Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Snapchat will Anfang 2017 an die Börse

Snapchat-Gründer Evan Spiegel. (Foto: Snapchat)

Als Snapchat vor drei Jahren ein Milliarden-Angebot von Facebook ausschlug, wirkte das wie jugendlicher Übermut. Doch jetzt steht laut einem Medienbericht ein Börsengang mit vielfach höherer Bewertung an.

Das Startup hinter der populären Foto-App Snapchat plant laut einem Zeitungsbericht einen Börsengang für kommendes Frühjahr. Das Unternehmen solle dabei mit 25 Milliarden Dollar oder mehr bewertet werden, schrieb das Wall Street Journal am Donnerstag. Derzeit würden die Unterlagen für die Platzierung vorbereitet, ein möglicher Termin sei Ende März, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Snapchat wurde vor allem bekannt mit Fotos, die von selbst verschwinden, wenn sie angesehen wurden. Inzwischen entwickelte sich die App immer mehr zu einer Plattform für Medieninhalte. Nach früheren Informationen kommt sie auf rund 150 Millionen Nutzer täglich. Das Startup hinter der App benannte sich jüngst von Snapchat in Snap um und kündigte eine Sonnenbrille mit Kamera für 129 Dollar an, die allerdings nur eingeschränkt vertrieben werden solle.

Ist Snapchat profitabel?

Die 25 Milliarden Dollar wären ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Bewertung von 17,8 Milliarden bei der vergangenen Finanzierungsrunde im Mai, schrieb die Zeitung. Das Unternehmen habe den Umsatz von 60 Millionen Dollar 2015 auf über 350 Millionen in diesem Jahr gesteigert und peile für 2017 die Milliarden-Marke an. Zugleich sei unklar, ob Snap profitabel sei. Das Geld kommt vor allem aus Werbung in der Snapchat-App.

Für den 26-jährigen Mitgründer und Chef von Snap, Evan Spiegel, wäre ein Börsengang mit dieser Bewertung ein Triumph: Ende 2013 hatte er ein Übernahmeangebot von Facebook ausgeschlagen. Laut Medienberichten ging es damals lediglich um drei Milliarden Dollar.

Das Klima für Internet-Börsengänge ist schon seit dem vergangenen Jahr mau. Einige wurden abgesagt, andere Startups warten länger. Manche, wie der Mobil-Bezahldienst Square, nahmen eine Bewertung unter der aus vorherigen Finanzierungsrunden in Kauf. Anleger sind skeptischer geworden, nachdem anfängliche Börsenlieblinge, wie der Kurznachrichtendienst Twitter, das Rabatt-Portal Groupon oder die Spielefirma Zynga, die Erwartungen nicht erfüllten. Außerdem sitzt das Geld der Investoren weniger locker als noch vor einigen Jahren. dpa

Mehr zu SnapchatGlänzende Nutzungsdauer, viel Wachstum – was das aktuelle Snapchat-Zahlenwerk verrät

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst