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KI in der Finanzwelt: Schweizer Bank analysiert Emotionen in sozialen Medien

Der sogenannte #DE30-Social-Sentiment-Index soll die in den sozialen Medien geäußerten Meinungen der Anleger und Händler zum deutschen Aktienindex Dax zusammenfassen und auswerten.

„Social-Sentiment-Index” als Barometer: Ein Algorithmus, der optimistische und pessimistische Meinungen von Anlegern identifiziert, soll zeigen, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz auch im Bankenwesen nützlich sein kann.

Anleger, heißt es, könnten jetzt die Fortschritte der künstlichen Intelligenz nutzen, um auch bei volatilen Märkten ihre Anlageentscheidungen zu treffen. Ermöglichen will das Swissquote, eine bekannte Schweizer Online-Bank, die nun den sogenannten #DE30-Social-Sentiment-Index startete, den man in Zusammenarbeit mit dem Social-Media-Lab der Universität École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) entwickelt hat.

Dieser Index, auch bekannt als „Fear-and-Greed-Index”, soll die in den sozialen Medien geäußerten Meinungen der Anleger und Händler zum deutschen Aktienindex Dax zusammenfassen und sie auswerten. Er ermögliche es der Bank, „tagtäglich Meinungen im Internet und in den sozialen Netzwerken zu erfassen und zu bewerten”.

Natural-Language-Processing

Ein Algorithmus, sagt die Bank, identifiziere „optimistische und pessimistische Meinungen der Anleger”, und diese würden mit Hilfe künstlicher Intelligenz interpretiert. Zur Erkennung der Textbedeutung komme Natural-Language-Processing (NLP), also natürliche Sprachverarbeitung, zum Einsatz.

Mittels Grafentheorie werde der Kontext ermittelt, in dem eine Meinung geäußert wurde. Auf diese Weise, heißt es, könnten Fehldeutungen vermieden werden.

Anhand all dieser Daten könne dann in Echtzeit bestimmt werden, ob sich der Markt tendenziell „eher nach oben” oder „nach unten” bewege. Auf Grundlage dieser Informationen sei es möglich, dass Anleger ihre Positionen auf den Aktienindizes und an den Devisenmärkten anpassen. Alle verfügbaren Daten würden in dem eigens für diesen Zweck entwickelten Widget dargestellt.

KI in der Finanzwelt noch wenig verbreitet

„Der Einsatz künstlicher Intelligenz steht in der Finanzwelt noch am Anfang”, sagt Marc Bürki, CEO bei Swissquote. Das Ziel seiner Bank sei es, „die Entwicklung voranzutreiben, damit die Anwendungen künstlicher Intelligenz so schnell wie möglich von einem möglichst breiten Publikum genutzt werden können”.

Die Swissquote Bank AG besitzt eine Banklizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA), deren Aufsicht sie untersteht, und ist Mitglied der Schweizerischen Bankiervereinigung. Die Muttergesellschaft ist die Swissquote Group Holding AG.

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