News

Spätphasen-Investitionen in Europa: Summe hat sich seit 2016 vervierfacht

Startup-Büro. (Foto: Shutterstock)

In den letzten drei Jahren stiegen Spätphasen-Investitionen in Europa von drei Milliarden auf zwölf Milliarden Euro. Ein Großteil davon ging an Unternehmen aus Deutschland und Großbritannien.

Seit 2016 hat sich die Summe von Spätphasen-Investitionen in Europa vervierfacht. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der von Tech.eu und Stripe veröffentlicht wurde. 2019 ist außerdem schon jetzt ein Rekordjahr, obwohl für die Studie nur die ersten drei Quartale des Jahres berücksichtig werden konnten. So gab es in diesem Zeitraum bereits 52 Frühphasen-Investitionen mit einem Volumen von 100 Millionen Euro oder mehr. Das sind schon jetzt mehr als in den Jahren 2017 und 2018 zusammen.

Während zwar die Anzahl dieser Megarunden steigt, bleibt die mittlere Größe jedes Deals offenbar recht konstant. Die Zahl lag 2015 bei 147 Millionen Euro, im ersten Quartal 2019 bei 150 Millionen Euro. Die Autoren der Studie sehen das als Zeichen dafür, dass Investoren ihr Portfolio zunehmend diversifizieren.

Spätphasen-Investitionen: Deutsche und britische Startups erhielten das meiste Geld

Die mit Abstand meisten Megafinanzierungsrunden von 100 Millionen Euro oder mehr in Europa gingen nach Deutschland und Großbritannien. Während deutsche Spätphasen-Unternehmen seit 2015 7,9 Milliarden Euro erhielten, gingen gleichzeitig 7,4 Milliarden Euro nach Großbritannien. Das ist mehr Geld, als im selben Zeitraum an alle anderen europäischen Länder ging.

Nach Branchen sortiert ging das Gros der Spätphasen-Investments an Unternehmen aus dem Fintech-Bereich. Sie erhielten 6,8 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt der Transportsektor mit 3,2 Milliarden Euro, gefolgt vom Software-Sektor und dem Food-Tech-Bereich mit jeweils 3,1 Milliarden Euro.

Großteil der Investoren stammen aus dem außereuropäischen Ausland

75 Prozent der Gelder, die in europäische Spätphasen-Startups investiert wurden, stammen aus dem außereuropäischen Ausland. Vor allem der japanische Investor Softbank hat über seinen Vision Fund massiv in europäische Startups investiert. Zwischen 2015 und dem dritten Quartal 2019 hat das Unternehmen vier Milliarden Euro in europäische Unternehmen investiert. Auf Platz zwei folgt mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro das US-Unternehmen Insight Venture Partners.

Betrachten wir die Herkunft der in Europa ansässigen Investoren, die sich an Spätphasen-Runden beteiligt haben, dann liegt das Vereinigte Königreich mit 30 Unternehmen vorne. Dahinter folgt Frankreich mit 20 Unternehmen. Deutschland kommt mit 17 nur auf den dritten Platz.

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung