News

SpaceX soll 2020 erstmals Nasa-Astronauten zur ISS bringen

Start einer Falcon-1-Rakete von SpaceX. (Foto: SpaceX)

Schon in der ersten Jahreshälfte 2020 könnte SpaceX eine bemannte Raumfähre zur internationalen Raumstation ISS befördern. Es wäre das erste Mal, dass ein Privatunternehmen Nasa-Astronauten in den Orbit befördert.

Nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 rief die Nasa das Commercial-Crew-Programm ins Leben. Es dient der Förderung privater Raumkapseln, mit denen die Astronauten der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde zu internationalen Raumstation ISS gebracht werden sollen. Im Rahmen der Commercial-Crew-Initiative kooperiert die Nasa mit Elon Musks SpaceX und dem US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing. Allerdings war das Programm bislang von Rückschlägen geprägt. Obwohl der erste bemannte Flug ursprünglich für 2017 angedacht war, schafften es die beiden Kooperationspartner bislang nicht, wirklich eine bemannte Kapsel zur ISS zu befördern. Das könnte sich aber bald ändern.

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in der ersten Hälfte des nächsten Jahres bereit sein werden, amerikanische Astronauten mit amerikanischen Raketen zu starten“, erklärte Nasa-Administrator Jim Bridenstine im Rahmen eines gemeinsamen Pressetermins mit SpaceX-Chef Elon Musk. Bridenstine gibt jedoch zu bedenken, dass sich die Timeline durchaus noch nach hinten verschieben könnte, wenn unerwartete Probleme auftauchen sollten.

Derzeit hat SpaceX vor allem zwei Probleme: Im April führte ein Fehler in den Notfalltriebwerken zur Explosion einer Testkapsel. Das ganze System wurde infolge des Unfalls überarbeitet. Außerdem gibt es Probleme beim Fallschirmsystem. „Das sind die einzigen beiden Punkte, von denen ich weiß, von denen SpaceX weiß, die den Zeitplan gefährden“, erklärt Musk. Der SpaceX-Chef gibt jedoch zu bedenken, dass bei den angesetzten Tests noch andere Probleme auftauchen könnten.

Commercial-Crew-Programm: SpaceX und Boing sollen Abhängigkeit von Russland verringern

Seit das Space-Shuttle-Programm eingestellt wurde, ist die Nasa vom russischen Raumfahrtprogramm abhängig, um Astronauten auf die ISS zu transportieren. Ein Sitz kostet die US-Regierung bis zu 85 Millionen US-Dollar. Das Ziel des Commercial-Crew-Programms ist es, diese Kosten auf 50 Millionen Dollar pro Astronaut zu senken. Allerdings scheint die Nasa-Führung so langsam, und nach Zahlung von Fördergeldern in Millionenhöhe, auch Resultate zu erwarten. Kurz bevor SpaceX im September 2019 ihr Starship-Raumschiff vorstellen konnte, twitterte Bridestine: „Die Nasa erwartet das gleiche Maß an Begeisterung im Hinblick auf die Investitionen des amerikanischen Steuerzahlers.“

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung