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Mars-Rover: Neue Aufnahmen zeigen die Sound-Kulisse auf dem roten Planeten

Die Nasa hat neue Tonaufnahmen von Mars-Rover Perseverance veröffentlicht. Darauf ist zu hören, wie es auf dem Roten Planeten klingt und wo der Unterschied zum Sound auf der Erde liegt.

2 Min. Lesezeit

Zwei Playlists der Nasa zeigen den Vergleich zwischen dem Sound auf dem Mars und wie man ihn auf dem Mars hören würde. (Bild: Nasa/ JPL Caltech)

Die dünne Atmosphäre wirkt wie ein Tiefpassfilter und lässt daher den Planetensound dumpf klingen. Zu den basslastigen Windgeräuschen kommen die unheimlichen Klänge der neuen Marsbewohner: Perseverance und Ingenuity. Die Nasa hat nun weitere Aufnahmen der beiden omnidirektionalen Mikrofone veröffentlicht und erklärt, warum der Sound so dumpf rüberkommt. Auf dem ersten Soundfile vom Mars war ein mysteriöses Geräusch aufgefallen. Zum Vergleich hat die Nasa drei Playlists veröffentlicht, die die Unterschiede zwischen Erde, Mars und der eigenen Wahrnehmung auf dem Mars hörbar machen.

The Sound Of No Atmosphere

Auf Soundcloud und Youtube hat die Nasa eine ganze Reihe Soundbeispiele veröffentlicht, die von den Mikrofonen des Rovers stammen. Dazu hat sie eine Seite online gestellt, auf der sie die Wissenschaft des Klanges auf dem Mars erklärt. Der größte Unterschied zwischen Audio hierzulande und auf dem roten Planeten liegt in den hohen Frequenzen. Die Atmosphäre, die zu 96 Prozent aus Kohlenstoff besteht, absorbiert viele hohe Töne. Diese sogenannte Dämpfung schwächt das Signal bei hohen Frequenzen, sodass bestimmte hohe Töne dort kaum zu hören wären.

Zum Anderen senkt die 100 Mal weniger dichte Atmosphäre die Lautstärke. Man müsste also näher an eine Schallquelle gehen, um sie genauso laut zu hören, wie hierzulande. Der dritte Faktor betrifft die Geschwindigkeit des Schalls. Töne brauchen auf dem Mars länger, um die gleiche Entfernung zu überbrücken. Das liegt daran, dass die Schallgeschwindigkeit bei der durchschnittlichen Oberflächentemperatur von -63 Grad Celsius nur 240 Meter pro Sekunde beträgt – und nicht wie auf der Erde 340 Meter pro Sekunde.

2 Mikrofone, die auch wissenschaftlichen Zwecken dienen

Ein Mikrofon sitzt am Supercam-Modul an der Spitze des Mastes. Damit nehmen die Wissenschaftler:innen den Aufschlag des benachbarten Lasers auf Gestein auf. Der Knall gibt ihnen Aufschlüsse über die Härte und Masse des Gesteins sowie seine Art. Die aufgenommenen Windgeräusche stammen von diesem Aufnahmeinstrument. Das zweite Mikrofon sitzt an der Seite. Es war dafür da, Geräusche des Eintritts, des Abstiegs und der Landung des Raumgefährts aufzunehmen. Zudem hören sich die Spezialisten:innen die Geräusche der Instrumente an, um Fehlfunktionen aufzuspüren oder zu verhindern. Das Supercam-Team erzeugt zudem Geräusche, um Informationen über deren Änderung bei Temperatur, Dichte und Chemie der Atmosphäre zu sammeln.

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