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Wie snappt Deutschland? Das sind die Ergebnisse der ersten großen Snapchat-Befragung

Wie snappen eigentlich die Deutschen? Dieser Frage ist ein Team der Hochschule Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Digitalagentur Whylder nachgegangen. Werbungtreibende dürfen sich freuen.

Filter haben großes Potenzial

Snapchat-Nutzer interessieren sich vor allem für die Inhalte ihrer Freunde und von Prominenten. So könnte man die Ergebnisse der Studie in etwa zusammenfassen. Von den insgesamt 1.610 befragten Personen geben 55 Prozent an, bis zu zehn Prominenten auf Snapchat zu folgen. Knapp jeder Vierte konsumiert sogar Inhalte von bis zu 20 Prominenten, vor allem die US-Amerikanerin Kylie Jenner gilt unter den Nutzern als sehr beliebt, gefolgt vom deutschen Model Stefanie Giesinger. Unternehmen haben es dagegen deutlich schwerer, mit ihren eigenen Snapchat-Kanälen Nutzer zu erreichen. 81,8 Prozent der Befragten geben an, keinem einzigen Unternehmens-Account zu folgen. Wenn doch, dann sind Fanta Deutschland, Adidas und Nike die beliebtesten Marken-Accounts.

Doch den Studienergebnissen zufolge können Werbungtreibende dennoch aufatmen: Sogenannte „Sponsored Lenses“, also von Unternehmen gekaufte Filter, haben großes Potenzial. Knapp die Hälfte der Befragten haben schon mal gesponserte Lenses genutzt, heißt es. Und auch gesponserte Geofilter – also werbliche Filter, die nur in bestimmten Örtlichkeiten abrufbar sind – hat bereits jeder dritte Snapper verwendet. Beide Werbeformen werden übrigens – zur großen Freude der Werbungtreibenden – kaum als störend empfunden (85,4 Prozent beziehungsweise 86,1 Prozent).

„Beim Snapchat-Marketing wird die Kreation von interaktiven Werbeformen immer wichtiger, um wahrgenommen zu werden“, meint Oguz Yilmaz, ehemaliges Mitglied der Youtube-Gruppe Y-Titty und heute Geschäftsführer von Whylder. Die Digitalagentur hat für die Hochschule Düsseldorf unter anderem bei der Fragebogenkonstruktion geholfen.

Erfolgschancen für Influencer-Marketing auf Snapchat

Wenn von Social Media und Snapchat die Rede ist, darf natürlich das derzeitige Hype-Thema Influencer-Marketing nicht fehlen. Auch hier gibt die Studie den Werbungtreibenden grünes Licht und bescheinigt der Werbeform durchaus Erfolgschancen. 16,3 Prozent der Befragten sagen demnach, dass sie durch die Empfehlung eines anderen Snapchatters erst auf eine Marke oder ein Unternehmen aufmerksam wurden. 5,7 Prozent geben an, dass sie durch die Empfehlung eines Influencers ein Produkt gekauft haben.

Ernüchternd für Medienmarken: Der Discover‐Bereich, in welchem bislang fast ausschließlich US‐amerikanische Medienmarken ihre Inhalte bereitstellen, ist für deutsche Snapchatter bis dato uninteressant. 84,4 Prozent benutzen Discover nie beziehungsweise selten. Ein Drittel derer, die Discover bislang nicht nutzen, würde diesen Bereich jedoch verwenden, wenn es deutsche Inhalte geben würde.

Befragt wurden die 1.610 Teilnehmer in den letzten zwei November-Wochen des vergangenen Jahres. Die Studienmacher erheben mit ihren Ergebnissen eigenen Angaben zufolge jedoch keinen Anspruch auf Repräsentativität. Können sie auch nicht, da man die Grundgesamtheit der Snapchat-Nutzer in Deutschland nicht kenne, heißt es. Rekrutiert wurden die Befragten über die in der Wissenschaft durchaus gängige Schneeballauswahl. Sie dient dem Auffinden von Personen in vergleichsweise kleinen Personen- und Nutzerkreisen. Die Mehrheit der Stichprobe war weiblich (70,9 Prozent) und 14 bis 19 Jahre alt (65,7 Prozent).

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