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Sobooks: Sascha Lobos Idee des sozialen Buchs

Auf der Frankfurter Buchmesse hat Sascha Lobo den von ihm mitgegründeten Verlag Sobooks vorgestellt. In Zusammenarbeit mit großen Verlagen will man Lesern das soziale Buch präsentieren.

Sobooks: Hinter dem Konzept des sozialen Buches stehen Sascha Lobo, Christoph Kappes, Oliver Wagner und Oliver Köster. (Bild: Matthias Bauer / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Sobooks: Hinter dem Konzept des sozialen Buchs stehen Sascha Lobo, Christoph Kappes, Oliver Wagner und Oliver Köster. (Foto: Matthias Bauer / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Sobook steht für „Social Books“ und beschreibt so schon im Namen, wohin die Reise nach Meinung des Bloggers und Journalisten Sascha Lobo gehen soll. Die Mischung aus E-Book-Handlung und sozialem Lesernetzwerk will dabei nichts Geringeres als unsere Lesegewohnheiten umkrempeln. Zum Start sollen Lesern etwa 20 Bücher zur Verfügung stehen, die allesamt von anderen Verlagen stammen, die zu diesem Zweck eine Kooperation mit Sobooks eingegangen sind. Zu ihnen sollen unter anderem Random House, Hoffman & Campe und Rowohlt gehören.

Sobooks: Werke werden direkt im Text von den Lesern kommentiert

Gedruckte Werke wird es von Sobooks allerdings nicht geben. Die Texte stehen den Lesern auf einer Webseite zur Verfügung, wo sie auch kommentiert werden können. Solche Kommentare können direkt an die Stellen eines Buches gesetzt werden, auf die sie sich beziehen. Auch lassen sich einzelne Seiten und somit die Kommentare verlinken. Andere Leser können so ohne großen Aufwand zu einer Diskussion eingeladen werden. Damit Leser nicht an die Web-Oberfläche gebunden sind, sollen alle gekauften Bücher aber auch als EPUB oder PDF zum Download bereitstehen. Wer einen klassischen E-Book-Reader bevorzugt, kann den also auch nutzen. Außerdem soll es aber auch Apps für iOS und Android geben.

Neben klassischen Verkaufscharts kann man sich bei Sobooks auch die Bücher anzeigen lassen, bei denen die größte soziale Interaktion stattfindet. Über eine Heatmap kann man sich außerdem in einem Buch anzeigen lassen, welche Seiten eines Buchs besonders heftig diskutiert werden. Gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit sagte Lobo, das Konzept hinter Sobooks mache seiner Meinung nach auch Raubkopien der Bücher uninteressanter, da der öffentliche Diskurs auf der Webseite direkt im Buch stattfinde.

Sobooks integriert soziales Lesen und Crowdfunding

Einen weiteren Unterschied zu anderen E-Book-Anbietern sieht Lobo in dem Umstand, dass es bei Sobooks sehr einfach werden soll, Bücher zu verschenken. Dazu reiche die Angabe des Namens und die E-Mail-Adresse des Beschenkten. Spannend für Autoren ist auch eine Art integrierter Crowdfunding-Funktion. Als Schriftsteller kann man auf der eigenen Profilseite auf Sobooks sein nächstes Buch ankündigen. Die Leser können dieses noch im Einstehungsstadium zu einem vergünstigten Preis vorbestellen und unterstützen so den Autor schon vorab.

Unter dem Namen Cobooks wollen die Macher außerdem gemeinfreie Werke verkaufen, die um Kommentare von bekannten Autoren erweitert wurden. Vermarktet werden sollen diese und alle anderen Bücher letztlich über die sozialen Kanäle. Die einfache Verlinkbarkeit und die Integration von Kommentaren sollen das ermöglichen. Daher sehe man sich bei Sobooks auch als Post-Amazon, da der Versandhändler den sozialen Aspekt des Lesens nicht beachte.

Am Sonntag, den 13. Oktober 2013, geht Sobooks in eine geschlossene Beta-Phase. Ob sich der Anbieter in einem Land mit einer vergleichsweise geringen Akzeptanz von E-Books wie Deutschland durchsetzen kann, wird sich zeigen. Fest steht: Sascha Lobo und seine Mitstreiter haben mit Sobooks eine frische Idee in den Buchmarkt gebracht.

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4 Reaktionen
Gerd Taddicken

Hallo!

Man sollte eben immer wieder etwas Neues ausprobieren. Fast keiner weiß, wo die ,Bücher-/E-Book-Reise' etc. enden wird.

Die Neantertaler hatten auch nicht erwartet, dass der homo sapiens sapiens sie einmal verdrängen würde...

LG und einen schönen Sonntag noch!
/- gerd

2013-10-13, So., ca. 11.37 h

P.S. Die Sache mit den E-Books gehen wir Deutschen in gewohnter Präzision an. Keine Kindl-Monopole mehr...

Lukas Koch

Klingt spannend. Allerdings kann ich es mir noch nicht so recht vorstellen, wie das ganze in der Praxis aussehen soll. Ich freue mich auf die ersten Präsentationen und Testwerke.

Ara

Ein innovativer Gedanke! Ich freue mich drauf. Endlich mal wieder eine kleine Revolution.

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