News

„Sponsored“ und „UGC“: Google führt neue Link-Attribute ein

Google-Suche. (Foto: Evan Lorne/Shutterstock)

Google unterstützt jetzt zusätzlich zum „Nofollow“-Hinweis zwei weitere Link-Attribute, um Links kennzeichnen zu können: „Sponsored“ und „UGC“ für nutzergenerierte Inhalte.

Im Jahr 2005 hatte Google das „Nofollow“-Attribut (rel=“nofollow“) eingeführt. Mit diesem Hinweis konnten Nutzer Links kennzeichnen, die Google nicht werten sollte. Das trifft etwa auf gekaufte Links zu, oder solche, die mit Werbung im Zusammenhang stehen. Jetzt hat Google Nutzern zwei weitere Link-Attribute zur Verfügung gestellt, „Sponsored“ und „UGC“ (User-generated Content).

Google: Gekaufte Links jetzt mit „Sponsored“-Hinweis kennzeichnen

Mit dem „Sponsored“-Hinweis sollen Nutzern nach den Vorstellungen Googles künftig Links kennzeichnen, die gekauft oder in einem Werbeumfeld gesetzt wurden. Mit dem Hinweis „UGC“ werden Links bedacht, die einen nutzergenerierten Inhalt darstellen. Dabei zielt Google wohl vor allem auf Kommentare oder Forenbeiträge ab. Beide Link-Attribute können ab sofort verwendet werden und sollen – anders als „Nofollow“-Links bisher – einen Einfluss auf die Suche haben, wie Google schreibt.

Dem Suchmaschinenkonzern zufolge sei es Zeit, dass sich das „Nofollow“-Attribut, wie das Internet insgesamt, weiterentwickle. Auch der Hinweis per „Nofollow“ werde jetzt als Signal für die Suche verwendet – Google wolle dadurch besser verstehen, wie man Links analysieren und im System nutzen könne. Durch das Beachten aller Links, erhalte Google jetzt auch für bisher nicht gewertete Links Informationen über deren Verlinkung von bestimmten Wörtern. Letztlich könne Google damit unnatürliche Verlinkungen besser aufspüren.

Link-Attribute: „Nofollow“ als Hinweis erst ab März

Nutzer müssen übrigens ihre bisherigen „Nofollow“-Hinweise nicht ändern, wenn damit etwa gekaufte Links gekennzeichnet werden, heißt es bei Google. Für solche Links bevorzuge Google ab jetzt aber das „Sponsored“-Attribut. Ein Wiederaufflammen des Link-Spam-Problems, das Google mit der Einführung von „Nofollow“ eigentlich bekämpfen wollte, erwartet der Konzern eigenen Angaben zufolge nicht. Für „Nofollow“ gelten die Änderungen, also die Umwandlung zum Hinweis-Charakter, ohnehin erst ab 1. März 2020.

Auf die Suchergebnisse soll das Update übrigens keine nennenswerten Auswirkungen haben, wie Google Searchengineland.com sagte. Auf SEO-Agenturen könnte aber eine Menge Arbeit zukommen.

Ebenfalls interessant: Wie lange dauert es, bis sich Backlinks auf das Google-Ranking auswirken?

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Peter

Aus meiner Sicht wurde es höchste Zeit, dass Google die Qualität der Links anpasst. Mal sehen, wie sich das entwickeln wird.

Antworten
Dominik

Gekaufte Links werden in Zukunft natürlich immer noch mit Follow markiert. Das Hauptproblem wird nicht gelöst. Die UGC finde ich jedoch recht interessant, bin mal gespannt wann WordPress und Co. darauf reagieren.

Antworten
Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Na da freu‘ ich mich aber auf die automatische Einordung bestehender nofollows in sponsored und ugc. Ich glaub‘ ja doch irgendwie, dass es dank des Linkbuildings diverser Agenturen (also: fast aller) ordentlich im Gebälk krachen wird, wenn ich an diverse 08/15 Linkprofile da draußen denke… :D

Oder deutlicher: Da wird wohl eine Flut von sponsoreds am Horizont auftauchen – und mails an Linkerati X, doch bitte Link Y mit ugc zu taggen. :O

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung