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Vorbild für Deutschland? In Spanien gilt jetzt in allen Städten Tempo 30

Als erstes Land der Welt macht Spanien alle Städte zur 30er-Zone. Teilweise sind sogar nur 20 Kilometer pro Stunde erlaubt. Das soll die Unfallzahlen senken. Auf großen mehrspurigen Straßen bleibt es aber bei 50 Kilometern pro Stunde.

2 Min.
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Barcelona. (Foto: Shutterstock)

Barcelona ist mit seiner Tempo-30-Offensive schon recht weit vorangeschritten. Immer mehr einspurige Straßen werden seit Jahren mit einem solchen Tempolimit ausgewiesen. Im März 2020 dürfen Autofahrer auf 112 zusätzlichen Straßenkilometern in der katalanischen Metropole nur mehr mit maximal 30 Kilometern pro Stunde fahren – auch auf mehrspurigen. Insgesamt sind schon 68 Prozent des gesamten Straßennetzes in Barcelona Tempo-30-Zone. Jetzt hat das spanische Verkehrsministerium ein solches Tempo-30-Limit für alle Städte Spaniens erlassen.

Tempo 30 in Spaniens Städten

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Ziel der seit Dienstag, 11. Mai, geltenden Aktion ist es, die Unfallzahlen zu senken und die Schwere von Unfällen zu reduzieren. Tempo 30 gilt aber nicht auf allen Straßen in den Städten. Es gibt Ausnahmen, wie Auto-Motor-Sport schreibt. So soll auf Straßen innerorts, die zwei oder mehr Fahrspuren pro Richtung haben, weiterhin ein Tempolimit von 50 Kilometern pro Stunde gelten. Ein generelles Tempo 30 gilt auf Straßen mit nur einer Fahrspur pro Richtung. Existiert nur eine Fahrspur für beide Richtungen, dürfen Autofahrer jetzt nicht mehr schneller als mit 20 Kilometern pro Stunde darauf fahren.

In Städten passieren die meisten Unfälle, die häufigste Unfallursache ist ein Fehlverhalten des Fahrers. In Deutschland, wo 69 Prozent der Unfälle mit Personenschaden im städtischen Bereich stattfinden, ist das Abbiegen die häufigste Unfallursache. Hier könnte eine allgemeine Verringerung der Geschwindigkeit tatsächlich helfen, die Häufigkeit von Unfällen zu drücken. Wie konkret sich die Tempo-30-Offensive in den spanischen Städten auswirkt, muss sich aber noch erweisen. Der Einzelhandel begrüßt die flächendeckende Tempo-Senkung jedenfalls.

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Tödliche Unfälle häufiger auf Landstraßen

Aber: Zur Wahrheit gehört auch, dass die Schwere der Unfälle auf deutschen Landstraßen ungleich höher ist. In Deutschland etwa passierten hier zwar „nur“ rund 24 Prozent der Unfälle mit Personenschaden. Aber 57 Prozent aller Verkehrsopfer starben nach einen Unfall auf der Landstraße. Auf Autobahnen kommen auf 6,7 Prozent der gesamten Unfälle 12,9 Prozent der Verkehrstoten. Auf 1.000 Unfälle mit Personenschaden kommen in der Stadt fünf Verkehrstote, auf Autobahnen dagegen 21 und 25 auf Landstraßen, wie Auto-Motor-Sport ausgerechnet hat.

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