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Solarcity-Kauf: Elon Musk kommt seinem Masterplan einen Schritt näher

Elon Musk (Foto: Shutterstock/Phil Stafford)

Im Mittelpunkt von Tesla steht schon lange nicht mehr das Elektroauto allein. Gründer Elon Musk kommt seinem Traum von der Energierevolution näher.

Tesla übernimmt Solarcity für 2,6 Milliarden Dollar

Tesla übernimmt die Ökostromfirma Solarcity für 2,6 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro, gab der US-Elektroautohersteller am Montag bekannt. Tesla will die Summe in Aktien bezahlen.

Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk spielte auf beiden Seiten dieses Deals eine Rolle: Auch Solarcity hatte er mitgegründet und hält an dem Unternehmen 22,5 Prozent – sogar noch etwas mehr als an Tesla. Gleichzeitig ist er Verwaltungsratschef beider Firmen. Schon bislang war Tesla ein Kunde von Solarcity und nutzte Akkus des Unternehmens für die eigenen Elektroautos.

Solarcity-Mitarbeiter installieren eine Solaranlage in Kalifornien (Foto: Shutterstock/Jennie Book)

Solarcity-Mitarbeiter installieren eine Solaranlage in Kalifornien. (Foto: Shutterstock/Jennie Book)

Tesla verspricht sich ein Jahr nach der Fusion Einsparungen von 150 Millionen Dollar durch Synergieeffekte. Musk spricht von einem „No Brainer“ – die Vorteile der Fusion lägen für das Unternehmen und Aktionäre auf der Hand.

Shortseller Chanos: Tesla ist „schlimmstes Beispiel für schamlose Unternehmensführung“

Am Finanzmarkt ist die Übernahme dagegen teilweise umstritten, weil Musk auf beiden Unternehmensseiten aktiv ist. Besonders laut meldete sich der auf sogenannte Leerverkäufe spezialisierte Investmentmanager James Chanos zu Wort. Bei Leerverkäufen, auch Shortselling genannt, wetten Investoren auf fallende Aktien.

Chanos bezeichnete die Übernahme als „schlimmstes Beispiel für schamlose Unternehmensführung“. Er wettet nach eigenen Angaben auch auf fallende Tesla-Aktien. Auch Anleger reagierten skeptisch: Die Aktie startete am Montag mit einem Minus von rund 1,4 Prozent in den Handel an den US-Börsen, später weiteten sich die Verluste noch leicht aus.

Elon Musks Masterplan für Tesla rückt näher

Die Fusion beider Unternehmen unterstreicht Musks kürzlich enthüllten Masterplan: Tesla soll zum Komplettanbieter für Elektromobilität werden – und damit auch zu einer Konkurrenz von Uber mit autonom fahrenden Elektroautos. Außerdem will Tesla auch zum Carsharing-Anbieter und Hersteller elektrischer Lastwagen und Busse werden. Dazu plant Tesla unter anderem, Solarkollektoren mit nahtlos integrierten Speicherakkus zu entwickeln.

Tesla ist schon vor der Übernahme von Solarcity auch zu einem Anbieter von Stromspeichern für Haushalte und Unternehmen geworden. Solarcity könnte nun in die Energiesparte von Tesla integriert werden. Am Freitag hatte Tesla eine riesige Akkufabrik namens Gigafacory im US-Bundesstaat Nevada eröffnet.

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