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Europas Super-Unicorn: Spotify ist nach Börsengang 30 Milliarden Dollar wert

Spotify startet an der Wall Street. (Bild: dpa)

Spotify hat einen prima Start an der Börse hingelegt. Der Eröffnungskurs an der Wall Street lag bei 165,90 US-Dollar. Europas teuerstes Ex-Startup war damit knapp 30 Milliarden Dollar wert.

Der schwedische Musikstreamingdienst Spotify hat aller Unkenrufe zum Trotz am Dienstag ein sehr gutes Börsendebüt aufs Parkett der Wall Street gelegt. Der Eröffnungskurs betrug 165,90 Dollar, was zu diesem Zeitpunkt eine Marktkapitalisierung von 29,5 Milliarden Dollar für Spotify bedeutete, wie Techcrunch berichtet. Am Abend pendelte sich der Kurs der Spotify-Aktie bei rund 160 Dollar ein.

Spotify, das unter dem Kürzel SPOT firmiert, hatte statt eines IPO eine Direktplatzierung gewählt. Dabei werden keine neuen Aktien ausgegeben, sondern Anteile bestehender Aktionäre zum Kauf angeboten. Das könnte noch zu starken Kursschwankungen führen. Der Eröffnungskurs lag jedenfalls um fast 25 Prozent über dem von der New Yorker Börse festgelegten Referenzpreis von 132 Dollar.

Spotify: Fünftgrößter Börsengang eines Technologieunternehmens

Die Kritiker dürfte Spotify damit zunächst einmal ruhig gestellt haben. Der Musikstreaming-Anbieter kann sich außerdem freuen, künftig in einem Atemzug mit Alibaba, Facebook, Snapchat und Google genannt zu werden. Denn der Börsengang des schwedischen Unternehmens ist nach denen der vorher Genannten der bisher fünftgrößte einer Technologiefirma.

Ob die Spotify-Aktie in den aktuellen Höhen bleibt, hängt aber mutmaßlich vor allem davon ab, ob dem Unternehmen der Sprung in die Profitabilität und die Abwehr der nachdrängenden Konkurrenz gelingen kann. Spotify, weltweiter Marktführer beim Musikstreaming, hat eigenen Angaben zufolge 159 Millionen monatlich aktive Nutzer und 71 Millionen zahlende Premium-Kunden.

Daniel Ek kann sich über einen erfolgreichen Spotify-Börsengang freuen. (Bild: Spotify)

Der Umsatz konnte gegenüber 2015 auf 4,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr verdoppelt werden. Die Verluste haben sich im selben Zeitraum mit 1,2 Milliarden Euro mehr als vervierfacht. In diesem Jahr rechnet Firmenchef Daniel Ek mit einem Umsatz von bis zu 5,3 Milliarden Euro. Die Verluste sollen sich auf bis zu 330 Millionen Euro summieren. Gefahr droht vor allem von Apple, das zuletzt mit seinem Dienst Apple Music schon rund 38 Millionen Kunden anlocken konnte.

Ebenfalls interessant: Apple Music und andere Spotify-Alternativen – 16 Musik-Streaming-Dienste im Vergleich

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