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35-Minuten-Video: Wie Evan Spiegel vor dem Snap-Börsengang um Aktionäre wirbt

(Foto: Shutterstock)

Snapchat-Betreiber Snap schlägt vor dem angepeilten Börsengang Gegenwind entgegen. In einem 35-minütigen Video wirbt Snap-Chef Evan Spiegel jetzt um die Gunst der potenziellen Aktionäre.

Snap wirbt mit hoher Interaktionsrate

Mark Zuckerberg hat es schon wieder getan – mit dem neuen Status-Feature für Whatsapp hat der Facebook-Boss eine weitere Funktion von Snapchat geklont. Zuvor hatte Snapchat-Betreiber Snap schon Instagram Stories oder das Snapchat-ähnliche Feature „Messenger Day“ im Facebook-Messenger hinnehmen müssen. Gerade vor dem geplanten Börsengang ist das natürlich keine gute Nachricht für Snap. Gründer Evan Spiegel muss auf seiner IPO-Roadshow also noch kräftiger die Werbetrommel rühren. In einem 35-Minuten-Video erklärt Spiegel potenziellen Aktionären, warum sie in Snap-Anteile investieren sollen.

Snap-Gründer Evan Spiegel wirbt in Video um Investoren für den Börsengang. (Screenshot: Snap/t3n)

Einer der wichtigsten Vorteile der „Camera Company“ gegenüber den Wettbewerbern sei es demnach, dass die Beschränkung des Contents auf eine Laufzeit von 24 Stunden die Interaktion erhöhe. 18 Mal pro Tag werde die App im Schnitt von den Snapchat-Nutzern aufgerufen. 60 Prozent nutzten die App jeden Tag, durchschnittlich verbringe jeder Nutzer zwischen 25 und 30 Minuten täglich mit Snapchat. Diese hohe Interaktion sei demnach ein guter Treiber für die Vermarktung. Werber würden außerdem von der jungen Zielgruppe – der Großteil der Snapchat-Nutzer ist zwischen 13 und 34 Jahren alt – angesprochen.

Auf eine unbedingte Steigerung der Nutzerzahlen legt Spiegel eigenen Angaben zufolge nicht allzu großen Wert. Aktuell soll Snapchat rund 158 Millionen Nutzer am Tag haben. Die Zahl der registrierten Nutzer beträgt etwas über 260 Millionen. Allerdings musste Snap in den vergangenen Monaten einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der neugewonnenen Snapchat-Nutzer hinnehmen. im Schlussquartal 2016 kamen gegenüber dem dritten Quartal nur noch fünf Millionen Nutzer hinzu. Im gesamten Jahr lag der Zuwachs aber bei rund 50 Millionen. Kein Wunder, dass Spiegel in der Präsentation angibt, man wolle eine intime Kommunikation der Nutzer untereinander fördern.

Snap peilt Profitabilität an

Ebenfalls ein wichtiges Thema für mögliche Investoren ist die finanzielle Situation. Im vergangenen Jahr musste Snap einen Verlust von 514,6 Millionen US-Dollar hinnehmen, nach einem Fehlbetrag von knapp 373 Millionen US-Dollar im Jahr 2015. Wie Finanzchef Drew Vollero in dem Video erklärt, befinde sich Snap derzeit in einer Monetarisierungsphase, angepeilt werde jetzt die Profitabilität.

Dabei sieht sich Snap gut aufgestellt, weil die technische Infrastruktur an Drittanbieter ausgelagert werde. So zahlt Snap bis Ende 2021 rund eine Milliarde US-Dollar an Amazon kann hier angeschaut werden.

via www.wired.de

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