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Milliardenmarkt Gaming: Snapchat könnte bald zur Spieleplattform werden

An der Börse läuft es für Snap nicht wirklich gut. (Foto: dpa)

Einem Medienbericht zufolge soll Snapchat noch in diesem Jahr zur Spieleplattform ausgebaut werden. Nutzer sollen dann Videogames direkt in der Social-Media-App spielen können.

Snapchat könnte schon im Herbst 2018 um Videospiele erweitert werden. Das berichtet die US-Publikation The Information unter Berufung auf zwei Insider. Die Betreiberfirma Snap soll bereits mit mindestens einem Spiele-Publisher kooperieren, der Videogames für Snapchat entwickeln soll. Die Spiele könnten dann direkt in der Social-Media-App gespielt werden. Das wiederum könnte Nutzer dazu anhalten, Snapchat länger zu verwenden. Darüber hinaus könnte sich Snapchat dadurch besser von Instagram absetzen. Das zum Facebook-Konzern gehörende Bildernetzwerk hatte in den vergangen Jahren viele Snapchat-Funktionen kopiert.

Einem Bericht von Business Insider zufolge hat Snap schon 2017 das gleichnamige Startup hinter der Game-Engine Playcanvas erworben. Die Engine ist für eher leistungsschwache Hardware optimiert und könnte als Basis für zukünftige Snapchat-Games dienen. Snap selbst wollte sich zu dem Bericht von the Information bislang nicht äußern. Mit den sogenannten Snappables bietet Snapchat aber bereits seit April 2018 Augmented-Reality-basierte Mini-Spiele an.

Mobile Games machen die Hälfte der Videospielumsätze aus

Einer Schätzung des auf den Gaming-Bereich spezialisierten Marktfoschungsunternehmens Newzoo zufolge werden mit Mobile Games im Jahr 2018 mehr als 70 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das entspricht 51 Prozent der prognostizierten Umsätze der gesamten Videospielbranche. Für Snapchat könnte das Modell des chinesischen Internet-Konzerns Tencent ein Vorbild sein. Das Unternehmen macht fast 40 Prozent seiner Umsätze mit dem Verkauf virtueller Güter in Spielen, die über die zum Konzern gehörende Messaging-App Wechat gespielt werden. Tencent hält etwa zwölf Prozent der Snap-Anteile.

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