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Neue Spectre-Variante betrifft praktisch alle Prozessoren

(Bild: Dan74 / Shutterstock)

Google und Microsoft warnen vor einer neuen Spectre-Variante. Betroffen sollen praktisch alle Prozessoren sein. Der angekündigte Fix dürfte Performance-Verluste bringen.

Am Montag haben Google und Microsoft eine neue Variante der im Januar bekannt gewordenen und als Spectre und Meltdown bezeichneten Sicherheitslücken veröffentlicht. Von der mittlerweile vierten Variante der Hardwarelücke sind nicht nur Intel- und AMD-Chips, sondern praktisch alle aktuellen Prozessoren betroffen, darunter auch einige Smartphone-Chips von ARM, wie Cnet.com berichtet.

Einmal mehr beruhen die möglichen Angriffe auf einem grundlegenden Designfehler in der Architektur der Prozessoren, wie der Standard schreibt. Daher helfen Software- und Firmware-Updates nur bedingt. Angreifer sollen die Lücke mit einfachen Skripten ausnutzen. So werden etwa Angriffe gegen Browser möglich gemacht.

Neue Spectre-Variante: Risiko nur mittelhoch

Die jetzt neu entdeckte Sicherheitslücke wird von Intel dennoch lediglich als „mittelhohes Risiko“ eingestuft. Grund dafür ist, dass viele der Angriffsmöglichkeiten in Webbrowsern in den vergangenen Monaten schon geschlossen wurden. Die neue Variante arbeitet mit einer „Speculative Store Bypass“ genannten Methode, die Prozessoren dazu bringen kann, sensible Daten in potenziell unsichere Bereiche zu speichern.

Intel zufolge sei die Lücke bisher nicht von Hackern ausgenutzt worden. In den kommenden Wochen werde ein umfangreicher Patch bereitgestellt. Hersteller und Softwareanbieter sollen schon Zugang auf den Fix haben. Intels Sicherheitschefin Leslie Culbertson rechnet eigenen Angaben zufolge zwar nicht mit einem Performanceeinbruch der Rechner nach dem Aufspielen des Patches. Allerdings sei die Leistung bei internen Tests um zwei bis acht Prozent zurückgegangen.

Laut ARM soll nur eine Teil der Cortex-A-Prozessorkerne von der neuen Spectre-Variante betroffen sein. Dabei dürfte es sich aber ausgerechnet um jene handeln, die in aktuellen Smartphones zum Einsatz kommen. ARM wies aber darauf hin, dass sich für einen erfolgreichen Angriff schon Malware auf den Geräten befinden müsse. Alles in allem scheint die Gefahr für Gerätenutzer im aktuellen Fall recht gering zu sein.

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