US-Dollar zu günstig und dabei zu groß oder zu schwer, um damit nach Abzug der Versandkosten nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften.

Verlustbringer: Amazon will angeblich Crap-Produkte aus dem Angebot nehmen

Einige dieser Produkte will Amazon jetzt laut dem WSJ-Bericht aus dem eigenen Angebot nehmen. Ganz verschwinden werden die Crap-Artikel dann aber nicht, denn Amazon scheint sich auf die Dritthändler auf seiner Plattform zu verlassen. Im besten Fall würden diese den Verkauf der Produkte und damit die offenbar miesen Margen auf sich nehmen, während der E-Commerce-Riese die Vermittlungsgebühr kassiert. Für den Kunden würde Amazon dann immer noch der Anlaufpunkt sein, an dem alle Produkte zur Verfügung stünden.

Ein zweiter Teil der Strategie ist dem WSJ zufolge, dass Amazon sich mit den Herstellern von besonders teuer zu transportierenden Produkten wie schweren Getränkeflaschen auf eine Verringerung der Gebindegrößen oder neue Lieferbedingungen einigen. Mit Coca-Cola soll etwa vereinbart werden, dass die Flaschen direkt von dem Getränkekonzern verschickt und nicht erst in eines der Lagerhäuser von Amazon gebracht werden. Auch mit dieser Maßnahme ließe sich die Profitabilität deutlich erhöhen, heißt es in dem Bericht.

Rundgang in Seattle: Das Amazon-Hauptquartier in Bildern
Amazon-Headquarter, Day One North. (Foto: Jochen G. Fuchs)

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Dritthändler und Hersteller, so schreibt es das WSJ, werden die geänderten Bedingungen aufgrund der Dominanz des Plattformbetreibers wohl ohne große Gegenwehr annehmen. Schließlich seien viele auf Amazons Marketplace als Handelsplattform angewiesen. In den USA etwa werden laut Businessinsider schon mehr als die Hälfte der Amazon-Umsätze auf dem Marktplatz gemacht. Amazon hat sich zu den Berichten bisher nicht geäußert.

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