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Spotify im Podcast-Fieber: 2 große Übernahmen

(Foto: Shutterstock)

Spotify legt den Fokus weiter auf Podcasts. Der Streamingdienst übernimmt die beiden Podcasting-Unternehmen Gimlet und Anchor, um sich ein Podcast-Netzwerk aufzubauen.

Der Audio-Streamingdienst-Riese Spotify hat sich für 2019 einiges vorgenommen. Dementsprechend ambitioniert startete das Unternehmen das Jahr mit zwei millionenschweren Übernahmen. „Gimlet und Anchor werden uns dazu verhelfen, die führende Plattform für Podcast-Entwickler auf der ganzen Welt und der führende Hersteller von Podcasts zu werden“, so die Erwartungen von Spotify-Chef Daniel Ek. So wie der Streamingdienst es mit Musik macht, sollen zukünftig auch Podcasts auf Kuratierung und Individualisierung der Inhalte basieren. Dadurch sollen Influencer aus der Podcast-Community an Bord geholt und exklusiver Spotify-Content erstellt werden.

2 vielversprechende Übernahmen

Die Software von Anchor bietet Nutzern die Möglichkeit, selbst auf ihren Smartphones Podcasts zu erstellen, zu veröffentlichen und zu monetarisieren, wodurch sich für Spotify viele neue Möglichkeiten eröffnen. Der schwedische Streamingdienst will seine Podcast-Bibliothek außerdem mithilfe von Gimlet mit Exklusivinhalten auffüllen, um das Hörerlebnis im Podcast-Bereich deutlich steigern.

Für Gimlet legt Spotify stolze 230 Millionen US-Dollar auf den Tisch, denn für das Startup-Podcast-Netzwerk lief es in letzter Zeit besonders gut. Es wurden nicht nur populäre Podcasts wie Science Vs., Reply All oder Start-Up produziert, sondern zusammen mit Mr-Robot-Erfinder Sam Esmail auch der bekannte Podcast Homecoming zur Amazon-Show mit Julia Roberts in der Hauptrolle aufgenommen.

Das Podcast-Geschäft läuft gut bei Spotify

Bisher waren Übernahmen durch den Audio-Streamingdienst vor allem auf technisch orientierte, kleinere Firmen beschränkt, wie zum Beispiel den virtuellen Studiodienst Soundtrap, der im November 2017 aufgekauft wurde. Die Übernahme von Gimlet Media und Anchor ist Spotifys bisher größter Coup und wird sich wahrscheinlich sehr positiv auf das seit 2018 an der Börse notierte Unternehmen auswirken.

Momentan hat Spotify mehr als 200 Millionen Nutzer in 78 Ländern weltweit. Auch in Deutschland hat sich in letzter Zeit einiges an der Podcast-Front getan: Seit 2016 läuft der bekannte Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz unter dem Namen „Fest & Flauschig“ auf Spotify und nicht mehr wie bisher im Radio und sorgt so für hohe Nutzerzahlen. Übrigens findet ihr auch den t3n Podcast in der Spotify-Bibliothek.

Basierend auf Daten aus der Radio-Industrie ist der Streaming-Riese der festen Überzeugung, dass im Laufe der Zeit 20 Prozent aller Spotify-Inhalte Nicht-Musik-Inhalte sein werden. Laut Firmenchef Ek wurden allein im vierten Quartal 2018 15 Milliarden Podcast-Stunden auf Spotify erstellt und bereits jeder fünfte Deutsche hört Podcasts. Deswegen plant Spotify für 2019 auch weitere Übernahmen im Podcast-Sektor und ist dafür bereit, bis zu 500 Millionen Dollar zu investieren. Dadurch erhöhen sich auch die Chancen, dass User anderer Podcast-Dienste wie Apple Podcasts zu Spotify wechseln.

Spotify-Chef Daniel Ek zeigt sich optimistisch: „Ich bin stolz auf alles, was wir bisher erreicht haben. Mir war allerdings beim Spotify-Launch 2008 noch nicht bewusst, dass Audio – nicht nur Musik – unsere Zukunft sein wird.“

Der Weg, den Spotify vor Augen hat, ist klar: Der Audio-Streamingdienst will die weltweit führende Audio-Plattform werden, und die Übernahmen von Gimlet und Anchor stellen einen großen Schritt in diese Richtung dar.

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