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Whistleblower Snowden: „Obama soll mich begnadigen“

(Screenshot: theguardian.com)

Bevor US-Präsident Barack Obama im Januar 2017 seinen Hut nimmt, solle er ihn noch begnadigen, fordert Edward Snowden. Schließlich habe er „moralisch und ethisch“ richtig gehandelt.

Drei Jahre Russland: Snowden will nach Hause

Mehr als drei Jahre ist es jetzt her, dass der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden durch die Veröffentlichung eigentlich streng geheimer Informationen die massenhafte Überwachung des Internets durch Geheimdienste offenlegte. Ebenfalls seit 2013 lebt Snowden in Russland und musste sich zuletzt sogar mit Beschuldigungen konfrontiert sehen, er könnte ein russischer Spion sein. Aber der Whistleblower will nach Hause in die USA – und Noch-Präsident Barack Obama soll dafür sorgen.

Whistleblower Edward Snowden im Guardian-Interview. (Screenshot: theguardian.com)
Whistleblower Edward Snowden im Guardian-Interview. (Screenshot: theguardian.com)

Dass er die Massenausspähung vor allem durch US- und britische Geheimdienste öffentlich gemacht habe, sei „moralisch und ethisch“ richtig gewesen, argumentiert Snowden in einem Videointerview mit der britischen Zeitung The Guardian. Die Menschen hätten von den Enthüllungen profitiert, und es gebe keine Beweise, dass Menschen dadurch zu Schaden gekommen seien – im Gegenteil: Die Gesetze in den USA seien in eine positive Richtung verändert worden.

Snowden-Kampagne für Obama-Begnadigung

Die Verletzung geltenden Rechts habe er hinnehmen müssen, da es Dinge gebe, die einfach notwendig seien, wie eben die Veröffentlichung der in ihrem Ausmaß zum damaligen Zeitpunkt für viele fast unvorstellbaren Informationen. Dafür gebe es ja das Instrument der Begnadigung durch den US-Präsidenten. In den USA drohen Snowden wegen Spionage 30 Jahre Haft. Dort haben Snowden-Unterstützer und der Anwalt des Whistleblowers jüngst eine Kampagne gestartet, in der sie Obama auffordern, Snowden zu begnadigen.

Dies erscheint jedoch unwahrscheinlich, auch wenn viele US-Präsidenten zum Ende ihrer Amtszeit teils überraschende Begnadigungen erlassen hätten, schreibt der Guardian. Allerdings hatte Obamas früherer Generalstaatsanwalt Eric Holder zuletzt die Pro-Snowden-Bewegung unterstützt, indem er Snowdens Enthüllungen als Dienst für die Öffentlichkeit bezeichnet hatte. Auch der am Freitag in den US-Kinos startende Snowden-Film von Regisseur Oliver Stones könnte zusätzliche Unterstützung in der Bevölkerung bringen. Allerdings hat Snowden in den USA auch viele Gegner, die die Enthüllungen als Verrat an dem Staat ansehen.

Auch interessant: Edward Snowden: „Verschickt weiter Penis-Fotos“

via derstandard.at

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2 Reaktionen
lola

Und Kim (dotcom) Schmitz gleich mit, der hat schließlich für weltweite Unterhaltung gesorgt, bzw. besorgen lassen.

Werner

Ich fürchte..selbst wenn er zurück darf oder in G Asyl bekäme würde er das nicht lange überleben. Er würde permanenten Personenschutz benötigen. Ich habe hohen Respekt vor Ihm und seinem persönlichen Risiko.

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