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Spotify hält Apple mit überraschend guten Quartalsergebnissen auf Distanz

Spotify hat die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2018 vorgestellt. (Foto: dpa)

Spotify verzeichnet erstmals 83 Millionen zahlende Abonnenten. Dennoch schreibt der Musik-Streaming-Anbieter im zweiten Quartal 2018 erneut Verluste. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

Im zweiten Quartal 2018 konnte Spotify acht Millionen Neuabonnenten gewinnen. Damit beläuft sich die Anzahl zahlender Kunden auf insgesamt 83 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Steigerung um 40 Prozent. Der Umsatz lag bei 1,27 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der operative Verlust belief sich im zweiten Quartal auf 90 Millionen Euro.

Spotify macht für das gesunkene Ertragswachstum unter anderem die Datenschutzgrundverordnung verantwortlich. Für das nächste Quartal ist das Unternehmen jedoch zuversichtlich. Spotify erwartet, die Anzahl der Abonnenten auf 85 bis 88 Millionen steigern zu können. Die Umsatzprognose beläuft sich auf 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro, bei einem Verlust zwischen zehn und 90 Millionen Euro.

Spotify-Abonnenten nach Region. (Grafik: Spotify)
Spotify-Abonnenten nach Region. (Grafik: Spotify)

Wie Spotify gegen Apple Music und Youtube Music bestehen will

Spotify gerät aktuell vor allem durch Apple Music unter Druck. Der Streaming-Dienst des iPhone-Herstellers wächst derzeit vor allem in den USA sehr stark und soll im April 2018 erstmals 40 Millionen Abonnenten an sich gebunden haben. Gleichzeitig hat Google den bislang wohl nur mäßig erfolgreichen Streaming-Dienst Play-Music unter der Marke Youtube Music neu aufgelegt. Auch die großen Tech-Unternehmen dürften kaum Profite mit ihren Streaming-Diensten machen, können etwaige Verluste aber leicht durch andere Einnahmen subventionieren.

Da Spotify die hohen Kosten für die Musikrechte kaum mindern kann, will das Unternehmen zukünftig vor allem durch Dienstleistungen zusätzliche Einnahmen generieren. Labels und Musiker sollen also für Promotion und Marketing-Maßnahmen auf Spotify bezahlen, um ihre Musik bekannter zu machen. Dazu bekommen sie Zugang zu den Daten der Musik-Streaming-Dienstes. „Wir nehmen Daten und Erkenntnisse, die wir auf unserer Plattform generieren, und bauen Werkzeuge, die es Labels und Künstlern besser erlauben, sich selbst auf dem Markt zu verkaufen“, erklärt Spotify-CEO Daniel Ek die Strategie, die in Zukunft für zusätzliche Einnahmen sorgen soll.

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