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Spotify geht an die Börse

Spotify. (Foto: dpa)

Die Gerüchte gibt es schon lange, jetzt wird es konkret: Spotify soll im ersten Quartal 2018 an die Börse gehen.

Spotify hat bei der US-Börsenaufsicht vertraulich Dokumente für einen Börsengang eingereicht. Das berichtet Axios mit Verweis auf interne Quellen. Demnach will der schwedische Musikstreamingdienst schon im ersten Quartal 2018 seinen IPO vollziehen.

Das Unternehmen wählt dafür offenbar einen ungewöhnlichen Weg: Es will seine Aktien direkt an der Börse platzieren, ohne vorheriges Preisbildungsverfahren. Die Papiere wären dann einfach handelbar, Spotify würde kein neues Kapital einsammeln und bräuchte auch keine Banken für die Platzierung neuer Anteilsscheine. Damit würden sowohl die Gebühren für die Geldinstitute wegfallen als auch die typische Roadshow.

In der Techszene, insbesondere im Silicon Valley, dürfte das sogenannte „direct listing“ für Spannung sorgen. Denn: Sollte Spotify erfolgreich mit dem Börsengang sein, werden auch andere Unternehmen über diese Form des IPOs nachdenken. Die Schweden wollten sich zu den Plänen gegenüber Axios nicht äußern.

Spotify und die ewigen Börsengang-Gerüchte

Die Gerüchte über einen möglichen Börsengang begleiten Spotify schon seit Jahren. 2014 machte eine Stellenausschreibung die Runde, bei der die Firma nach einem Finanzexperten für die US-amerikanische Niederlassung suchte. Im vergangenen Jahr meldete das Wall Street Journal erste Gerüchte, dass das Unternehmen einen direkten IPO anstreben könnte. Damals hieß es, dass es schon im September so weit sein könnte. Das war dann aber doch nicht der Fall.

Auch die aktuelle Meldung ist mit Vorsicht zu genießen. Schließlich wurde das Unternehmen erst am Dienstag wegen Copyright-Verletzungen auf 1,6 Milliarden Dollar verklagt. Das könnte auch den geplanten Börsengang beeinflussen.

Spotify gilt immer noch als die Nummer eins unter den Musikstreamingdiensten, obwohl die Konkurrenz von Amazon und Apple den Schweden im Nacken sitzt. Im Sommer erreichte der schwedische Anbieter nach eigenen Angaben den Meilenstein von 60 Millionen zahlenden Nutzern. Das Unternehmen erhielt bislang mehr als 2,2 Milliarden Euro an Finanzierung. Die letzte bekannte Bewertung liegt bei 8,5 Milliarden Dollar (etwa sieben Milliarden Euro). Gegründet wurde das Unternehmen vor zwölf Jahren von Daniel Ek und Martin Lorentzon.

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