News

Snapchat: Deutlicher Nutzerzuwachs dank Fotofilter-Funktionen

Instagram gegen Snapchat: Das Rennen der bildorientierten Social-Media-Netzwerke bleibt spannend. (Foto: Shutterstock)

Erst galt Snapchat als das „nächste große Ding“ im Social Media, dann blieb das Netzwerk als Verlierer hinter der Konkurrenz von Instagram zurück. Doch jetzt meldet sich die Foto-App zurück mit einem deutlichen Zuwachs der Nutzerzahl.

Die Foto-App Snapchat kann nach einer langen Zeit der Stagnation wieder deutlich mehr Nutzer anlocken. Im vergangenen Quartal nahm die Zahl täglich aktiver Nutzer innerhalb von drei Monaten von 190 auf 203 Millionen zu, wie aktuelle Zahlen der Betreiberfirma Snap zeigen. Es war der stärkste Anstieg seit dem Snap-Börsengang vor zwei Jahren. Im vergangenen Jahr hing die Nutzerzahl dagegen unter 190 Millionen fest und löste bei Investoren massive Sorgen um die Zukunftsaussichten von Snapchat aus.

Den Umsatz steigerte Snap im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 388 Millionen US-Dollar (346 Millionen Euro). Unterm Strich gab es weiterhin rote Zahlen – der Verlust lag mit knapp 255,2 Millionen Dollar aber deutlich unter dem Vorjahresminus von 353,3 Millionen. Anleger honorierten die Fortschritte mit einem Kurssprung von mehr als neun Prozent im nachbörslichen Handel.

Fotofilter kommen bei Snapchat-Nutzern gut an

Gestartet ist die App seinerzeit mit einem Feature, das vor allem bei jüngeren Nutzern beliebt war: Fotos, die nach einer vorgegebenen Zeit verschwinden – gerade in den sozialen Netzen, die bekanntlich nichts vergessen, eine willkommene Eigenschaft. Doch Instagram als Facebook-Dienst hatte in den letzten Jahren den besseren Lauf, hat zahlreiche Funktionen und Ideen selbst umgesetzt und damit Snapchat zugesetzt. Auch der Versuch, Snapchat für ältere Nutzer anzupassen, schlug fehlt (eine Idee, die auch das Kurzvideo-Portal Tiktok wieder versucht – Ausgang des Experiments noch offen).

Dass Snapchat nun wieder deutliche Zuwachsraten vermelden kann, könnte unter anderem damit zu tun haben, dass man endlich die Dauer-Probleme bei der Android-App beheben konnte. Nach Angaben des Unternehmens gingen sie aber zu großen Teilen auch auf die Einführung neuer Foto-Filter zurück. (mit Material von dpa)

t3n meint:

In Nordamerika steigerte Snapchat die Nutzer-Zahl von 80 auf 83 Millionen, in Europa von 61 auf 64 Millionen und im Rest der Welt noch einmal deutlicher von 49 auf 56 Millionen. Ist das bereits ein Grund zum Jubeln? Eher nicht. Allenfalls ein Grund zum Aufatmen, denn es ist ein Indiz dafür, dass man auf einem guten Weg ist, aber (die aktuelle Bewertung des Unternehmens außen vor gelassen) noch kein Grund, daran zu glauben, dass Snapchat langfristig geschäftlich erfolgreich ist. Und nur wenn man es schafft, bei den Werbekunden zu punkten, wird das die erhofften Erlöse bringen. Doch hier hat Instagram mit Facebook im Rücken derzeit klar die Nase vorn – schon aufgrund der höheren Nutzerzahlen und den individuelleren Möglichkeiten bei der Auslieferung.

Tobias Weidemann

Das könnte dich auch interessieren:

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung