Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

SSD-Preise auf dem Weg nach unten

SSD-Empfehlung: Samsung 830

Es scheint die Zeit gekommen, da die beliebten, weil schnellen SSD-Festplatten endlich auch preislich attraktiv werden. Egal ob Intel, Corsair, OCZ, Crucial oder Samsung -–die Preise der nachgefragtesten SSD-Modelle sind, seit jeweiligem Markteintritt betrachtet, in den meisten Fällen stetig gesunken, oftmals gar rapide gefallen.

SSD-Preise im Schnitt um 46 Prozent gefallen

Die Hardware-Experten von The Tech Report haben sich die Preisentwicklung der Marktführer im SSD-Bereich einmal genauer angesehen und die Ergebnisse grafisch vom Markteintritt der einzelnen Festplattenmodelle bis heute dargestellt. Zu sehen sind immer die zwei bis drei sich nur in der Speicherkapazität unterscheidenden Versionen einer Modellreihe. Als Ausgangsbasis für die erhobenen Werte wurden die Preise des Online-Versandhändlers Newegg zu Rate gezogen, der zu den weltweit 15 größten Händlern von Konsumerelektronik gehört. Das Ergebnis der Studie: Der durchschnittliche Preisverfall aller betrachteten Modelle von ihrer jeweiligen Markteinführung bis heute beträgt satte 46 Prozent.

Preisentwicklungen einzelner SSDs im Detail

Intels 510er Serie, die älteste betrachtete Modellreihe im Feld, hat gegen den Trend eine relativ unspektakuläre Preisentwicklung zu verzeichnen. Über das Jahr 2011 hinweg hat sich wenig getan, erst im Frühling 2012 hat der hochpreisige Veteran der SSDs eine Preiskorrektur nach unten erfahren.

SSD-Preise: Intel 510 Series

Auch Intels 320er Serie folgt kaum dem von allen anderen Marken losgetretenen raschen Preisverfall. Die Preise pro Gigabyte Speicherkapazität rangieren von 1,67 Dollar bei der 120 GB Version bis hin zu 2,31 Dollar pro Gigabyte für die kleine 40 GB Version. Intels 320er Serie ist damit die teuerste betrachtete Reihe bezüglich des Preises pro Gigabyte.

SSD-Preise: Intel 320 Series

Intels 520er Serie, die den gleichen Sandforce SF-2281 Kontroller nutzt wie fast die gesamte Konkurrenz, unterscheidet sich deutlich von der konstanten Preisentwicklung der anderen beiden Intel-Reihen. Besonders die 240 GB Version wurde nach Markteintritt im Februar preislich rasch und deutlich nach unten korrigiert.

SSD-Preise: Intel 520 Series

Die direkten und beinahe identischen Konkurrenten von Intels 520er Serie sind Corsairs Force GT SSD-Speicher sowie die Vertex 3 aus dem Hause OCZ. Beide deutlich länger auf dem Markt als Intels 520er, haben die Herausforderer Intel preislich den Kampf angesagt. OCZ hat die Preise seiner Vertex 3er Serie seit Markteintritt versionsübergreifend um 56 bis 73 Prozent herabgesetzt, Corsair ruft seine Force GT Modelle  49 bis 55 Prozent günstiger auf.

SSD-Preise: Corsair Force GT
SSD-Preise: OCZ Vertex 3

Corsairs Force Series 3, genauso wie OCZs Agility 3 und Crucials m4 verzeichnen alle seit mehr als einem Jahr stetige Preissenkungen. Besonders die Modelle mit viel Speicherplatz befinden sich auf dem Sinkflug. Die Agility 3 Reihe ist im Schnitt um etwa 60 Prozent gefallen, die Force 3 gibt es jetzt 38 bis 54 Prozent günstiger, bei Crucial hat man die Preise im Bereich von 57 bis 64 Prozent nach unten korrigiert.

SSD-Preise: Corsair Force Series 3
SSD-Preise: OCZ Agility 3
SSD-Preise: Crucial m4

Vergleichsweise spät in den Markt gestartet sind OCZs Octane und Samsungs 830er Serie. Beide Unternehmen haben die Preise ihrer SSDs dennoch bereits deutlich nach unten angepasst.

SSD-Preise: OCZ Octane
SSD-Preise: Samsung 830

SSD-Preisbeispiele auf dem deutschen Markt + Kaufempfehlung

Insgesamt betrachtet ergibt sich aus dem Konkurrenzkampf der großen Hersteller und dem daraus resultierenden Preisverfall, dass im SSD-Bereich mittlerweile Preise von deutlich unter einem Dollar pro Gigabyte zu finden sind.

SSD-Empfehlung: Samsung 830

Diese Entwicklung geht natürlich am deutschen Markt nicht vorbei und so kann man bereits für knapp über einhundert Euro eine 120 GB große Corsair Force GT erstehen, OCZs Vertex 3 kostet bei gleicher Größe sogar nur noch rund 95 Euro, Samsungs 830er Serie trifft die hunderter Marke bei 128 GB Speicherplatz derzeit recht genau (knapp 80 Cent pro GB). Unsere SSD-Experten von hardwrk listen auf dieser Website ihre aktuelle SSD-Empfehlung.

Weiterführende Links:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

2 Reaktionen
Sten K.

Meine erste SSD war in einem eeePC verbaut, den ich 2008 gekauft habe und aktuell habe ich eine in meinem Arbeitsnotebook, das ich seit 2010 benutze. Eine SSD, die nach 4 Monaten kaputt ist, halte ich für eine Ausnahme. Für Note- und netbooks der ideale Datenspeicher, da man die Geräte auch schnell mal drehen und im laufenden Betrieb transportieren kann ohne einen Festplattendefekt zu riskieren. Hoffentlich sind auch bald große Kapazitäten zu Preisen zu erhalten, die einen durchschnittlichen Notebook Preis nicht übersteigen.

Preise unten

#5: Das eine ist die Technologie wo man nicht mehr schreiben kann, und meist vorher reservierte Ausweich-Blöcke nutzt, weshalb 128er SSDs vielleicht nur 120 als Größe anzeigen . Das haben Festplatten aber auch seit eh und jeh gemacht. Die Bad-Block-Prüfung von Windows-Formatierung kommt von damals als man Listen schlechter Blöcke schon bei der Fabrikauslieferung hatte und diese in der FAT im Voraus als belegt markiert wurden.
Das andere ist halt, ob und welche Fehler auftreten und ob man wirklich noch zumindest einen Dump machen kann. Teilweise ist das Aufgabe der Controller. MacOS macht ja stündlich Backups. Firmendaten an möglicherweise korrupte Reparaturdienste einsenden ist auch problematisch. Das ist wie damals Autos die in einer Pferde-Kutschen-Welt überleben müssen. Da fehlen diverse Techniken bzw. sie sind schon da, es nutzt sie aber kaum wer (Leopard/Lion FileVault) oder wenn, dann falsch (zu kurze Passworte, verlorene Recovery-Keys) und andere Teile wie Auslesbarkeit bei Problemen und Dump auf neue SSD für 5 Euro+5 Euro Versand oder Kostenlos wegen Garantie fehlen halt. Das ist wie Geräte wo man keine Ersatzteile und keine Reparatur bekommt.

Ein SSD-Anbieter wollte m.W. vor ein paar Wochen die Auslesbarkeit bei Problemen verbessern. Da scheint also noch Potential zu bestehen.

SurvivalFS-Techniken gegen Datenverluste waren ja unerwünscht und brauchte damals angeblich keiner. Jetzt hat bald WinFS-2 diese Techniken eingebaut und vermutlich auch noch patentiert.

Vor ein paar Wochen hatte ct einen Test und Übersicht über SSDs. Einen Anbieter sollte man wohl meiden. Vielleicht mag er nicht pauschal schlecht sein. Vielleicht ist seine Produktionsvarianz zu hoch. Im Prinzip müsste man vollautomatisch immer wenn man den Laptop oder PC ansteckt, auf eine Festplatte an einer Fritzbox oder NAS oder am TV Backups der SSD schieben. Also das was man vom Iphone kennt wenn man es anschliesst.

Eine Bitmap der gechangeten Blocks seit dem letzten Backup oder das Journal seit dem letzten Backup wären dafür sinnig. Stattdessen muss man natürlich am 100sten neuen ext5-Ersatz-FS für monolithische Single-Core-x86-CPUs und Festplatten und 512Byte-Blocks herumfrickeln und Lizenzen für ExFAT zahlen... . In 5-10 Jahren kommt dann ein FOSSler auf die Idee, das ein FS für SSDs oder ohne Lizenzen oder mit Prüfsummen oder mit einfacher Backup-barkeit sinnvoll wäre.

Das man Betriebssysteme ggf. auch stateless bzw. Sign-Chained (TPM->Bootloader->... siehe aktuelle Diskussion um 99 Linux-Dollar an M$ für die Signatur) für Firmen-Anwendungen bzw. Onlinebanking usw. oder auch einfach nur performant ohne Leistungsverluste von USB-3-Sticks laufen lassen könnte, interessiert auch noch keinen. Alles in der Cloud klingt nett, aber 99% der Bevölkerung hat kein Terrabit-WiFi überall verfügbar und die Daten nehmen zu: RetinaApps, (Retina-)Kauf-Content, Retina-EBooks, Retina-Zeitschriften mit 1 GByte pro Werbe-Seite mit 100 Gigapixeln und 10 Kbyte Text auf der bezahlten Content-Seite daneben, 20 Mbit-Kameras mit 48 Bit RAW, 1080p-3D-Filme, UltraQuadHD-3D-20.5-Kinotrailer,... usw . (Das war leicht übertrieben aber in 1-2 Jahren stimmen die Zahlen und in 3-5 Jahren sind sie veraltet - 640kByte ought enough always and ever everywhere for everybody... )

Schön ist trotzdem, das Serverkrams wie SSDs auch für Mainstream bezahlbar wird, obwohl normale Festplatten teilweise knapp bzw. teuer sind. Auch Thunderbolt und Videobrillen werden hoffentlich solch einen schnellen Preisverfall wie SSDs, USB-3 oder 1080-Equipment und BluRays und (3D, SmarTVs,...)-TVs haben. Es handelt sich ja vermutlich nicht um Budget-Modelle der Controller-Chips o.ä. aber Modelle mit weniger Garantie usw. dafür aber SATA-6 und noch ganz viel schneller und größer kommen wohl (bald) auch auf dem Markt während es früher eher seriöses Server-Equipment mit klaren Ausfall-Garantien usw. war.
Rentner und Hausfrauen werden dann wohl abgezockt und müssen alle 2-5 Jahre PCs neu kaufen statt nur anständig Backups machen und gelegentlich die SSD auszutauschen.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst