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Kamerabrille, die Zweite: Snap bringt neue Spectacles-Version

Wasserdichte Spectacles. (Bild: Snap/Spectacles.com)

Die Spectacles lagen nach dem ersten Hype schwer wie Blei in den Regalen. Jetzt nimmt Snap einen neuen Anlauf und bringt eine zweite Generation seiner Kamerabrille.

Schneller, schicker, teurer und wasserdicht: Snapchat-Betreiber Snap hat die zweite Generation seiner Spectacles-Kamerabrillen vorgestellt. Die erste Version hatte sich im vergangenen Jahr von einem Lifestyle-Hype zu einem teuren Flop entwickelt. Es sollen nur 220.000 der Brillen verkauft worden sein, fast 40 Millionen US-Dollar habe Snap aufgrund des Spectacles-Debakels abschreiben müssen. Zudem seien die Kamerabrillen laut Businessinsider nur von der Hälfte der Besitzer länger als einen Monat benutzt worden.

Neue Spectacles: Snap hat große Erwartungen an seine Hardware-Entwicklung

Warum also jetzt eine neue Version? Wahrscheinlich, weil Snap sich viel von der Hardware erwartet. Lifestyle-Geräte wie Kamerabrillen lassen sich im besten Fall mit hohen Gewinnmargen verkaufen und sind – anders als Software – nicht so leicht zu kopieren, wie Casey Newton vom US-Techportal The Verge erklärt. Demnach habe Snap im Rahmen der Entwicklung der neuen Spectacles-Generation mit Kunden gesprochen und auch die Beschwerden seiner eigenen Mitarbeiter berücksichtigt.

Herausgekommen ist eine Kamerabrille, die sich auf den ersten Blick nicht groß von ihrer Vorgängerin unterscheidet. Aber sowohl die Brille selbst als auch die Aufbewahrungshülle sind deutlich schmaler und kleiner. Darüber hinaus ist die Geschwindigkeit, mit der die Bilder zwischen Spectacles und Smartphones übertragen werden, um das Drei- bis Vierfache beschleunigt worden. Allerdings, so bemängelt Newton nach einer ersten In-Augenscheinnahme sei das WLAN-Netzwerk der Brille weiterhin verbesserungsbedürftig.

Neue Spectacles von Snap: Schmaler, leistungsfähiger und wasserdicht. (Bild: Spectacles.com)

Die dritte größere Neuerung bei der neuen Generation von Snaps Kamerabrille ist, dass die Spectacles jetzt wasserdicht sind. Nutzer können damit jetzt also in den Pool hüpfen oder im Meer planschen. Die Hülle, die auch als Ladegerät dienst, ist zumindest gegen Spritzwasser geschützt. Ebenfalls interessant: Die Spectacles können jetzt Videos und Bilder aufnehmen. Es gibt ein zweites Mikrofon und die Brille hält länger mit einer Akkuladung durch.

In Deutschland kosten die neuen Spectacles jetzt 174,99 statt zuvor 149,99 Euro. Verkaufsstart hierzulande ist der 3. Mai. Die zweite Version der Snap-Kamerabrille wird jedenfalls wohl nicht die letzte sein. Denn laut Informationen der Website Cheddar soll Snap an einer teureren Version der Brille arbeiten, die dank zwei eingebauten Kameras dreidimensionale Effekte erlauben soll. Snap-Chef Evan Spiegel hat am Mittwoch gegenüber Wired noch einmal bekräftigt, dass sein Unternehmen weiterhin Software und Hardware entwickeln werde.

Interessant in diesem Zusammenhang: Jurist Thomas Schwenke – „Bei der Rechtslage heute werden sich AR-Brillen nicht durchsetzen“

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