Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Snapchat-CEO Evan Spiegel gönnt sich ein Online-Magazin

(Bild: Snapchat)

Snapchat-CEO Evan Spiegel und Social-Media-Kritiker Nathan Jurgenson wollen noch in diesem Monat ein eigenes Debatten-Magazin veröffentlichen. Spiegel folgt damit den Beispielen von Jeff Bezos und Pierre Omidyar, die sich ebenfalls ins Mediengeschäft gewagt haben.

Evan Spiegel mischt mit Snapchat das Social-Media-Business gehörig auf. Laut Analysen wird sein Unternehmen inzwischen sogar wertvoller eingeschätzt als die Deutsche Bank. Wer so erfolgreich am Markt ist, versucht natürlich auch weitere Geschäftsfelder und Projekte in Angriff zu nehmen. Das neueste Projekt des Snapchat-CEOs ist ein Online-Magazin, das sich mit Themen rundum Technologie und Gesellschaft beschäftigen wird. Einen Namen hat das Projekt auch schon: „Real Life“ ist im Begriff zu entstehen.

Snapchat-CEO will noch in diesem Monat ein eigenes Debatten-Magazin veröffentlichen

Snapchat will noch in diesem Monat ein eigenes Debatten-Magazin veröffentlichen. (Screenshot: Reallifemag.com
Snapchat will noch in diesem Monat ein eigenes Debatten-Magazin veröffentlichen. (Screenshot: Reallifemag.com

Unter Reallifemag.com lässt sich dazu seit gestern einiges erfahren. Der Snapchat-Mitarbeiter und Social-Media-Kritiker Nathan Jurgenson trägt die Verantwortung für das Projekt und schreibt, dass das Magazin noch in diesem Monat online gehen und Essays, Kommentare und Erzählungen veröffentlichen wird, die sich mit Technologie im Alltag beschäftigen. Jurgenson beschreibt das Vorhaben mit seinen eigenen Worten so:

I’ve argued that „online“ and „offline,” like „body” and „mind,” aren’t like two positions on a light switch—a perspective I’ve called digital dualism. Instead, all social life is made of both information and material; it’s technological and human, virtual and real. Together with friends and colleagues, I’ve theorized an experience of the internet based less in cyberpunk and more in body horror—and not just horror but other things too, like joy. With Real Life — which will launch right here on June 27 — we will be building on that perspective.

In der Ankündigung erklärt der Projektleiter, dass man keineswegs vorhabe, eine weitere News-Seite mit Gadget-Reviews und Branchen-Gossip zu sein. „Real Life" will einen Artikel pro Woche veröffentlichen, der sich ausführlich mit technologischen Entwicklungen beschäftigt. Zudem schließt Jurgenson nicht aus, mit anderen Medien und Formaten zu kooperieren und betont, dass die Redaktion unabhängig von Snapchat agieren wird. Mit an Bord sind einige renommierte Journalisten wie Rob Horning, Alexandra Molotkow, Sarah Nicole Prickett und Soraya King.

Dass sich Tech-Unternehmer mit aufkommenden Erfolg ins Mediengeschäft wagen, ist nicht neu. 2013 kaufte beispielsweise Amazon-Gründer Jeff Bezos die Washington Post für 250 Millionen US-Dollar. Der eBay-Gründer Pierre Omidyar finanziert dagegen „The Intercept", das von den Enthüllungsjournalisten Laura Poitras, Glenn Greenwald und Jeremy Scahill betrieben wird.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst