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Snapchat enttäuscht auf ganzer Linie – Aktie stürzt ab

Snap-Logo auf der Börse in New York zum IPO. Die Snap-Aktie kommt unter die Räder.

Snapchat hat Anleger auch mit dem zweiten Quartalsbericht nach ihrem Börsengang enttäuscht. Für die Aktie gab es nachbörslich keinen Halt mehr.

In den drei Monaten bis Ende Juni nahm der Verlust verglichen mit dem Vorjahreswert von 116 Millionen auf 443 Millionen US-Dollar (376 Mio Euro) zu, wie Snap am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stieg zwar um über 150 Prozent auf 182 Millionen Dollar, blieb damit aber unter den Prognosen der Analysten. Die Aktie stürzte nachbörslich um über zehn Prozent ab.

Auch das Nutzerwachstum konnte Investoren nicht überzeugen. Die Zahl der täglich aktiven User kletterte auf 173 Millionen, was einem Anstieg um 21 Prozent im Jahresvergleich und um vier Prozent verglichen mit dem Vorquartal entspricht. Snapchats Muttergesellschaft Snap war Anfang März mit großem Rummel in New York an die Börse gegangen, seitdem ist der Kurs aber stark gesunken. Die kalifornische Firma wird heftig vom Rivalen Instagram aus Mark Zuckerbergs Facebook-Imperium attackiert.

Snap-Aktie seit Juli unter Ausgabekurs

Im Juli war die Snap-Aktie erstmals unter den Ausgabepreis des Börsengangs Anfang März gefallen. Die Aktie war von Investoren vor dem Börsendebüt für 17 Dollar verkauft worden und zunächst bis an die Marke von 27 Dollar gestiegen. Nachbörslich wurde die Aktie am Donnerstag nur noch zu rund 12 Dollar gehandelt.

Daily Active Users von Snapchat und Instagram Stories im Vergleich (Quelle: Statista)

Anleger machen sich Sorgen, dass Snap im harten Konkurrenzkampf mit dem großen Rivalen Facebook Federn lassen könnte. Die zuvor steile Wachstumskurve knickte ein, als Facebook anfing, in großem Stil Elemente von Snapchat nachzuahmen – wie etwa die Stories-Funktion, bei der Nutzer für 24 Stunden Bilder mit ihren Freunden teilen können.

Facebooks Fotodienst Instagram verkündete im Frühjahr, dass ihr „Stories“-Klon auf über 200 Millionen User kommt – also mehr als bei Snapchat selbst. Instagram legte auch ein ganz anderes Wachstumstempo vor: Die App gewann zwischen Dezember 2016 und April dieses Jahres 100 Millionen Nutzer hinzu und kommt jetzt auf 700 Millionen. dpa/sdr

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2 Kommentare
Sven Eisenberg
Sven Eisenberg

Dann sollte aber Instagram auch die allzu beliebten Filter aus Snapchat clonen oder wie wäre es einfach mit dem klassischen Weg es aufzukaufen. So wie ich es von meinen jüngeren Kollogen kenne, nehmen diese sich gern auf Snapchat auf und posten ihre Fotos auf allen Plattformen. Vielleicht wäre eine Umrüstung der App sinnig in dem Sie sich mehr auf ihre Filter konzentrieren.

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Timo
Timo

Zuckerberg wollte Snapchat ja kaufen – lange bevor die an die Börse gegangen sind… Bei Snapchat wollte man das nicht (vielleicht waren noch nicht genug Nullen hinter dem Betrag), dann hat Instagram teile von Snapchat geklont.

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