Gadgets & Lifestyle

Gamification: Sony macht den Android-Homescreen zum Videospiel

EvolutionUI. (Screenshot: Sony)

Mit EvolutionUI hat Sony den Source-Code eines interessanten Android-Launchers veröffentlicht. Die Idee: Wie bei einem Spiel müssen Nutzer erst Erfahrungspunkte sammeln, bevor weitere Funktionen freigeschaltet werden.

EvolutionUI: Je besser sich der Nutzer auskennt, desto mehr Features darf er nutzen. (Screenshot: Sony)
Sony EvolutionUI: Je besser sich der Nutzer auskennt, desto mehr Features darf er nutzen. (Screenshot: Sony)

EvolutionUI: Sony macht den Umgang mit dem Android-Homescreen zum Spiel

Sind unsere Smartphones zu komplex in der Handhabung? Vermutlich nicht, aber für den einen oder anderen Einsteiger kann die Vielfalt der Optionen unter Android trotzdem etwas erdrückend sein. In einem interessanten Experiment hat sich der Sony-Entwickler Pál Szász daran versucht, eine Lösung für das Problem zu finden. Sein Ansatz: Gamification. Unter dem Begriff versteht man die Anwendung von Spielmechaniken und Elementen aus dem Spieldesign in einem spielfremden Kontext.

Videospiele starten heute oftmals vergleichsweise einfach, um den Spieler an die Steuerung des Games zu gewöhnen. Erst nach und nach werden weitere Spielelemente eingeführt. Ein ähnliches Konzept verfolgt Szász bei dem EvolutionUI genannten Android-Launcher. Zunächst stehen Nutzern nur ein Homescreen und vier Apps zur Verfügung. Verändern kann der Nutzer erstmal nichts. Benutzt der User die verschiedenen Apps, dann bekommt er dafür Erfahrungspunkte und kann damit mehr Funktionen freischalten.

EvolutionUI: So funktioniert der Android-Launcher. (Grafik: Sony)
Sony EvolutionUI: So funktioniert der Android-Launcher. (Grafik: Sony)

Sony EvolutionUI: Der Funktionsumfang des Launchers wächst mit dem Können des Nutzers

Für unterschiedliche Aufgaben wird eine unterschiedliche Anzahl an Punkten vergeben. Die Punkte selbst können später gegen virtuelle Münzen eingetauscht werden, die ihrerseits zur Freischaltung von Features dienen. Das muss der Nutzer aber selbst durchführen. Ohne sein Einwirken verändert sich erstmal nichts an dem Homescreen. Immerhin ist es auch möglich, dass ein Nutzer gar nicht mehr Funktionen benötigt.

Szász beziehungsweise seine Arbeitgeber bei Sony haben den Quellcode von EvolutionUI auf GitHub veröffentlicht. Wer sich für das Konzept interessiert, kann es sich dort genauer anschauen. Letztlich bleibt es jedoch fraglich, wie viele Nutzer ein solches Interface tatsächlich zu schätzen wüssten. Immerhin legt die hohe Verbreitung von Smartphones nahe, dass die wenigsten Nutzer von einem zu komplizierten Interface verschreckt sind. Auch hätte Sony sonst sicher gewinnbringendere Einsatzmöglichkeiten für ihren Launcher gefunden.

via www.mobilegeeks.de

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung