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Social Commerce: 10 Tools für den Gruppenkauf im Überblick

(Bild: Shutterstock)

Kann einer eurer Kunden einen anderen zum Kauf animieren? Probiert es aus. Tools dafür gibt es genug.

Onlineshopping findet längst nicht mehr nur über Amazon oder Marken-Websites statt. Wir stellen euch zehn Apps und Shopping-Funktionen vor, die ihr vielleicht noch nicht auf dem Schirm habt.

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1. Pinduoduo (China)

Bisher konzentrieren sich die Asiaten auf den chinesischen Markt. Und dort haben sie genug zu tun. 1,6 Milliarden US-Dollar sammelte der Gruppenkauf im Wechat-Imperium im letzten Jahr beim Börsengang ein. Das entspricht einer Unternehmensbewertung von 42 Milliarden Dollar. 366 Millionen aktive Nutzer hat man, eigenen Angaben zufolge und ist damit nur unwesentlich kleiner als Alibaba. Die Kommentatoren von Wired sehen das Erfolgsgeheimnis natürlich in den Rabatten, aber auch in einem Navigationsansatz, der eher Browsing ist als Suche (wie bei Amazon am Black Friday) und natürlich in der Gamification des Kauferlebnisses.

2. Dote Shopping (San Francisco)

Die Gründerin von Dote, Lauren Farleigh hat ihr Geschäftsmodell einmal gedreht. Ursprünglich ging es darum, eine App zu bauen, mit der man einheitlich über viele Stores hinweg einkaufen und bezahlen kann. Inzwischen dominieren die Shopping-Partys die App. Influencer und ihre Fans schauen sich Produkte in der App an und diskutieren diese. Dote verkauft die Produkte selbst vor allem via Dropshipping. Insgesamt hat man aktuell 23 Millionen Dollar Wagniskapital gesammelt.

3. Squad (San Francisco)

Die Idee hinter Squad heißt Screensharing. Und zwar auf dem Smartphone. User der App können ihren Bildschirm freigeben, um alles Mögliche zu tun: Snapchat-Lenses testen, Youtube-Videos schauen oder eben auf Amazon stöbern. Inzwischen nutzen Influencer diese Funktion für den gleichen Zweck, wie die Shopping-Partys bei Dote. Sie machen eine Art Tele-Shopping 2.0. Und das funktioniert natürlich nicht nur zu zweit. Bis zu zehn User können gleichzeitig Bildschirme teilen.

4. Buywith (Tel Aviv)

Adi Ronen Almagor wollte eigentlich nur eine Mode-App entwickeln, als sie entdeckte, dass Gruppenkauf im Markt fehlt. Und sie wählte einen anderen Weg als Squad und Dote. Sie ließ ein Plugin für Onlineshops programmieren, das Screensharing und Chat kombiniert. Der User braucht keine separate App, er verschickt einen Link von der Shopsite an einen Freund und ab dann kann der Freund sehen, was auf dem Bildschirm passiert und beide können kommunizieren. Die Idee ist natürlich nicht limitiert auf Onlineshops. Auch redaktionelle Websites oder Marken-Sites können davon profitieren, denn Buywith wertet die Dialoge aus, so dass der Website-Betreiber unmittelbares Feedback bekommt, zu dem, was die User sehen.

5. Shopshops (China)

Wenn man es genau nimmt, kommt Shopshops nicht aus China, aber sendet und versendet dorthin. Gründerin Liyia Wu streamt nämlich selbst. Und zwar in bester QVC-Manier. Sie geht auf Einkaufsbummel durch Läden in New York oder San Francisco. Inzwischen wird sie regelmäßig zu Ladeneröffnungen eingeladen. Für chinesische Kunden ist es ein wichtiges Vertrauenssignal, dass es einen Shop wirklich gibt, wenn sie dort bestellen sollen. Deshalb gibt es chinesische Shopping Agents in Europa und den USA und deshalb gibt es ShopShops. Inzwischen streamen auch viele andere Influencer ihren Einkauf live.

6. 21buttons (Barcelona)

Die Idee von 21Buttons ist so einfach wie genial, allerdings wird es spannend sein zu beobachten, wie lange das noch hält. Es ist im Grunde gleich wie Instagram-Shopping. Der User sieht ein Bild seines Lieblings-Influencers und kann die einzelnen Objekte das Looks auswählen, näher betrachten oder kaufen. Das Spannende an 21Buttons ist, dass es nur um das Thema Mode geht, und dass die Looks alle zusammen angezeigt werden. Man muss sie nicht über einzelne Influencer-Accounts zusammensuchen. Außerdem gab es bis Oktober Belohnungen für jede Verkaufsförderung. Aktuell ist die Funktion abgeschaltet, sagen die User im App-Store.

7. Instagram Shopping

Genau wie Google Shopping gehören die Instagram Shopping Tags inzwischen zum festen Bestandteil einer Vertriebsstrategie. Der Einkauf selbst hat keine soziale Komponente, außer, dass er auf Instagram stattfindet. Aber das ist wohl auch genug, denn da sind natürlich Shares denkbar einfach. Und bestehende Fans sehen die Interaktion auch. Aktuell gibt es ein neues Feature zu bewundern: Instagram startet mit Augmented Reality Shopping. Zunächst aber nur mit Testkunden.

Sinnvollerweise können wir hier auch Facebook-Shopping nennen. Die Voraussetzungen sind ähnlich, nur die Zielgruppen sind etwas verschieden. Und AR testet Facebook gerade auch.

8. Pinterest Shopping

Die Shoppable Pins und Shop the Look sind genau genommen eigentlich kein Social Commerce, mal abgesehen von der Tatsache, dass die User selbst die Inhalte kuratieren und da gibt es dann für jeden Geschmack die passende Sammlung. Und auch die Resonanz der User auf einzelne Pins oder Pinwände verändert die Auswahl der angezeigten Inhalte. Man könnte ganz platt von Mainstream-Shopping sprechen, aber das greift zu kurz. Pinterest hat eben seine ganz eigenen Themen und Ästhetik.

Übrigens haben die Münchner von Commercetools ein Werkzeug entwickelt, mit dem sich alle drei Social Shops bei Instagram, Facebook und Pinterest aus einer Konsole heraus steuern lassen. Seit Oktober gehören die Commercetools zu Rewe Digital, die sich das 130 Millionen Euro haben kosten lassen.

9. Groupify

Ähnlich wie Buywith richtet Groupify sein Produkt direkt an die Betreiber von Onlineshops. Mit dem Plugin wird der User aufgefordert, zwei Freunde zum gemeinsamen Kauf einzuladen, wobei der Kauf nicht live stattfinden muss. Die eingeladenen Freunde können auch später am Tag kaufen. Und aus Sicht des Shopbetreibers funktioniert das System sehr einfach. Es baut auf normalen Gutschein-Codes auf. Die Tester bei Otto fanden es gut. Ab Januar wird Groupify bei Bauer erscheinen.

10. Youtube Shopping Ads

Ob und inwieweit Youtube überhaupt ein soziales Netzwerk ist, ist ja immer wieder umstritten. In jedem Fall gibt es mit den Discovery Ads und den neuen Shopping Ads inzwischen schon zwei unterschiedliche Ansätze, um Produkte an den Mann zu bringen. Ob Influencer selbst diese Funktionen ebenfalls nutzen können, oder so sie weiterhin klassische Affiliate-Links setzen.

Übrigens: Wer sehr junge Zielgruppen oder Gamer adressieren will, sollte sich die Kaufmöglichkeiten bei Tiktok und Twitch anschauen.

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