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Solid: Internet-Pionier Tim Berners-Lee kündigt neue Basis für das WWW an

Tim Berners-Lee will mit seiner neuen Infrastruktur das Netz jetzt reparieren. (Foto: Knight Foundation)

Vor fast 30 Jahren erfand Tim Berners-Lee die wichtigen Bausteine des Internets. Jetzt ist er unzufrieden damit, und arbeitet mit Kollegen vom MIT an einer neuen Version.

„Das Netz ist zu einem Motor von Ungleichheit und Spaltung geworden; beeinflusst von Mächtigen, die es für ihre eigenen Ziele nutzen“, schrieb Berners-Lee am Samstag in einem Beitrag auf seiner Medium-Seite.

Der Physiker, Internet-Pionier und Erfinder von HTML, HTTP und der URL will es aber nicht dabei belassen, er will das Internet anscheinend reparieren. Daher, so Berners-Lee in in seinem Beitrag, habe er mit anderen Wissenschaftlern am MIT an einem Open-Source-Projekt namens Solid gearbeitet. Mit Solid, hofft der Professor, könnten Nutzer sich das Netz zurückholen.

Die Vision, die Berners-Lee in seinem Beitrag beschreibt, sieht in etwa so aus: Nutzer sollen ihre Daten nicht mehr an Internetgiganten abtreten, sondern selbst verwalten.

Mit Solid, das laut Berners-Lee auf den Strukturen des aktuellen Internets aufbaut, sollen Nutzer sich dafür eine Art Account und Speicherort namens „Solid Pod“ anlegen können, um dort all ihre Daten zu verwalten und freigeben zu können.

„Der Solid Pod kann in deinem Haus oder an der Arbeit stehen oder bei einem Solid-Pod-Betreiber deiner Wahl. Da dir deine eigenen Daten gehören, bist du jederzeit frei, damit umzuziehen, ohne eine Unterbrechung des Services“, heißt es auf einer Erklär-Website von Solid. Daten müssten dann auch nicht mehr abgegeben werden, Nutzer können sie stattdessen zeitweilig freigeben.

Zur Funktionsweise der Solid Pods wird erklärt: „Stell dir den Solid Pod wie eine private Website vor, nur dass deine Daten mit all deinen Apps zusammenarbeiten und du eine persönliche API dazu hast. Wenn du Kommentare oder Videos postest, können deine Freunde sie sich mit einer App ihrer Wahl ansehen.“

Die Infrastruktur für Solid, so Berners-Lee in seinem Medium-Beitrag, will er mit seiner Firma „Inrupt“ aufbauen.

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3 Kommentare
Peter Ziegler
Peter Ziegler

Soso. „eigenen Agenden“.
Lest Ihr Euch eigentlich durch, was Ihr da so übersetzt? Ich wusste in dem Moment, wo ich „Agenden“ las, dass im englischen Original „agendas“ steht. Oder habt Ihr das gar nicht selbst übersetzt, sondern nur ohne nachzudenken und zu recherchieren irgendwo abgeschrieben?

Das Traurige daran ist, dass euer Geschreibsel leider meinen Xing-Account vollmüllt.
Vielen Dank dafür. Peter

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Nick McGee
Nick McGee

Toller Bericht. Könnte eine echte Innovation in Sachen Datenschutz sein und so endlich mal FB G und A zeigen wo der Hammer hängt.
@Peter Dein Kommentar ist ja sowas von unötig, nix besseres zu tun als wegen einem Rechtschreibfehler zu nerven ?

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Peter Ziegler
Peter Ziegler

Das ist kein Rechtschreibfehler, das ist entweder schlampig recherchiert oder gedankenlos abgeschrieben. Beides hat auf einer solchen Webseite nichts verloren. Falls Du einen Rechtschreibfehler nicht von einer schlampigen Recherche unterscheiden kannst, kann ich Dir leider auch nicht helfen.

Ich verrate Dir ein Geheimnis: ich habe schon besseres zu tun, als schlampige Recherchen (oder gedankenloses Abschreiben) auf Webseiten zu kommentieren. Doch, doch. Aber ich nehme mir die Freiheit heraus, auch manchmal Dinge zu tun, die nicht ganz oben auf meiner Top-Priority-Liste der **jetzt gleich unbedingt sofort** zu erledigenden Aufgaben stehen.

Dass Du das nicht machst (sonst würdest Du hier nicht auch noch mit einem geplenktem „?“ kommentieren), ist Deine Sache. Und es heißt **wegen eines**, nicht **wegen einem**. Das ist aber auch wieder kein Rechtschreibfehler, sondern ein Grammatikfehler.

Wenigstens wurde es (intransparent) korrigiert.

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