Software & Infrastruktur

Sony bringt Blu-ray-Nachfolger: 300-Gigabyte-Discs archivieren Daten 100 Jahre lang

Langzeitdatenspeicher. (Bild: Everspan)

Sony hat mit dem Everspan-Library-System das erste Produkt für seine 300-Gigabyte-Discs auf den Markt gebracht, die im Bereich der Langzeit-Archivierung die Blu-ray-Discs ablösen sollen.

Sony: Mehr Speicher für weniger Geld

Gemeinsam mit Panasonic hatte Sony vor rund zwei Jahren eine neue Blu-ray-Generation angekündigt, die pro Disc bis zu 300 Gigabyte an Daten speichern können soll. Jetzt hat die Sony-Tochter Optical Archive das erste entsprechende Produkt zur Langzeit-Archivierung auf den Markt gebracht. Das Everspan-Library-System soll die Speicherkapazität vorhandener Lösungen um ein Vielfaches übertreffen – und das zu einem Bruchteil des Preises.

Sony-Discs im Datenarchiv. (Screenshot: YouTube/Sony)

Sony-Discs im Datenarchiv. (Screenshot: YouTube/Sony)

Everspan besteht aus drei Teilen: der Basis-Einheit, einer Robotik-Einheit und bis zu 14 Erweiterungseinheiten. Bis zu 64 der optischen Datenträger können in einem System untergebracht werden, jede der 300-Gigabyte-Discs verfügt dabei über eine durchschnittliche Transferrate von 280 Megabyte pro Sekunde. Insgesamt kann ein Everspan-System so bis zu 181 Petabyte speichern. Bis zu vier dieser Systeme können zu einem System verbunden werden, wodurch sich der Speicherplatz auf bis zu 724 Petabyte erhöht.

Sony: Archivsystem speichert Daten 100 Jahre lang

Sony garantiert für seine optischen Speichermedien eine Haltbarkeit von 100 Jahren, wenn die Discs in einer passenden Umgebung, etwa einem Datenzentrum, gelagert werden. Künftig soll die Kapazität der Datenträger noch ausgebaut werden. Eine zweite Generation soll 500 Gigabyte Daten, eine dritte ein Terabyte speichern können. Wann und zu welchem Preis entsprechende Lösungen auf den Markt kommen sollen, hat Sony noch nicht bekannt gegeben.

Ebenso wenig ist bisher klar, wieviel Sony für das Everspan-Library-System verlangen wird. Sparen sollen Unternehmen aber schon beim Einsatz der Lösung, denn Sony eigenen Angaben nach viel Wert auf Energieeffizienz gelegt. In einem Datenzentrum soll das System neun Kilowatt für den 181-Petabyte-Ausbau benötigen. Ist das System nicht beschäftigt, sinkt der Energieverbrauch auf zwei Kilowatt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist der t3n-Artikel „Langzeit-Archivierung: Sony-Box speichert 1,5 Petabyte auf 15.000 Blu-rays“.

via www.heise.de

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