News

Nextcloud 15: Neue Version bringt Enterprise Social Network

Nextcloud 15 bringt unter anderem Social-Network-Features. (Grafik: Nextcloud)

Die quelloffene Cloud-Lösung Nextcloud ist in Version 15 erschienen. Sie bringt unter anderem eine dezentrale Social-Network-Funktion sowie eine verbesserte Zweifaktor-Authentifizierung. 

Das Nextcloud-Team hat am Montagvormittag eine neue Version seiner Cloud-Lösung veröffentlicht. Neben Performance-Verbesserungen des Webinterfaces gibt es unter anderem bessere Integration der Office-Funktionen, vor allem aber kommt die neue Version 15 mit einer integrierten Social-App, die Nutzern den server-übergreifenden Austausch erlaubt.

Nextcloud-Nutzer können sich mit Mastodon-Accounts austauschen

Die Social-App setzt auf den Activity-Pub-Standard, den auch Mastodon einsetzt. Damit wird Nextcloud ein Teil des Fediverse, einem Netzwerk dezentraler, unabhängiger sozialer Netzwerke. Nutzer können Posts auf dem Acitivity-Feed teilen und andere abonnieren – egal, auf welchem Server das Netzwerk liegt. Damit können also auch Nutzer von Mastodon-Instanzen abonniert werden. Firmen können damit ein Enterprise-Social-Network umsetzen und beispielsweise Yammer ersetzen.

So sieht die Timeline in der Social-App von Nextcloud aus. (Screenshot: Nextcloud)

So sieht die Timeline in der Social-App von Nextcloud aus. (Screenshot: Nextcloud)

Verbessert wurde im neuen Release die Zweifaktor-Authentifizierung. Sie kann jetzt über eine Benachrichtigung auf einem bereits authentifizierten Gerät erfolgen. Außerdem kann sie von Administratoren teamübergreifend erzwungen werden.

Die Integration von Collabora Online, einer Online-Version von Libre-Office, wurde ebenso verbessert. Die neue Sidebar in Nextcloud 15 erlaubt Audio- und Videoanrufe sowie das Kommentieren während des gemeinsamen Arbeitens. In Nextcloud bearbeitete Versionen werden jetzt auch zu Revisionen der Dokumente, außerdem werden hochauflösende Monitore unterstützt.

Dateien und Ordner lassen sich in der neuen Nextcloud-Version mit unbegrenzt individuellen Links freigeben. Das funktioniert auch mit der in der letzten Version eingeführten Video-Verifikation. Außerdem gibt es jetzt eine Möglichkeit, den Download von Dateien zu unterbinden.

Nextcloud 15 bringt viele Verbesserungen im Detail

Downloads bei Freigaben lassen sich in Nextcloud 15 jetzt verhindern. Außerdem im neuen Share-Dialog: Die in Nextcloud 14 gekommende Video-Authentifizierung zur Freigabe über Nextcloud Talk. (Screenshot: Nextcloud)

Downloads bei Freigaben lassen sich in Nextcloud 15 jetzt verhindern. Außerdem im neuen Share-Dialog: Die in Nextcloud 14 gekommende Video-Authentifizierung zur Freigabe über Nextcloud Talk. (Screenshot: Nextcloud)

Daneben kommt Nextcloud 15 mit vielen weiteren kleinen Verbesserungen. Zur besseren Lesbarkeit gibt es eine neue Font, ein neuer Grid-View zeigt Dateien mit großen Vorschauen in der Übersicht. Mit einer neuen Workflow-App lassen sich aus unterschiedlichen Dokumenten PDF-Dateien erstellen. Außerdem kommt eine Integration externer Scripte, die automatisiert gestartet werden können. Daneben wurde die Dashboard-App verbessert, Nextcloud-Talk hat neue Benachrichtigungseinstellungen und E-Mail-Adressen lassen sich in Konversationen einladen.

Auch die iOS- und Android-Apps für Nextcloud sollen noch vor Weihnachten ein passendes Update erhalten, in das unter anderem auch die Collabora-Integration Einzug erhält, wie die Macher auf ihrem Blog schreiben. Das Nextcloud-Webinterface soll vor allem unter Performance-Gesichtspunkten optimiert worden sein und jetzt zwei bis drei Mal so schnell laden wie bisher.

Die neue Version steht ab sofort auf der Nextcloud-Website zum Download zur Verfügung. Nextcloud 14 kam neben der Video-Verifizierung auch mit DSGVO-Kompatibilität. Version 13 brachte beispielsweise den Chat und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
dennis
dennis

Die Updatefunktion innerhalb von Next Cloud ist ein graus. Das funktioniert nicht wirklich und wennman eine Versionsnummer vergisst zum richtigen Zeitpunkt zu installieren, muss man es manuell nachtragen, nur um dann doch Error-Nachrichten im System zu erhalten. Nutzt man die interne Update-Funktion, dann kann es sein, dass plötzlich gar nichts mehr funktioniert. Und leider ist es so, dass es ständig Updates gibt.

Die Error-Meldungen sind auch kurios: Da werden Dateien angemahnt, die man selbst nie angefasst hat, sondern autoamtisch herunter geladen wurden, oder einfach im Install-Pack dabei waren.

Das ganze Cloud-System ist toll, wenn es denn funktioniert. Insgesamt bekommt man aber einfach das Gefühl, dass es nicht für den Anwender gemacht worden ist, sondern für Techniker oder Programmierer, die da gerne herumspielen wollen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung