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So bewerben sich Deutsche: Laptop hui, Smartphone pfui

Deutsche nutzen selten Apps bei der Bewerbung. (Foto: Shutterstock-Vlad Teodor)

Um einen neuen Job zu finden, bietet die Digitalisierung den Deutschen viele Möglichkeiten. Einigen Optionen stehen sie sehr offen gegenüber, andere nutzen sie nur zögerlich. 

Obwohl die Deutschen die Digitalisierung oft skeptisch betrachten, stehen sie einer Sache erstaunlich offen gegenüber: Die Rede ist vom digitalisierten Bewerbungsprozess. Zu dem Urteil kam erst kürzlich Respondi. Laut dem Marktforschungsunternehmen sehen 60 Prozent der Deutschen keinen Unterschied zwischen einer digitalen und einer analogen Bewerbung. Und selbst unter den Menschen, die die Digitalisierung vornehmlich kritisch sehen, stehen 57 Prozent den neuen Bewerbungsverfahren vorurteilsfrei gegenüber. Eine aktuelle Studie von Manpower Group stimmt jetzt ein und zeichnet auch ein tiefergehendes Bild davon, wie die Deutschen sich digital bewerben. Für die Untersuchung wurden knapp 18.000 Arbeitnehmer in 24 Ländern befragt.

So bewerben sich die Deutschen: Bewerber nutzen selten Apps

Am liebsten nutzen die Bundesbürger den Desktop-PC oder den Laptop für die Bewerbung. Satte 80 Prozent von ihnen suchen so nach neuen Jobs und verschicken ihre Anfragen. Weltweit gesehen liegen die Deutschen damit über dem Durchschnitt von 72 Prozent. Anders sieht das auf dem Smartphone aus. Obwohl die Menschen sich gerne online bewerben, nutzen sie dafür vergleichsweise selten ihr mobiles Endgerät. Nur zehn Prozent würden eine App bei der Jobsuche verwenden. Um sich zu bewerben, würden sogar nur acht Prozent auf eine Smartphone-Anwendung zurückgreifen. Zum Vergleich: Bei der Suche führt Großbritannien mit 25 Prozent das Ranking an, bei der Bewerbung steht Indien mit 38 Prozent an der Spitze.

Auch sozialen Netzwerken stehen die Deutschen ambivalent gegenüber. Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Jobanzeigen auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen kaum beim Nutzer auf Beachtung stoßen. Nur jeder Fünfte hat bereits auf eine Stellenausschreibung in einem sozialen Netzwerk geklickt, heißt es in der Studie. Weltweit greifen in etwa 30 Prozent auf Facebook und Co. zurück. Sobald sich Bewerber jedoch für ein Unternehmen interessieren, ziehen sie die Unternehmensseiten gerne zur Recherche hinzu. Um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren, greifen zwölf Prozent der Deutschen auf soziale Netzwerke zurück. Damit ist der internationale Durchschnitt von elf Prozent knapp überschritten.

Bei einer Sache sind sich sowohl die Deutschen als auch Bürger anderer Staaten ziemlich einig. Ein Vorstellungsgespräch sollte im besten Fall vìs-a-vìs stattfinden. Mit 63 Prozent legt der Großteil der Deutschen einen gesteigerten Wert auf ein persönliches Gespräch mit dem Personaler eines Unternehmens. Auch international stimmen die Menschen da ein. Weltweit finden 62 Prozent der Jobsuchenden es wichtig, dass der Bewerber und der potenzielle Arbeitgeber sich treffen und direkt miteinander sprechen. Ein Bewerbungsgespräch per Video-Chat können sich hingegen nur sieben Prozent der Deutschen und acht Prozent der Menschen weltweit vorstellen. Der Wert dürfte für HR-Abteilungen ein deutliches Zeichen sein.

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