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BSA: 20 Prozent der Software in Deutschland ist nicht lizenziert

Jedes fünfte Programm auf PCs und Laptops in Deutschland ist nicht lizenziert. (Foto: Shutterstock)

Einer Studie der Softwareallianz BSA zufolge ist in Deutschland jedes fünfte PC-Programm nicht lizenziert. Immerhin geht der Anteil illegal genutzter Software zurück – weltweit.

20 Prozent der in Deutschland genutzten Software ist nicht lizenziert – ein Rückgang gegenüber 2015 um zwei Prozentpunkte. Das hat eine Studie der Softwareallianz BSA ergeben. Demnach beträgt der Marktwert der unlizenzierten PC-Programme auf Computern und Laptops hierzulande knapp 1,6 Milliarden US-Dollar. Im weltweiten Vergleich steht Deutschland damit aber gut da. Nur die USA, Japan, Neuseeland, Australien Luxemburg, Österreich und Schweden haben einen geringeren Anteil an illegal genutzter Software.

Unlizenzierte Software ist 46,3 Milliarden Dollar wert

Weltweit ist die Verwendung von nicht lizenzierter Software der Studie zufolge zwar leicht zurückgegangen, ist aber immer noch weit verbreitet. 37 Prozent der auf PCs installierten Software sind weltweit immer noch unlizenziert. Das sind immerhin zwei Prozentpunkte weniger als 2015. Der Marktwert illegal verwendeter PC-Programme beläuft sich demnach auf 46,3 Milliarden Dollar. Allerdings ist ein großer Teil des Rückgangs auch auf rückläufige PC-Lieferungen zurückzuführen.

Weit höher sind allerdings die Kosten, die Malware auf Computern verursacht, warnt die BSA. Die Organisation betont in der Studie den Zusammenhang zwischen nicht lizenzierter Software und Malware. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen von Malware infiziert werden, wenn sie nicht lizenzierte Software erwerben oder installieren, ist eins zu drei“, heißt es in der Studie. Pro infiziertem Computer könnten Kosten in der Höhe von 10.000 Dollar auf Nutzer zukommen – weltweit seien das mehr als 359 Milliarden Dollar, so die BSA.

Anteil unlizenzierter Software in Westeuropa. (Grafik: BSA)

Für die teils deutlichen Rückgänge des Anteils nicht lizenzierter Software vor allem in westlichen Industrieländern, aber auch in China und Vietnam, macht die BSA-Studie einen Trend zu Abo-Modellen sowie die zunehmende Verbreitung von Cloud-Diensten verantwortlich. Angst vor Datenverlusten, Hackerangriffen und anderen Sicherheitsrisiken bringe immer mehr Firmenlenker zum Umdenken, wie heise.de schreibt. In Deutschland und anderen entwickelten Märkten spiele auch das Software-Asset-Management eine wichtige Rolle bei der Entwicklung hin zu mehr lizenzierter Software.

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