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Spotify erstellt Playlists auf der Basis von DNA-Selbsttests

Spotify beim Börsengang. (Bild: dpa)

Ein Dienst für DNA-Selbsttest kooperiert mit Spotify. Aus dem genetischen Material erstellen beide dann eine Playlist.

Dienste wie AncestryDNA bieten zahlenden Kunden Gentests an, anhand derer dann bestimmt werden soll, aus welchen Regionen der Erde die Vorfahren stammen. Zu wissen, dass ein Teil der eigenen Vorfahren Wikinger oder Kelten oder was auch immer waren, hat zwar keinerlei praktischen Nutzen, scheint für einige Unternehmen aber ein durchaus einträgliches Geschäft darzustellen. Um sich von den Konkurrenten in dem Segment abzugrenzen, hat der Anbieter AncestryDNA jetzt einen ungewöhnlichen Kooperationspartner für sich gewonnen: den Musik-Streaming-Dienst Spotify.

Wie klingt deine DNA? Wenn es nach AncestryDNA und Spotify geht, dann gibt es eine gewisse Chance, dass die Antwort Tokio Hotel lautet. (Screenshot: ancestry.com/t3n)

Wie klingt deine DNA? Wenn es nach AncestryDNA und Spotify geht, dann gibt es eine gewisse Chance, dass die Antwort Tokio Hotel lautet. (Screenshot: ancestry.com/t3n.de)

Basierend auf den genetischen Einflüssen generiert der Dienst eine ganz persönliche Spotify-Playlist. Die wiederum setzt sich im Grunde nur aus Länder-Playlists zusammen, in der Musiker unterschiedlicher Länder oder Regionen vereint sind. In der Deutschland-Playlist finden sich beispielsweise Tokio Hotel, Revolverheld, Silbermond oder Ton-Steine-Scherben. Auf der britischen Playlist wiederum finden sich unter anderem Grime-Musiker wie Wiley, Jme oder Dizzee Rascal. Je nach prozentualem Anteil werden dann Songs aus diesen Listen in die eigene Playlist überführt. Et voilà: Ihr habt eine musikalisch in keinster Weise aufeinander abgestimmte Playlist. Also zumindest, wenn ihr vorher den Preis für den DNA-Test bezahlt habt.

DNA-Playlist: Spotify spricht vom „Soundtrack deiner Herkunft“

Danielle Lee von Spotify erklärt gegenüber der Online-Publikation Quartz, dass die AncestryDNA-Kunden damit den „Soundtrack ihrer Herkunft“ durchhören könnten. Allerdings muss an der Stelle auch erwähnt werden, dass DNA-Tests dieser Art nur bedingt dafür geeignet sind, die vollständige Herkunft einer Person aufzuschlüsseln. Wie der britische Genetiker Adam Rutherford erklärt, können wir durchaus Vorfahren haben, von denen sich keine genetischen Spuren mehr in uns finden lassen. Aber wenn euch dadurch der eine oder andere furchtbare Song erspart wird, hat es ja vielleicht auch was Gutes.

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2 Kommentare
OMNi
OMNi

Hoffe doch sehr dass das ein Scherz ist, wenn nicht wird erstmal alles vom System geworfen.

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Chewbacca
Chewbacca

Faszinierende Ambitionen für ein Unternehmen, das nicht in der Lage ist einen Prozess für den Adresswechsel im Familien Account bereitzustellen.

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