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Social-Media-Account gehackt – Was nun?

Ist ein Social-Media-Account gehackt, sehen die Fans in der Regel schnell unliebsame Inhalte.

Ihr bekommt den Hinweis, dass ihr über eure Kanäle komische Meldungen sendet. Ein Blick in die Chronik oder Timeline, dann folgt der Schock: Ihr wurdet gehackt. Was nun?

Ein gehackter Firmen-Account ist der Albtraum jedes Social-Media-Managers. Doch das kann im Prinzip jedem passieren. Deshalb Regel Nummer 1: Bewahrt einen kühlen Kopf. Und dann versucht, die Situation unter Kontrolle zu kriegen.

Doch wie wird man überhaupt darauf aufmerksam, dass man gehackt wurde? Vielleicht habt ihr treue Fans oder Follower, die merken, dass die neuesten Beiträge nicht zu dem passen, was sonst von euch kommt und dann Alarm schlagen. Um sich nicht alleine darauf zu verlassen, solltet ihr eure Accounts überwachen, sodass ihr immer benachrichtigt werdet, sobald etwas veröffentlicht wurde. Wenn ihr dann gerade selbst auf einen Button gedrückt habt, wisst ihr, dass die Veröffentlichung geklappt hat. Das lässt sich wunderbar mit Smartphone-Apps erledigen. So könnt ihr beispielsweise die Twitter-App so einrichten, dass sie bei Tweets von bestimmten Nutzern benachrichtigt. Das könnte dann der Firmen-Account sein. Für viele weitere Überwachungsbenachrichtigungen könnt ihr ifttt einsetzen und euch damit ebenfalls Push-Mitteilungen aufs Smartphone oder E-Mails schicken lassen, wenn sich in euren Accounts etwas tut. Ein weiteres Tool zur Überwachung von Facebook-Seiten und Twitter-Accounts ist Hyper Alerts.

Rappelt es nun ungeplant, solltet ihr schauen, was da veröffentlicht wurde. Im Idealfall war es der Kollege, im schlimmsten Fall macht euer Account nun Werbung für Viagra. Jetzt gilt: sofort handeln.

Szenario 1: Ihr könnt euch noch einloggen

Das ist das angenehmste Szenario. Jetzt müsst ihr sofort das Passwort ändern – und zwar in ein richtig sicheres. Tools wie The Password Meter helfen, die Sicherheit eines Passworts zu bestimmen. Als nächstes prüft, ob die E-Mail-Adresse noch stimmt. Wenn der Hacker sie geändert hat, könnte er über „Passwort vergessen“ wieder Zugang erhalten.

Eine zweite Komponente dient dem eindeutigen Identitätsnachweis – das kann etwas sein, das ein Nutzer weiß, besitzt oder untrennbar zu ihm gehört. (Bild: Flickr-william.neuheisel / CC-BY-2.0)

Eine zweite Komponente dient dem eindeutigen Identitätsnachweis – das kann etwas sein, das ein Nutzer weiß, besitzt oder untrennbar zu ihm gehört. (Bild: Flickr-william.neuheisel / CC-BY-2.0)

Doch das ist noch nicht alles. Prüft, welche Apps Zugang zu eurem Account haben. Ein Hacker könnte einer App den Zugriff erlaubt haben und die kann munter weiter posten, auch wenn ihr das Passwort geändert habt. An dieser Stelle könnt ihr auch Smartphone-Apps die Berechtigung entziehen, den Account weiter zu nutzen. Das kann sinnvoll sein, wenn euch das Gerät abhanden gekommen ist. Um den Account zukünftig stärker zu schützen, könnt ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, die viele Dienste anbieten.

Nun heißt es noch: Aufräumen! Alles, was unbefugt gepostet wurde, müsst ihr löschen. Auf Nachrichten, die in Folge der Spam-Welle kamen, sollte ihr antworten und in einem Tweet oder Statusbeitrag auf den Hack hinweisen.

Szenario 2: Ihr habt keinen Zugang mehr

Das ist schon übler. Mit ein bisschen Glück hat der Hacker nur das Passwort, aber nicht die E-Mail-Adresse im Profil geändert. Über „Passwort vergessen“ könnt ihr es zurücksetzen und so den Hacker aussperren. Alle weiteren Schritte gleichen Szenario 1.

Bei den meisten Social-Media-Diensten gibt es Unterstützung, wenn euer Account gehackt wurde. (Screenshot: Twitter)

Bei den meisten Social-Media-Diensten gibt es Unterstützung, wenn euer Account gehackt wurde. (Screenshot: Twitter)

Wenn auch das nicht klappt, hilft nur der Support des jeweiligen Sozialen Netzwerks. Bei Twitter könnt ihr einen Angriff mit diesem Formular melden. Bei Facebook wird euch hier geholfen und Google hilft an dieser Stelle, die Kontrolle über das Konto zurück zu erlangen.

Prävention für eure Social-Media-Accounts

Das A und O eines sicheren Accounts ist ein sicheres Passwort. Das nützt natürlich relativ wenig, wenn der Dienst offen ist wie ein Scheunentor oder viele Datensätze auf einmal gestohlen wurden. Sollte also in einem Dienst, den ihr nutzt, eine Sicherheitslücke bekannt werden, ändert sofort euer Passwort. Und ändert es regelmäßig ohne speziellen Anlass, viele Datenlecks werden erst Wochen oder Monate später bekannt. Am wichtigsten aber: Hütet eure Passwörter wie euren Augapfel.

 

 

via blog.hubspot.com

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