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Marketing

Anthony DiTirro vs. Facebook: Wurden für die Sponsored-Stories „Likes“ gefälscht?

Gefälschte Likes bei Sponsored-Stories? (Bild: Flickr- FACEBOOK(LET) / CC-BY-2.0)

Eine Sammelklage gegen Facebook sorgt derzeit für Gesprächsstoff: Hat das Unternehmen für das Sponsored-Stories-Werbeformat „Likes“ gefälscht?

Anthony DiTirro vs. Facebook: Bild und Name ohne Einwilligung zu Werbezwecke genutzt

Hat Facebook etwa geschummelt und bei dem Werbeformat „Sponsored Stories“ die sogenannten „Likes“ von Nutzern gefälscht? Der US-Amerikaner Anthony DiTirro behauptet das jedenfalls und hat das Soziale Netzwerk vor wenigen Tagen beim Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien verklagt. DiTirro gibt an, dass Facebook im November vergangenen Jahres eine Anzeige von USA Today mit einer Positiv-Bewertung des Nutzers versehen hat. Darauf aufmerksam geworden ist DiTirro durch einen Freund, der ihn darauf hingewiesen habe. Ein Screenshot, der auf dem Technik-Blog Gigaom veröffentlicht wurde, zeigt indes die besagte Werbeanzeige.

Anthony DiTirro vs. Facebook: Bild und Name ohne Einwilligung zu Werbezwecke genutzt. (Quelle: Gigaom)
Anthony DiTirro vs. Facebook: Bild und Name ohne Einwilligung zu Werbezwecke genutzt. (Quelle: Gigaom)

In der Anklageschrift liest man zur Haltung des Facebook-Nutzers gegenüber der Zeitschrift: „Obwohl der Kläger nichts Negatives über USA Today zu sagen hat, ist er weder ein begeisterter Leser, noch empfiehlt er die Zeitung“. DiTirro hat nach eigenen Angaben zudem nie die Webseite besucht. Der Vorwurf gegenüber Facebook lautet also: Das Bild und der Name des Klägers wurden ohne sein Wissen und ohne sein Einverständnis für eine US-Today-Werbung genutzt. Sollte sich der Vorwurf bewahrheiten, verstößt Facebook gleich gegen mehrere kalifornische Gesetze und nicht zuletzt auch gegen die hausinternen Geschäftsbedingungen. Eine Auflistung der übertretenen Regelungen finden Interessierte ebenfalls in der Anklageschrift.

Anthony DiTirro hat den Fall als Sammelklage eingereicht und fordert ein Bußgeld in Höhe von 750 US-Dollar pro Person. Er klagt somit stellvertretend für andere, möglicherweise betroffene Nutzer, die sich ihm anschließen. Facebook selbst hat sich inzwischen auch zu Wort gemeldet und den Fall als haltlos bezeichnet: „Man werde sich mit aller Kraft gegen die Vorwürfe wehren“.

Sponsored-Stories: Facebook wird nicht das erste Mal verklagt

Die „Sponsored Stories“ sorgen nicht zum ersten Mal für Gesprächsstoff: Das Werbeformat zieht Nutzer, die eine bestimmte Facebook-Seite mit einem „Gefällt-mir“ unterstützt haben, ungefragt als Testimonial heran. Das ist per se auch nicht schlimm und in den Geschäftsbedingungen festgehalten. Im Sommer 2013 haben sich jedoch fünf Kläger zusammengetan und eine Klage gegen das Soziale Netzwerk eingereicht. Darin beschwerten sie sich, dass Facebook ihre Privatsphäre verletzt und Nutzer unzureichend über das Werbeformat informiert.

Überraschenderweise endete der Streit damals mit einem Vergleich: Die Klägeranwälte schätzten den Werbewert für das Unternehmen auf 145 Millionen US-Dollar. Angeblich sollen gesponserte Anzeigen dreimal so viel einbringen, wie herkömmliche Werbeformate auf der Plattform. Damals hat Facebook insgesamt 20 Millionen US-Dollar zahlen müssen.

Facebook-Werbeauswertung: Bereits die zweite Sammelklage im Januar 2014

Schon vor wenigen Tagen hat t3n.de eine andere Sammelklage gegen das Soziale Netzwerk thematisiert. Im Rahmen der Angelegenheit soll Facebook systematisch per Privatnachricht versendete Links zu Werbezwecken ausgewertet haben. Die Klage wurde von zwei Nutzern im kalifornischen San Jose im Namen aller US-amerikanischen Nutzer eingereicht. Die Kläger pochen auf 100 US-Dollar für jeden Nutzer pro Tag, in der die angeblichen Datenschutzverletzung begangen wurde oder auf insgesamt 10.000 US-Dollar pro betroffenen Nutzer. In den USA vereint Facebook in etwa 166 Millionen Nutzer. Mehr dazu erfahrt ihr in dem Beitrag: „Facebook: Sammelklage wirft dem Netzwerk Datenschutzverletzung vor“.

via gigaom.com

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Eine Reaktion
ohnename

Na das ist doch mal eine Super-Meldung :D Auf der einen Seite bekämpft Facebook "Like-Käufe", auf der anderen Seite faken sie Likes damit die Kunden bei der Stange gehalten werden. Das Problem das Facebook hat ist nämlich dass Kunden keine Resonanz erhalten, auch wenn sie etwas kaufen. Nicht verwunderlich dass da jemand den kürzeren Weg sucht und sich Facebook Likes kauft. Inzwischen hat man bei einem Anbieter den ich kenne auch die Möglichkeit Zielgruppeneinstellungen zu setzen (Alter, Geschlecht, Land, PLZ+Umkreis, Anzahl der Freunde) etc. Hier kann man das ganze ausprobieren weil das kostenfrei ist: facebook-likes-kaufen.eu

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