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Spotify geht an die Börse: Was ihr jetzt wissen müsst

(Foto: dpa)

Spotify geht in New York an die Börse. Was ihr jetzt über den Musik-Streaming-Anbieter wissen müsst.

Der weltgrößte Musik-Streaming-Anbieter Spotify geht am heutigen Dienstag, den 3. April 2018, die Börse. Das Unternehmen wird unter dem Kürzel SPOT an der New Yorker Börse notiert werden. Allerdings hat Spotify nicht den üblichen Weg gewählt, sondern versucht sich an einer Direktplatzierung. Dabei werden keine neue Aktien ausgegeben, sondern lediglich Anteile bestehender Aktionäre angeboten. Spotify spart dadurch Geld, weil kein Konsortialführer bezahlt werden muss. Allerdings entfällt auch das übliche Preisbildungsverfahren.

Die New Yorker Börse hat zwar einen Referenzpreis von 132 US-Dollar festgesetzt, dabei handelt es sich aber nicht um den endgültigen Preis. Der wird erst anhand der Käufe und Verkäufe bestimmt. Zum Börsenstart könnte es demnach zu starken Kursschwankungen kommen.

Zum Börsenstart: Spotify in Zahlen

Im ersten Quartal 2018 soll Spotify über 168 bis 171 Millionen monatlicher Nutzer verfügen. Das entspricht einer Steigerung von 28 bis 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch bei den zahlenden Kunden geht es nach oben: Zwischen 73 und 76 Millionen Menschen sollen derzeit für Spotify-Abo bezahlen. Das wiederum entspricht einer Steigerung von mehr als 40 Prozent. Nur: Für einen Gewinn reicht das noch immer nicht aus.

Bei Umsätzen zwischen 1,1 und 1,15 Milliarden Euro im ersten Quartal 2018 macht Spotify Verluste in Höhe von 95 bis 105 Millionen Euro. Bis Jahresende soll der Umsatz auf bis zu 5,3 Milliarden Euro anwachsen. Gleichzeitig steigen aber auch die Verluste, die im Jahr 2018 bis zu 330 Millionen Euro betragen sollen. Zum Vergleich: 2017 lag der operative Verlust noch bei 378 Millionen Euro.

Wie Spotify zukünftig Gewinn machen will

2017 konnte Spotify die Werbeeinnahmen pro Nutzer von 3,83 Euro im Vorjahr auf 4,52 Euro erhöhen. Die zusätzlichen Einnahmen konnten vor allem durch Werbevideos erzielt werden, die dem Unternehmen mehr Geld als Audioanzeigen einbringen. Hier könnte noch weiteres Potenzial nach oben vorhanden sein.

Auch Podcasts könnten Spotify dabei helfen, mehr Geld einzunehmen. Die entsprechende Funktion wird von dem Streaming-Anbieter immer gezielter beworben. Podcasts bringen Spotify zwar nicht unbedingt direkt Geld ein, dafür verursachen sie in aller Regel nicht die hohen Kosten, die beim Musik-Streaming anfallen.

In dem Zusammenhang könnte auch das im Januar 2018 eingeführte Spotlight-Format neue Einnahmequellen generieren. Dabei handelt es sich um ein Multimediaformat, mit dem sich Podcasts oder Hörbücher um visuelle Elemente wie Bilder oder Texte erweitern lassen. Dadurch entsteht ganz nebenbei auch neuer Platz für weitere Werbeanzeigen.

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Eine Reaktion
thorsten54

Ich bin mal gespannt wie sich die Aktie entwickeln wird, ich bin da immer relativ skeptisch vor allem, weil das Unternehmen noch keine Gewinne einfährt. https://onma.de/webdesign-hannover/

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