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Softwareaktien überbewertet? Analysten sehen weiteren Ausverkauf

Die New Yorker Börse. (Lev Radin/Shutterstock.com)

Die Anleger an der Wall Street bewerten Softwarefirmen jetzt kritischer und haben zahlreiche Aktien auf Sinkflug geschickt. Analysten zufolge ist das aber erst der Anfang eines Ausverkaufs.

In den vergangenen Wochen sind die Kurse von Softwareaktien an der Wall Street teils deutlich im Wert gefallen. Der Invesco-Dynamic-Software-ETF, der die Performance von 30 US-Softwareaktien abbildet, musste im Oktober Verluste von drei Prozent hinnehmen. Dabei sind andere wichtige Indizes wie der Nasdaq Composite und der S&P 500 um 1,5 beziehungsweise ein Prozent gestiegen. Der Rückgang könnte aber erst der Anfang sein, wie Yahoo Finance berichtet.

Kritischer Blick auf unprofitable Softwarefirmen

Demnach dürften die Verluste bei den Softwareaktien damit zu tun haben, dass die Anleger bei der Bewertung der Softwarefirmen genauer hinschauen. Anlass dazu könnten nicht zuletzt der gescheiterte Börsengang und der massive Einbruch der Bewertung bei Wework gegeben haben. Entsprechend haben insbesondere Unternehmen Kursverluste hinnehmen müssen, die noch nicht profitabel sind.

Bei Slack etwa ging es im Oktober schon um fünf Prozent, bei Crowdstrike sogar um 17 Prozent nach unten. Aber der Abwärtstrend erfasst auch Branchenschwergewichte wie Salesforce. Hier gab es in den vergangenen Wochen ein Minus von immerhin zwei Prozent beim Aktienkurs. Allerdings warnen Analysten wie jene der Investmentbank Jefferies, dass der Ausverkauf noch nicht beendet sei.

Softwareaktien: Bewertung laut Analysten zu hoch

Demnach seien die Bewertungen für Softwareaktien immer noch zu hoch. Die Marktkapitalisierung liege oft deutlich über dem Wert, den Unternehmen bereit wären, für eine Übernahme zu zahlen, argumentiert Jefferies. Traditionell läge der Wert börsennotierter Softwareunternehmen beim Zwei- bis Zwölffachen des Jahresumsatzes. Derzeit würden einige Unternehmen aus der Softwarebranche aber mit einem Faktor von bis zu 20 bewertet.

Eine solche Bewertung sei in der Vergangenheit nicht einmal bei wirklich teuren Übernahmen erreicht worden, betonen die Jefferies-Analysten. Entsprechend erwarten sie weitere Kurskorrekturen. Anleger, so die Empfehlung der Analysten, sollten sich in der nächsten Zeit auf Schwergewichte verlegen, die auch hohe Dividenden zahlen würden. Zu den weltweit 20 größten Dividendenzahlern gehört neben Microsoft etwa auch Apple.

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